05.07.06: BAO-MAO-Aktuell

BAO-MAO-Aktuell; Nr. 28/06, vom 5. Juli 2006
Wochen-Nachrichten von Professor Brökelmann für Ambulante Operateure und Anästhesisten

Gesetzliche Krankenversicherung

Die Eckpunkte zur Vertragspolitik

Mit grundlegenden Reformen versucht die große Koalition, das Vertragsgeschäft in der ambulanten Versorgung zu beleben. Haus und Fachärzte werden mehr Möglichkeiten bekommen, direkt mit Kassen zu verhandeln. Die Integrierte Versorgung wird weiterhin gefördert, zusätzlich erweitert und auf wichtige Indikationen konzentriert. Krankenkassen werden verpflichtet, Hausarzttarife anzubieten.
Einzelverträge
Kassen sollen die Chance bekommen, außerhalb des Kollektivvertrages Impulse zu setzen. Verträge dazu können sie als Einzelkasse oder im Interessenverbund mit anderen Kassen abschließen. Ihre Vertragspartner können einzelne Ärzte, Arztgruppen, aber auch Kassenärztliche Vereinigungen sein. Wird ein Einzelvertrag geschlossen, muss die Versorgungsplanung der KV entsprechend angepasst werden.
Hausarztmodell
Hausarzttarife anzubieten, wird für alle Kassen zur Pflicht. Die Teilnahme an Hausarztmodellen bleibt aber für Ärzte wie für Versicherte freiwillig. "Ein verpflichtendes Primärarztmodell ist damit nicht verbunden", heißt es im Eckpunktepapier.
Integrierte Versorgung
Solange, bis die Vergütung der Vertragsärzte noch nicht komplett umgestellt ist - also frühestens 2009 - wird die Integrierte Versorgung (IV) weiterhin mit einem Prozent aus der Gesamtvergütung gefördert. Allerdings sollen nur noch IV-Verträge größeren Stils zugelassen werden. Verträge können nur noch in größeren Regionen zur Bekämpfung von Volkskrankheiten abgeschlossen werden. Und sie sind unabhängig von Indikation und Region möglich, wenn Patienten komplett in einem IV-Modell versorgt werden. Erweitert wird die IV-Versorgung um ambulant erbrachte, hochspezialisierte Leistungen an Krankenhäusern sowie um Leistungen der Pflegeversicherung. Damit Kassen mit Kliniken oder niedergelassenen Fachärzten IV-Verträge zu hochspezialisierten Leistungen abschließen können, sind 0,5 Prozent des Krankenhausbudgets und ein entsprechender Betrag auf Kassenseite reserviert. Ziel der IV-Reformen ist schließlich, diese Kooperationsformen professioneller steuern zu lassen und transparenter zu machen. Dazu sollen mit Geldern der Integrationsversorgung - anders als bisher - nicht nur Niedergelassene und Krankenhäuser, sondern auch Case-Manager bezahlt werden können. Um die Transparenz der IV-Versorgung zu erhöhen, müssen die Krankenkassen die Inhalte der Verträge der bereits installierten Registrierungsstelle offen legen. Jedes Jahr soll diese zur IV-Versorgung einen Bericht vorlegen. Ein Zertifizierungsverfahren zu IV-Verträgen ist allerdings nicht geplant. Mit den Beschlüssen zum Vertragswettbewerb werde "ein völlig neuer Geist" in die Versorgung einziehen, sagte der Ministeriumssprecher Klaus Vater. Diese Gesundheitsreform werde als einzige, die Schlüsselfrage, wie man Strukturen aufbrechen kann, anpacken. "Dies ist ein richtig großer Wurf", so Vater.
Quelle: Ärzte Zeitung vom 4.07.2006

"Gemeinsam sind wir stark, gemeinsam nimmt man uns wahr!"

Niedergelassene Ärzte lassen nicht locker im Kampf gegen Budgetierung und Bürokratie. Unterstützt von Arzthelferinnen und Patienten haben gestern in Mainz mehr als 2000 Kollegen ihrem Ärger Luft gemacht.
Quelle: Ärzte Zeitung 29.06.2006

Pauschalen statt Punkte - KBV entwirft neues Honorarsystem

Die Abrechnung nach Leistungsziffern könnte für Vertragsärzte bald der Vergangenheit angehören. Eine Blaupause für den Plan der Koalition, floatende Punktwerte auf Pauschalen umzustellen, hat jetzt die Führung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung entworfen.
Fachärzte sollen nach Diagnosen, Hausärzte pro Patient und Quartal bezahlt werden. Dafür werden Pauschalen definiert und mit der Morbidität der Patienten abgeglichen. Alle Abrechnungen der Vertragsärzte sollen nach Plausibilität und Wirtschaftlichkeit nur noch stichprobenartig geprüft werden.
Insgesamt sei dieses geplante Honorarsystem transparenter und einfacher für Kollegen, versicherte Dr. Andreas Köhler. "Die Ärzte dokumentieren nur die Diagnosen und rechnen zusätzlich einige Einzelleistungen ab - den Rest macht die KV", sagte der KBV-Chef im Interview mit der "Ärzte Zeitung".
Mit der Vorlage des Honorarkonzeptes reagierte die KBV auf eine Forderung von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt. Umgesetzt werden könne das Konzept wegen seiner Komplexität aber erst 2008, sagte Köhler. Ein Jahr später würden die Honorarbudgets dann fallen. Für die Übergangszeit fordert die KBV-Führung, die Arzthonorare um mehr als zehn Prozent aufzustocken. Das sei gerechtfertigt, um Verluste der Vergangenheit auszugleichen.
Ungeklärt sind noch letzte Details zur hausärztlichen Vergütung. Umstritten ist, wie stark die Höhe der Hausarzt-Honorare an die Morbidität der Patienten gekoppelt werden soll. Über diese Frage soll genauso wie über das Gesamtkonzept eine KBV-Vertreterversammlung am 7. Juli befinden.
Quelle: Ärzte Zeitung 30.06.2006

Wie nur saniert man den Betrieb Gesundheitswesen?

Das Gesundheitswesen soll umfinanziert werden. Wie wäre es, dabei ein bisschen so zu denken wie ein Betriebswirt? Ein Unternehmen wird erfolgreich geführt, wenn alle Unternehmensbereiche kostendeckend arbeiten. Man könnte doch den "Betrieb Gesundheitswesen" auf eine andere Art der Kostendeckung umstellen - auf eine verursachungsgerechte Finanzierung der Kosten, die einzelne Krankheitsbilder hierzulande "produzieren"?
Schwer tut sich die Regierungskoalition bei der Neuordnung der Finanzierungsgrundlagen unseres Gesundheitswesens. Dabei scheint es aus ökonomischer Sicht, als wolle sie das Rad neu erfinden. Wozu eigentlich? Man weiß viel über Krankheitsursachen und deren Kosten. Auch die Einnahmeseite unseres Gesundheitssystems ist völlig transparent. Es gibt Hochrechnungen auf den künftigen Bedarf. Was scheinbar fehlt, ist Denken in Kausalitäten. Und Mut zur Entscheidung.
Quelle: Dr. Bernd Alles. Ärzte Zeitung 29.06.2006

Kollektiv oder sozial – die Gesundheitspolitik steht am Scheideweg

Aber solchen Stimmen kann nicht deutlich genug entgegengehalten werden, dass das deutsche Gesundheitssystem an Ordnungs-, Lenkungs- und Anreizstörungen leidet, wie sie allen Wirtschaftssystemen eigen ist, die nicht auf freie Preise, sondern auf bürokratische Lenkung vertrauen. Auf geradezu trotzige Weise leistet sich Deutschland ausgerechnet in potentiellen Wachstumsmärkten wie dem Gesundheits- oder dem Bildungswesen Koordinationsmechanismen, die auf fatale Weise an die Planwirtschaft der DDR erinnern.
Wer im deutschen Gesundheitswesen arbeitet, lebt in einem "Königreich der Zerrspiegel" (Alfred Schüller): Die befohlenen oder in den Kartellen ausgehandelten Preise sorgen bei Patienten, Ärzten und Versicherungen für trügerische Signale und laden zu Übernachfrage, Verschwendung, Fehlallokationen, mangelnder Vorausschau, Kartellabsprachen und Trittbrettfahrertum ein.
Als besonders verhängnisvoll hat sich das Umlageverfahren erwiesen. An ihm wird verbissen festgehalten, obwohl gravierende Fehlanreize im Gesundheitswesen und am Arbeitsmarkt entstehen müssen, wenn die Beiträge an die Höhe der Löhne gekoppelt sind. Und kein Finanzierungsprinzip ist blinder für demographische Veränderungen als ein Umlagesystem, das von der Hand in den Mund lebt und diese Verantwortungslosigkeit auch noch als "Generationengerechtigkeit" verkauft.
Sozial kann nur ein Gesundheitswesen genannt werden, das für alle Akteure verlässliche und klare Spielregeln des Wettbewerbs bestimmt und, auf wahrhaftigen Preisen beruht: für Patienten, für niedergelassene Ärzte, für Krankenhäuser, für Versicherungen und nicht zuletzt für die Politik.
- Das Prinzip der Eigenvorsorge muss gegenüber dem Prinzip der Zwangsvorsorge in den Vordergrund treten: Die allmähliche Absenkung der "Friedensgrenze" wäre der einfachste Weg, um den Spielraum für private Versicherungslösungen zu erweitern.
- An die Stelle der Zwangsversicherung muss der Versicherungszwang treten.
- Man wird im Gesundheitswesen eine tragfähige Ordnung von Angebot und Nachfrage nur herstellen können, wenn die Versicherungsprämien risikobezogen festgesetzt sind. Sie müssen die Kosten für medizinische Leistungen offen legen und über Eigenbeteiligungen Anreize für kostenbewusste Ausgabenkontrolle setzen.
- Entgegen allen Verleumdungen ist ein wettbewerbliches Gesundheitswesen offen für staatliche Fürsorge. Eine soziale Ordnungspolitik darf aber nicht die Axt an das Preisgefüge zwischen Patienten, Ärzten und Versicherungen anlegen, sondern muss über direkte, steuerfinanzierte Transfers an Bedürftige erfolgen, die ohne Hilfe die Prämien nicht aufbringen können.
Deutschland steht am Scheideweg: Die große Koalition hat es jetzt in der Hand, mit Hilfe des geplanten "Gesundheitsfonds" den Schraubstock der Planwirtschaft noch ein wenig fester anzuziehen - bis auch die letzte Luft von Freiheit und Wettbewerb aus dem Gesundheitswesen herausgepresst ist.
Quelle: PD Dr. phil. habil. Hans Jörg Hennecke, Institut für Politikwissenschaft, Universität Duisburg-Essen. GesundheitsNachrichten 07/2006, 2

Die Fondslösung als neues Erfolgsmodell?
Es bleiben noch viele Fragen offen
I. Was ist geplant?
Zwischen 70 bis 80 Millionen Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sollen ihre Beiträge jeweils nicht mehr an ihre Kasse zahlen, sondern an einen Fonds entrichten - an eine riesengroße, noch zu errichtende Institution mit einer neuen auf alle Eventualitäten und Kassenbesonderheiten und regionalen Eigenarten zugeschnittenen EDV. Abgesehen davon, dass dadurch enorme Verwaltungskosten und Dauerregulierungsaufgaben entstehen würden, bleiben derzeit noch eine Reihe von Fragen gänzlich unbeantwortet.
II. Was bleibt unbeantwortet?
- Nach welchen Kriterien werden die Gelder des Fonds verteilt, und wer legt die Kriterien fest? Inwiefern sollen hier Kassen und Leistungserbringer im Rahmen der Selbstverwaltung mitentscheiden?
- Wie ist darauf zu reagieren, dass der Status "Körperschaft des öffentlichen Rechts" seit längerem durch das europäische Wettbewerbsrecht in Frage gestellt wird?
- Wie soll mit einer immanenten Fremdsteuerung Wettbewerb zwischen den Kassen entstehen, wenn der Fonds als kassenübergeordnete Verteilinstanz eher den Weg in eine Einheitskassensystematik vorzeichnet?
III. Erstes Fazit
Mir scheinen die angepeilten Lösungsschritte zur Finanzierung der Aufgaben im Gesundheitswesen eher der Gesichtswahrung geschuldet - nach dem Motto: "Wir halten uns Wege zur Bürgerversicherung und zur Prämie offen ... für später."
Die eigentlich notwendigen gesamtgesellschaftlichen Debatten über Möglichkeiten und Grenzen des Sozialstaates bei stagnierendem nachhaltigem Wachstum fehlen leider immer noch gänzlich.
IV. Was sollte man in zukünftigen Diskussionen nicht vergessen?
- Reduzierung des RSA und Abkehr vom geplanten Morbi-RSA.
- Monistische Finanzierung.
- Entwicklung von Entscheidungsmechanismen für die Zeit nach einem möglichen Ende des Status "Körperschaft öffentlichen Rechtes".
- Finanzierungskonzepte ohne (nicht vorhandene) Steuermilliarden.
- Und … vielleicht nicht jedes Gesetz gleich "Jahrhundert-Gesetz" nennen. Das wäre, wie ein alter Hase aus einer Kassenärztlichen Vereinigung (KV) kürzlich ausführte, nur "Strukturelles Kauderwelsch".
Quelle: Eike Hovermann. Gesellschaftspolitische Kommentare Nr. 6/06 – Juni 2006,10-11

Eine Million Patienten-Voten

Der Präsident der Freien Ärzteschaft Martin Grauduszus hat gestern im Bundeskanzleramt Listen mit einer Million Unterschriften von Patienten übergeben.
Seit Anfang des Jahres hatten 3000 Praxen Unterschriftenlisten ausgelegt. Dort konnten die Patienten ihre Unterstützung der Ärzteproteste und ihre Sorge über die künftige Entwicklung im Gesundheitswesen zum Ausdruck bringen. "Das ist erst der Anfang, die Aktion geht weiter", sagte Hans-Peter Meuser, Vizepräsident der Freien Ärzteschaft.
Quelle: Ärzte Zeitung 30.06.2006

Stuttgart schließt Pilotvertrag mit Klinikärzten

Während die Ärztestreiks an kommunalen Kliniken gestern auch auf Bremen und Niedersachsen ausgeweitet worden sind, haben sich in Stuttgart Vertreter von Marburger Bund (MB) und der Stadt auf eine Übergangslösung geeinigt.
Danach soll der Tarifvertrag für Uniärzte, den der MB mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) vereinbart hatte, mit einigen Modifikationen solange auch für die Ärzte an den vier Stuttgarter Kliniken gelten, bis es bundesweit zu einem Tarifabschluss kommt.
Dazu wurde die Lohntabelle aus dem TdL-Tarif von 42 auf 39 Stunden heruntergerechnet, der Geltungsbereich des Tarifwerks deutlich erweitert, der Arzt im Praktikum als Berufszeit angerechnet und langjährig tätigen Fachärzten 100 Euro mehr Gehalt als in den Unis gegeben. Ziel der Vereinbarung sei gewesen, eine unkomplizierte und schnell realisierbare Lösung zu finden, erklärte MB-Landesgeschäftsführer Bernhard Resemann gestern der "Ärzte Zeitung".
Quelle: Ärzte Zeitung 29.06.2006

"Gemeinwesen nicht zu Lasten künftiger Generationen überfordern"

Neujustierung des Verhältnisses von Solidarität einerseits und Subsidiarität und Eigenverantwortung andererseits
Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Prof. Dr. Hans-Jürgen Papier, beschäftigte sich in seinem Festvortrag vor der PKV-Mitgliederversammlung mit dem Thema "Gestaltungsmöglichkeiten des Gesetzgebers im Bereich der sozialen Sicherung - Sozialpolitik zwischen Solidarität und Subsidiarität".
Auszüge: http://www.arzt-in-europa.de/

Überörtliche Gemeinschaftspraxis
Eine überörtliche Gemeinschaftspraxis liegt vor, wenn sich mindestens zwei Ärzte, die an unterschiedlichen Praxis- oder Vertragsarztsitzen tätig sind, zur gemeinsamen Berufsausübung zusammenschließen.
Näheres: http://www.mao-bao.de/artikel/2006AZ_Gemeinschaftspraxis.htm


Rede von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt an der Universität von Minnesota, USA

Health Policy and Health Economics in Germany
Auszüge: http://www.arzt-in-europa.de/

Bedrohte Art: Ärztliche Freiberuflichkeit in Theorie und Praxis
Gemeinwohlaufgabe vs. Berufsfreiheit
Auszüge: http://www.arzt-in-europa.de/

Privatversicherer

Beim Behandlungsfall nach GOÄ lassen Kollegen noch einiges Abrechnungspotential ungenutzt
Kollegen verschenken bei der Abrechnung privatärztlicher Leistungen nach GOÄ unnötig Geld
Näheres: http://www.mao-bao.de/artikel/2006JL_Behandlungsfall.htm

Rechnungsprüfungen sind (teils) vermeidbar!
Mit der Beachtung einiger „Spielregeln" lässt sich die Quote der Rechnungen, die in die Prüfung durch private Krankenversicherungen (PKV) kommen, senken.
Näheres: http://www.mao-bao.de/artikel/2006dnA_Rechnungspruefungen.htm

Rechtliches

Fahrlässige Tötung - Schönheitschirurg soll ins Gefängnis
Wegen fahrlässiger Tötung eines 30jährigen Patienten ist ein Schönheitschirurg aus Halle in Abwesenheit zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden.
Das Gericht kam zu der Auffassung, dass die Todesursache des Patienten Folge der fahrlässigen Arztbehandlung war. "Wer nicht in der Lage ist, eine Lokalanästhesie durchzuführen, hat seinen Beruf verfehlt", sagte der Vorsitzende Richter Jan Stengel.
Vor vier Jahren war in der Praxis des Mediziners ein 30 Jahre alter Mann während einer Fettabsaugung am Bauch gestorben. Nach Angaben von medizinischen Gutachten trat ein Atemstillstand ein, der zum Herzversagen führte. Dem Arzt stand bei dem Eingriff kein qualifiziertes Hilfspersonal zur Seite. Unter anderem assistierte ihm ein Chemiestudent. Die lokale Betäubung des Patienten entwickelte sich zu einer Vollnarkose.
Quelle: Ärzte Zeitung 29.06.2006

Praxismanagement

Was können Praxismanager leisten?

Praxismanager können in folgenden Bereichen eingesetzt werden:
- Controlling
- Klinik- und Praxismanagement
- Qualitätsmanagement
- Rechtsgrundlagen
- Kommunikation und Führung
- Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
Näheres: http://www.mao-bao.de/artikel/2006AS_Praxismanager.htm

Qualitätsmanagement Arztpraxis: Worauf achten Ihre Patienten?

Rangfolge der Indikatoren zu den Praxisräumen (Mittelwerte)
(Bewertungsskala aus der Schule, Noten 1 bis 6)
1. Die Sauberkeit 1,50
2. Die Sauberkeit der Patiententoilette 1,52
3. Der Geruch 1,78
4. Die Lichtverhältnisse 1,83
5. Die Bequemlichkeit der Sitzgelegenheiten 2,11
6. Die farbliche Gestaltung 2,14
7. Die Möblierung 2,14
8. Die Dekoration mit Blumen und Bildern 2,15
9. Die Qualität der ausgelegten Zeitschriften 2,23
10. Die Zweckmäßigkeit und Sicherheit der Garderobe 2,29
Näheres: http://www.mao-bao.de/artikel/2006KG_Qualitaetsmanagement.htm

Kündigung wegen privater Internetnutzung

Frage: "Eine meiner Mitarbeiterinnen hat nachweislich am Praxiscomputer das Internet zu privaten Zwecken genutzt. Kann ich ihr jetzt kündigen?"
Antwort Andrea Schannath:
"Das Bundesarbeitsgericht hat in seinem Urteil vom 07.07.2005 (AZ: 2 AZR 581/04) entschieden, dass, auch wenn kein ausdrückliches Verbot besteht, der Arbeitnehmer das Internet nicht zu privaten Zwecken nutzen darf, weil hierdurch zusätzliche Kosten entstehen und Arbeitsmittel unberechtigterweise in Anspruch genommen werden. Das Herunterladen von Daten stellt einen weiteren Pflichtverstoß dar, weil eine Vireninfizierung droht. Tut der Arbeitnehmer es doch, kann sogar eine außerordentliche Kündigung ohne vorherige Abmahnung gerechtfertigt sein, wenn z.B. auf pornographischen Seiten oder auf Seiten mit strafbaren Inhalten gesurft wurde. Surfen während der Arbeitszeit wiegt umso schwerer, je länger gesurft wurde. Wenn kein ausdrückliches Verbot der Internetnutzung besteht, mag allenfalls eine kurzfristige private Nutzung während der Arbeitszeit gerade noch als hinnehmbar angesehen werden. Ob und wie Sie kündigen können, hängt also davon ab, wo und wie lange Ihre Mitarbeiterin privat gesurft hat."
Quelle: Wirtschaftsmagazin für den Frauenarzt 6/2006, 16

Ausgestaltung von Chefarzt-Verträgen: Ärztliches Handeln unter ökonomischem Druck

Konträre Positionen zwischen Krankenhausträgern und Ärzteschaft
http://www.mao-bao.de/artikel/2006HJM_Chefarzt.htm

Krankenhäuser - Heilen am Fließband

Leere Betten und leere Kassen: Verzweifelt kämpfen viele Kliniken in Deutschland ums Überleben
Beeindruckende Grafiken aus DER SPIEGEL 17/2006
Auszüge: http://www.arzt-in-europa.de/

Europa

Dienstleistungsfreiheit: Gleiches Recht auch für Ärzte

"Wer wie die deutsche Bundesregierung mehr Wettbewerb im Gesundheitssystem und mobile Patienten haben will, darf die Dienstleistungsfreiheit in Europa aus Sorge um den Fortbestand der gesetzlichen Krankenkassen nicht ausklammern." Diese Position vertrat der ehemalige Generalanwalt am Europäischen Gerichtshof, Prof. Dr. h. c. Siegbert Alber, bei einem Pressegespräch in Brüssel. Alber wertete die Herausnahme der Gesundheitsdienstleistungen aus der Richtlinie über Dienstleistungen im Binnenmarkt als falsches Signal. Das EU-Parlament hatte sich im Februar dagegen ausgesprochen, den europäischen Markt für Gesundheitsberufe zeitgleich mit anderen Dienstleistungsmärkten zu liberalisieren.
"Aus juristischer Sicht ist dieser Schritt schwer nachvollziehbar, denn auch Ärzte und Zahnärzte genießen für die grenzüberschreitende Ausübung der Heilkunde Dienstleistungsfreiheit nach dem BG-Recht", so Alber.
Quelle: Deutsches Ärzteblatt, Jg. 103, Heft 26, 30. Juni 2006, A 1780

Allgemeines

Australische Ärzte-Organisation fordert Wiedereinführung der Fächer Anatomie und Pathologie in die Mediziner-Ausbildung

Im Original: Submission on Australian Medical Education
Auszüge: http://www.arzt-in-europa.de/

Kinderwunsch - Deutsche in der EU Schlusslicht

Studie zeigt Wertewandel auf
Der Wunsch nach einem Kind ist bei Paaren in Deutschland so gering wie in keinem anderen Land in Europa. Das ist das Ergebnis einer Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BIB) und der Robert-Bosch-Stiftung, die gestern vorgestellt wurde.
Danach wünschen sich Männer im Durchschnitt 1,59 Kinder, bei Frauen sind es 1,75. Zum Vergleich: Im Jahr 1988 betrug die Zahl gewünschter Kinder bei Frauen noch 2,15. Noch deutlich niedriger als der Kinderwunsch fällt die tatsächliche Geburtenrate je Frau aus. Sie beträgt in Deutschland 1,37 (Spanien: 1,32; NL: 1,73; Frankreich: 1,90).
Zentral für (gewollte) Kinderlosigkeit sind der Studie zufolge gewandelte Werte. Danach glauben nur 30 Prozent, Kinder seien für ein erfülltes Leben einer Frau wichtig. Für Männer meinen das sogar nur 28 Prozent. Überragende Bedeutung für Kinderlosigkeit hat bei Frauen die Arbeitsplatzsicherheit.
Zwei von drei Frauen fürchten für den Fall der Geburt eines (weiteren) Kindes schlechtere Beschäftigungschancen. Zweitwichtigster Grund für die Entscheidung gegen ein Kind ist die Furcht vor ökonomischen Nachteilen (Frauen: 65, Männer: 60 Prozent).
Quelle: Ärzte Zeitung 29.06.06


Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. Jost Brökelmann, Redakteur BAO-MAO-Aktuell
Bundesverband für Ambulantes Operieren e.V. – BAO
Präsident Dr. med. Jörg-A. Rüggeberg
Vereinsregister VR 6346
Managementgesellschaft Ambulantes Operieren – MAO
Sterntorbrücke 1, D-53111 Bonn
Tel.: 0228-692423, Fax: 0228-631715
E-Mail: baobonn@t-online.de oder maobonn@t-online.de
Internet: http://www.operieren.de oder http://www.mao-bao.de

Chirurgen Magazin + BAO Depesche

Heft 93, Ausgabe 3 – August 2019
Wundbehandlung: Erfolgreiche Therapie chronischer Wunden im interdisziplinären Netzwerk
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Bundeskongress Chirurgie 2020

Bundeskongress Chirurgie vom 07. – 08. Februar 2020 im NürnbergConvention Center. Anmeldung, Programm, Seminare/Kurse
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Helmsauer Gruppe

Persönlicher Kontakt, Vertrauen und Stabilität stehen bei uns an erster Stelle, wenn es um die Betreuung unserer Kunden geht...
+ Kompetenz aus jahrzehntelanger Erfahrung + Spezialisierung auf Ihre Bedürfnisse + Mehrwerte über exklusive Rahmenverträge
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autsch!

autsch! Wenn Politik weh tut Politik drängt ambulante OP-Praxen ins Abseits.
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Partner PKG

Die Deutsche Praxisklinikgesellschaft (PKG) e.V. ist ein Zusammenschluss von Operationszentren, Tages- und Praxiskliniken und medizinischen Versorgungszentren, in denen ambulante und praxisklinische Operationen durchgeführt werden.
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Partner AND

Das AND e.V. als Zusammenschluss regionaler Anästhesie-Netze und –Genossenschaften vertritt auf Bundesebene Interessen der freiberuflich tätigen und niedergelassenen Anästhesisten.
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BVASK

Der Berufsverband für Arthroskopie e. V.
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