10.05.06: BAO-MAO-Aktuell

BAO-MAO-Aktuell; Nr. 20/06, vom 10. Mai 2006
Nachrichten für Ambulante Operateure und Anästhesisten
von Professor Brökelmann


+++ Die Freie Ärzteschaft informiert: Berlin, Köln, Stuttgart am 19. Mai 2006 +++
Im Namen aller Protestverbände hat Bundesärztekammerpräsident Hoppe für
diesen Tag zum 3. Nationalen Protesttag der Ärzte aufgerufen.
Wir alle wissen, dass sich der Widerstand gegen aufgezwungene Änderungen
des Gesundheitssystems und die Abschaffung des freien Arztberufes nicht
in öffentlichen Demonstrationen erschöpfen darf. Wir arbeiten daran.
Dennoch dürfen wir die Signalwirkung eines solchen Tages in den Medien
und bei der Bevölkerung nicht unterschätzen.
Es geht um Ihre Existenz, Ihre Zukunft und Ihr Selbstverständnis als Arzt.
Machen Sie mit, schließen Sie ihre Praxen, kommen Sie mit ihrem Personal
nach Berlin, Köln oder Stuttgart. Beginn der Veranstaltungen in Berlin
und Stuttgart gegen 12:00 Uhr, in Köln gegen 11:00 Uhr. Informieren Sie
sich dazu unter http://www.protesttag.de und über ihre regionalen Netze und Verbände. Informieren Sie sich über die Forderungen der Ärzteschaft
unter http://www.essener-resolution.de.
Mehr Infos, neue Aktionen, Mitglied werden auf http://www.freie-aerzteschaft.de.

+++ Fondslösung: Mehr Fragen als Antworten +++
Für den SPD-Gesundheitsexperten Eike Hovermann stellen sich bei dem derzeit im
Zusammenhang mit einer Gesundheitsreform diskutierten Fondsmodell mehr Fragen als Antworten. Dagegen fehle die notwendige gesamtgesellschaftliche Debatte über Möglichkeiten und Grenzen des Sozialstaates bei stagnierendem nachhaltigem Wachstum immer noch.
Neben den Bedenken gegen die Einzahlung der Beiträge von 70 bis 80 Millionen Mitgliedern der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und die Verwaltung einer noch zu schaffenden Institution, hat Hovermann noch folgenden Fragenkatalog:
• Wie ist darauf zu reagieren, dass der Status „Körperschaft des öffentlichen Rechts“ seit längerem durch das europäische Wettbewerbsrecht in Frage gestellt wird?
• Welchen Platz soll in der Fondslösung die PKV einnehmen? Soll auch hier die Versicherung der Kinder über Steuern erfolgen?
Hovermann äußert den Verdacht, dass die derzeit diskutierten Lösungsschritte zur Finanzierung der Aufgaben im Gesundheitswesen „eher der Gesichtswahrung geschuldet“ seien, die Wege zur Bürgerversicherung und zur Gesundheitsprämie offen zu halten.
Quelle: Schütze-Brief • Gesundheitspolitischer Info-Dienst, 04. Mai 2006, Nr. 36/2006, 4-5

+++ Gesundheitsreform: Kontroverse um Bewertung des GMG +++
Heftige Kontroversen hat eine 130 Seiten umfassende Studie vom Institut für Gesundheits-Systemforschung (IGSF) über die Auswertung von 3.500 Berichten, Zeitschriftenaufsätzen, Stellungnahmen und Kommentaren zum GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) vom 1. Januar 2004 ausgelöst.
Das vor zwei Jahren in Kraft getretene GMG habe, so die Auswertung des IGSF, ihre Ziele nicht nur verfehlt, sondern z. T. sogar das Gegenteil dessen ausgelöst, was beabsichtigt gewesen sei.
Der Leiter des IGSF, Prof. Fritz Beske, warf bei der Vorstellung der Studie dem GMG vor, unter anderem eine erhebliche Zunahme der Bürokratie, Intransparenz und des Stellenabbaus verursacht zu haben. Zudem verweigere Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt jede wissenschaftliche Auswertung des GMG. Beske: „Es wäre fahrlässig, ohne eine genaue Analyse dieses Gesetz als Basis für die neue Gesundheitsreform zu nutzen.“
Zustimmung kam vom Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO), Dr. Leonhard Hansen. Auch er beklagte eine fehlende Evaluation des GMG. Dies sei gegenüber den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) „eine teure Rücksichtnahme auf teurem Spielfeld“. Bei der Integrierten Versorgung (IV) herrsche eine „blanke Intransparenz“.
Quelle: Schütze-Brief • Gesundheitspolitischer Info-Dienst, 04. Mai 2006, Nr. 36/2006, 7- 8

+++ Köhler nennt regionale Honorarverträge überholt +++
Das System der regionalen Honorarverteilungsverträge hat sich nach Einschätzung von Dr. Andreas Köhler, Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) überlebt. "Die Lösung eines Patientenproblems muss bundesweit dieselbe Vergütung auslösen", sagte Köhler auf dem 5. Nordrheinischen Hausärztetag in Köln.
Nach seiner Einschätzung gehören überhaupt im vertragsärztlichen Bereich die föderalen Strukturen auf den Prüfstand. Das mache schon die Liberalisierung des Vertragsarztrechts notwendig.
Auch die heutige Form der Bedarfsplanung bezeichnete Köhler als Anachronismus. Mit ihren Instrumenten könne man dem sich abzeichnenden Ärztemangel in einzelnen Regionen nicht beikommen. "Mit dem jetzigen System gelingt es nicht, Anreize zu setzen, damit Ärzte aus den Ballungsgebieten in die Fläche gehen."
Die Gewährung finanzieller Anreize, um die Versorgung in der Fläche sicherzustellen, setze aber eine feste ärztlichen Vergütung in Euro voraus, betonte der KBV-Chef.
Quelle: Ärzte Zeitung 9.05.2006

+++ Die KBV begrüßt mehr Freiheiten für Vertragsärzte +++
Mit zwei Ausnahmen findet die geplante Liberalisierung des Vertragsarztrechts das Plazet der KBV: die erneute Verschiebung einer Vergütungsreform, die das Honorar an der Morbidität der Bevölkerung orientiert, auf das Jahr 2009 und die Möglichkeit, dass die Ländergesundheitsministerien den KVen den Sicherstellungsauftrag entziehen und ihn den Kassen übertragen können.
Quelle: Ärzte Zeitung 9.05.2006

+++ Sicherstellungsauftrag wird durchlöchert +++
Ins Mark der KBV und der KVen zielt der Gesetzgeber mit einer Regelung, die es den Ländergesundheitsministern als KV-Aufsicht erlaubt, eigenmächtig festzustellen, wann Unterversorgung vorliegt und wann - nach erfolgloser Abmahnung der KV - der Sicherstellungsauftrag an die Kassen übertragen werden kann. Die Kassen können dann Ärzte selbst unter Vertrag nehmen. Die Kosten dafür sollen die KVen übernehmen.
Das lehnt die KBV grundsätzlich ab.
Quelle: Ärzte Zeitung 9.05.2006

+++ VdAK-Chefin hält nichts von Fondsmodell +++
VdAK-Chefin Dr. Doris Pfeiffer lehnt ein Fondsmodell zur Finanzierung des deutschen Gesundheitswesens strikt ab. Die Gesundheitspolitiker warnte sie vor "unnötigen Radikalreformen" im deutschen Gesundheitswesen.
Pfeiffer ... will die GKV-Finanzlage durch eine Aufhebung der Versicherungspflichtgrenze und eine Neudefinition des Verhältnisses zur privaten Krankenversicherung stabilisieren.
Quelle: Ärzte Zeitung 4.05.2006

+++ Kassenfusion: AOK-Fusion Rheinland/Hamburg unter Dach und Fach +++
Mit seiner Zustimmung zur Fusion der AOK Rheinland und der AOK Hamburg hat der Hamburger Senat am 2. Mai 2006 den Weg frei gemacht für den ersten länderübergreifenden Zusammenschluss im AOK-Verbund.
Es ist damit zu rechnen, dass sich der Fusionsprozess bei der erweiterten AOK am 1. Januar 2008 mit dem Beitritt der AOK-Westfalen-Lippe fortsetzen wird.
Durch die geplante Gesundheitsreform wird sich nach Einschätzung des Vorstandsvorsitzenden des AOK-Bundesverbandes, Dr. Hans Jürgen Ahrens, die Zahl der Krankenkassen reduzieren. „Wir haben zweifellos zu viele Krankenkassen“, sagte der AOK-Chef gegenüber der „Lausitzer Rundschau“ (5.5., Cottbus).
Quelle: Schütze-Brief • Gesundheitspolitischer Info-Dienst, 08. Mai 2006, Nr. 37/2006, 12-13

+++ Niedergelassene immer öfter an IV-Verträgen beteiligt +++
"Vertragsärzte zählen eindeutig zu den Gewinnern der Integrationsversorgung", sagte TK-Vorstandsvize Dr. Christoph Straub auf einer Veranstaltung seiner Kasse in Kiel. Er zog eine positive Bilanz zum bislang erreichten Stand in der Integrationsversorgung, die bundesweit rund 2200 Verträge bewirkt hat.
Quelle: Ärzte Zeitung 5.05.2006

+++ Effizient und kostensenkend - gute Noten für IV-Vertrag +++
Deutschlands erfolgreichster Integrationsvertrag läuft nach Darstellung der DAK in der Park-Klinik Manhagen bei Hamburg. Die Behandlung von 2000 Patienten hat bislang eine halbe Million Euro eingespart.
Vor zwei Jahren war die Vereinbarung geschlossen worden - erstmals bundesweit für das gesamte Spektrum einer Klinik. Außer Eingriffen an Knie und Hüfte zählt auch die Augenheilkunde zum Spektrum.
Als wichtiges Bindeglied fungiert eine persönliche Betreuerin, die den Patienten als Ansprechpartnerin durch die gesamte Versorgungskette begleitet. Die Case-Manager organisieren etwa die Behandlungstermine in der Nachsorge und kümmern sich um Absprachen mit Orthopädietechnikern oder Apotheken.
Die private Park-Klinik verfügt über 117 Betten und behandelt mit 22 Ärzten und 180 Schwestern, Pflegern und Therapeuten rund 11000 Patienten im Jahr.
Quelle: Ärzte Zeitung 4.05.2006

+++ Zahl der Verträge zur Integration auf Höchststand +++
Verträge zur Integrierten Versorgung haben inzwischen einen neuen Höchststand erreicht. Insgesamt gibt es in allen KV-Regionen in der Bundesrepublik 2214 so genannte Verträge nach Paragraph 140 d.
Die Zahlen im einzelnen, Stand 31. März 2006: 237 Verträge sind ausschließlich mit Niedergelassenen registriert, 380 Verträge mit Niedergelassenen und Kliniken, 154 mit Niedergelassenen und Rehabilitations-Einrichtungen und 84 Verträge mit Niedergelassenen, Kliniken und Reha-Einrichtungen.
Quelle: Ärzte Zeitung 8.05.2006

+++ Bonus-Malus gilt erst ab 2007 +++
Arztrechtler äußert gravierende Bedenken gegen die neue Regelung
Das Arzneimittel-Spargesetz (AVWG) ist zwar zum 1. Mai in Kraft getreten. Dennoch gilt für Vertragsärzte noch keine Bonus-Malus-Regelung. Sie wird erst zum Jahresanfang 2007 wirksam werden.
Darauf verweist der Arzt und Rechtsanwalt Professor Christian Dierks aus Berlin in einem Gastbeitrag in der heutigen Ausgabe der "Ärzte Zeitung". Die umstrittene Bonus-Malus-Regelung sei gerade nicht Bestandteil des Gesetzes, so Dierks.
Die Krankenkassen und die Kassenärztliche Bundesvereinigung hätten vielmehr durch das Gesetz den Auftrag bekommen, eine Bonus-Malus-Regelung zu vereinbaren, die Anfang 2007 in Kraft treten soll.
Quelle: Ärzte Zeitung 8.05.2006

++++ Rechtliches ++++

+++ Berufsrecht hat Vorrang vor Sozialrecht - BÄK kritisiert Entwurf zur Änderung des Vertragsarztrechts +++

'Mit dem Gesetzentwurf zur Änderung des Vertragsarztrechts wird ärztliches Berufsrecht ausgehebelt und die 'Versozialrechtlichung' des Arztberufes vorangetrieben. Offensichtlich ist dem Bundesgesundheitsministerium daran gelegen, über dieses Gesetz staatliche Reglementierung und Weisung in die Selbstverwaltung der Ärztekammern hinein zu treiben. Wir werden diese Aufweichung berufsrechtlicher Pflichten und Rechte der Ärzte unter dem drohenden Dogma sozialrechtlicher Verpflichtungen notfalls höchstrichterlich klären lassen', kritisierte heute Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe den aktuellen Referentenentwurf des BMG für ein Vertragsarztrechtsänderungsgesetz (VÄG).
http://www.arzt.de/Aktuelles/20060504/200605041.html

+++ Novellierung des Vertragsarztrechts bietet Ärzten Chancen +++
Die niedergelassenen Ärzte müssen sich auf einen zunehmenden Verdrängungswettbewerb einstellen. Härtester Konkurrent werden die Krankenhäuser sein, die in die ambulante Versorgung drängen. Das erwartet Dr. Rudolf Meindl aus Nürnberg, der seit über 30 Jahren in einer Wirtschaftsberatung für Ärzte tätig ist.
Der Wettbewerb werde von den Politikern gewollt, und die Kliniken hätten bereits damit begonnen, Vertragsarztsitze aufzukaufen, um Medizinische Versorgungszentren (MVZ) gründen zu können.
Den niedergelassenen Ärzten empfahl Meindl, sich vermehrt auf Kooperationen und dabei insbesondere auf eine Integration in die Medizinischen Versorgungszentren in Verbindung mit der Integrierten Versorgung einzustellen. Die Einzelpraxis werde vielerorts nur noch mit Spezialitäten und einem individualisierten Leistungsangebot eine Überlebenschance haben, meinte Meindl.
Quelle: Ärzte Zeitung 8.05.2006

+++ "Reichensteuer verstößt gegen die Verfassung" +++
Die von der Koalition geplante Reichensteuer ist nach Ansicht von Juristen nicht verfassungskonform. Der Grund: Sie soll nur auf Privateinkommen, nicht aber auf gewerbliche Einkünfte erhoben werden. Damit wären überdurchschnittlich gut verdienende Ärzte schlechter gestellt als etwa Inhaber einer GmbH.
Der Zuschlag von drei Prozentpunkten auf den Höchststeuersatz von 42 Prozent soll für Einkommen ab 250 000 Euro (Ledige) und 500 000 Euro (Verheiratete) gelten.
Quelle: Ärzte Zeitung 4.05.2006

+++ Gute Dokumentation von Aufklärungsgesprächen ist ausreichend +++
Sofern eine ausreichende Dokumentation nachgewiesen werden kann, müssen Aufklärungsgespräche mit Patienten vor Gericht nicht in allen Einzelheiten wieder gegeben werden.
Dementsprechend wies das Oberlandesgericht Zweibrücken die Schmerzensgeldklage eines Patienten ab, bei dem es nach einer Operation zur Nervenlähmung in der rechten Schulter und am rechten Arm kam. Der Kläger betonte, der Arzt habe nicht ausdrücklich auf eine mögliche Nervenschädigung hingewiesen.
Begründung: Es ist ausreichend, wenn der Arzt versichert, dass ein Ausklärungsgespräch mit dem üblichen Inhalt stattgefunden hat und dies auch in der Patientenkartei dokumentiert wurde. An den Nachweis der Aufklärung dürfen keine übertriebenen Anforderungen gestellt werden. Es sei nachvollziehbar, dass der Mediziner sich nicht an Einzelheiten des Gesprächs erinnern kann.
Oberlandesgericht Zweibrücken, Az.: 5 U 10/05
Quelle: Gynäkologisches Praxisfax 4.05.2006

++++ Praxismanagement ++++

+++ Viele Ärzte fürchten die Folgen der Einführung der neuen Karte +++

Bedenken wegen des Datenschutzes, Ärger über die Investitionskosten und ungeklärte Fragen zu den Abläufen bringen viele Kollegen gegen die Einführung der neuen Gesundheitskarte auf.
Die Ängste der niedergelassenen Ärzte gegen die elektronische Gesundheitskarte, die voraussichtlich im kommenden Jahr eingeführt werden soll, sind offenbar groß.
Der Beitrag über die Kampagne des Hausarztes Wilfried Deiß zur Information von Ärzten und Patienten über die Gefahren der Gesundheitskarte hat viele Kollegen dazu bewegt, Leserbriefe an die "Ärzte Zeitung" zu schreiben. In der überwältigenden Mehrheit sind die Autoren der Briefe gegen die Einführung der Karte.
Die Bedenken der Kollegen richten sich vor allem darauf, dass der Datenschutz bei zentraler Speicherung der Patientendaten nur schwer einzuhalten sei.
Quelle: Ärzte Zeitung 4.05.2006

+++ Ärzte online: Es geht auch ohne E-Card +++
Wer niedergelassene Ärzte dazu animieren möchte, die Chancen einer Online-Kommunikation zu nutzen, der muss es den Anwendern möglichst leicht machen. Das zeigt die Initiative der CompuGROUP-Unternehmen mit der Software XX.net. Innerhalb kürzester Zeit haben sich mehr als 2200 TurboMed-Anwender in der Plattform TurboMed.net angemeldet.
Nun steht das Modul auch Anwendern der anderen Programme aus der Unternehmensgruppe und damit fast 40 Prozent der niedergelassenen Ärzte zur Verfügung.
Quelle: Hauke Gerlof. Ärzte Zeitung 8.05.2006

+++ Internet als Info-Quelle für Patienten - eine Chance auch für Ärzte +++
Die Tatsache, dass sich immer mehr Patienten im Internet über eigene Krankheiten informieren, stellt Niedergelassene vor zunehmend größere Herausforderungen. Zugleich bietet ihnen der Run auf Internet-Informationen aber auch Chancen im Wettbewerb um Patienten.
Hackelsbergers Grundprinzip: Er geht positiv mit diesen Patienten um, stößt sie nicht vor den Kopf. Der Arzt prüft nach eigenen Angaben immer wieder Web-Seiten aus seinem Fachgebiet auf Qualität und hat inzwischen eine aktualisierte Liste mit empfehlenswerten Internet-Seiten zusammengestellt, die er bei Bedarf an Patienten weitergibt.
Quelle: Ärzte Zeitung 5.05.2006

+++ Neues über Qualitätssicherung mit AQS1 und SQS1 von medicaltex +++
Ø AQS1: Neue therapiespezifische Auswertung
Zusätzlich zu den ASQ1-Quartalsberichten bietet medicaltex eine therapiespezifische Auswertung an, die ein Vergleich der eigenen OPS-Ziffern mit den OPS-Ziffern anderer Praxiskliniken ermöglicht. Die Benchmarking-Auswertung für die ausgewählten OPS-Codes erfolgt nach fest definierten Parametern aus der Arzt- und der Patientenbefragung, wie z.B. die OP-Organisation, Art der Anästhesie und postoperative Komplikationen. Die gewonnenen Erkenntnisse bieten den Teilnehmern konkrete Ansatzpunkte für die gezielte Optimierung der eigenen Leistungen.
Ø SQS1: Erste Ergebnisse mit dem SQS1-Fragebogen
Seit Januar 2006 wird das stationäre Qualitätssicherungssystem bundesweit erfolgreich von Praxiskliniken eingesetzt, das den gesamten Behandlungsprozess bei stationären und teilstationären Operationen erfasst und auswertet.
Dr. med. Klaus Bäcker, Dipl. Inf. Ralf Mayr http://www.medicaltex.de

+++ Fiskus straft ambulant-stationäre Kooperation +++
Krankenhausgesellschaft klagt über Steuerforderungen an Kliniken, die mit Vertragsärzten zusammenarbeiten
Das betreffe beispielsweise Belegärzte sowie Kooperationen zwischen Vertragsärzten und Kliniken, berichtete der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Andreas Wagener, bei einer Tagung des Sozialverbands VdK Bayern in Tutzing.
In der Regel stelle das Krankenhaus dem Belegarzt die erforderliche Infrastruktur in Form von Personal und Sachmitteln zur Verfügung. Dafür entrichte der Belegarzt dem Krankenhaus dann einen Vorteilsausgleich, erläuterte Wagener. Diese gesundheitspolitisch wünschenswerte sektorenübergreifende Versorgung begründe aus Sicht des Finanzamtes jedoch einen steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb.
Die Folge: Die vom Krankenhaus hierbei erzielten Einnahmen unterliegen der Ertrags- und Umsatzsteuer. Damit werde diese Kooperation sowohl für den Belegarzt wie auch für das Krankenhaus unattraktiv, erklärte Andreas Wagener.
Gefährdet seien zudem Kooperationen zwischen Klinik und Vertragsärzten beim ambulanten Operieren. Besonders kurios, so Wagener: Wenn ein niedergelassener Vertragsarzt seine Patienten ambulant im Krankenhaus operiert und diesem dafür ein Nutzungsentgelt bezahlt, wird die Klinik umsatz- und ertragssteuerpflichtig.
Erbringe hingegen die Klinik die gleiche Leistung auf der Grundlage von Paragraph 115 b des Sozialgesetzbuchs V - der ambulante Operationen im Krankenhaus regelt -, werde die Operation tatsächlich aber durch einen niedergelassenen Vertragsarzt ausgeführt, liege aus Sicht der Finanzverwaltung eine steuerfreie Leistung vor.
Quelle: Ärzte Zeitung 4.5.2006

+++ Kliniken wollen neuen Chefärzten das Liquidationsrecht beschneiden +++
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat entsprechende Formulierungshilfen vorgelegt. Danach enthalten neue Chefarzt-Verträge in der Regel ein höheres Grundgehalt und variable, weil erfolgsabhängige Zusatzleistungen. Im Gegenzug werden alle bisherigen klassischen Nebentätigkeitsbereiche in den Dienstaufgabenkatalog integriert.
Die Vergütung der Chefärzte richtet sich prozentual nach den Einnahmen des Krankenhauses und muss wie Lohn versteuert werden - nicht mehr wie Unternehmereinkünfte.
Quelle: Katlen Trautmann. Ärzte Zeitung 8.05.2006

++++ Europa ++++

+++ Britische Hausärzte verdienen zur Zeit sehr gut +++
Britische Hausärzte verdienen heute bis zu 250 000 Pfund (mehr als 370 000 Euro) im Jahr. Das geht aus aktuellen Zahlen des Londoner Gesundheitsministeriums hervor.
Das durchschnittliche Jahreseinkommen eines NHS-Primärarztes übersteigt nach Angaben des britischen Ärztebundes (British Medical Association, BMA) 100 000 Pfund (155 000 Euro). Damit liegen britische Hausärzte im Vergleich zu ihren Kollegen in Europa an der Spitze.
Quelle: Ärzte Zeitung 5.05.2006

+++ Auch Briten können Klinik jetzt selbst aussuchen +++
Krankenhauspatienten des staatlichen britischen Gesundheitsdienstes (National Health Service, NHS) haben erstmals seit mehr als 50 Jahren das Recht, selbst die Klinik auszusuchen, in der sie operiert werden möchten. Überweisende Hausärzte müssen ihren Patienten zukünftig mindestens vier Krankenhäuser zur Auswahl nennen, eines davon muss ein Privatkrankenhaus sein.
Quelle: Ärzte Zeitung 8.05.2006

++++ Allgemeines ++++

+++ Steuerzahlerbund: 1.500.000.000.000 Euro Staatschulden +++

Der Schuldenberg der öffentlichen Haushalte in Deutschland ist nach Angaben des Steuerzahlerbundes auf den Rekordwert von mehr als 1,5 Billionen Euro geklettert.
Auf jedem Einwohner lasteten inzwischen 18 200 Euro öffentliche Schulden, teilte der Bund der Steuerzahler weiter mit.
Dies ist nach früheren Angaben des Steuerzahlerbundes nur die Spitze des Eisberges. Einschließlich Pensionsverpflichtungen und drohender Finanzierungsrisiken aus der Pflegeversicherung beträgt der wahre Schuldenberg weit mehr als vier Billionen Euro.
Dpa- Meldung vom 05.05.2006 - web.de

++++ Termine / Kongresse ++++

+++ BAO-Kongress Berlin +++
Gemeinsam Stärke zeigen in Berlin - BAO
Samstag, den 27.05.2006, Kaisersaal am Potsdamer Platz
http://www.operieren.de/content/e3247/e7791/index_ger.html

+++ XVI. Symposium 2006 für Ambulante Gynäkologische Chirurgie +++
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologische und Geburtshilfliche Endoskopie und des Velener Arbeitskreises Ambulantes Operieren (VAAO)
19. bis 21. Mai 2006 ELYSEE Hotel Hamburg, Rothenbaumchaussee 10, 20148 Hamburg
http://www.vaao.de/ger_symposium.html

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. Jost Brökelmann, Redakteur BAO-MAO-Aktuell
Bundesverband für Ambulantes Operieren e.V. – BAO
Präsident Dr. med. Jörg-A. Rüggeberg
Vereinsregister VR 6346
Managementgesellschaft Ambulantes Operieren – MAO
Sterntorbrücke 1, D-53111 Bonn
Tel.: 0228-692423, Fax: 0228-631715
E-Mail: baobonn@t-online.de oder maobonn@t-online.de
Internet: http://www.operieren.de oder http://www.mao-bao.de

Chirurgen Magazin + BAO Depesche

Heft 93, Ausgabe 3 – August 2019
Wundbehandlung: Erfolgreiche Therapie chronischer Wunden im interdisziplinären Netzwerk
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Bundeskongress Chirurgie 2020

Bundeskongress Chirurgie vom 07. – 08. Februar 2020 im NürnbergConvention Center. Anmeldung, Programm, Seminare/Kurse
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Helmsauer Gruppe

Persönlicher Kontakt, Vertrauen und Stabilität stehen bei uns an erster Stelle, wenn es um die Betreuung unserer Kunden geht...
+ Kompetenz aus jahrzehntelanger Erfahrung + Spezialisierung auf Ihre Bedürfnisse + Mehrwerte über exklusive Rahmenverträge
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autsch!

autsch! Wenn Politik weh tut Politik drängt ambulante OP-Praxen ins Abseits.
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Partner PKG

Die Deutsche Praxisklinikgesellschaft (PKG) e.V. ist ein Zusammenschluss von Operationszentren, Tages- und Praxiskliniken und medizinischen Versorgungszentren, in denen ambulante und praxisklinische Operationen durchgeführt werden.
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Partner AND

Das AND e.V. als Zusammenschluss regionaler Anästhesie-Netze und –Genossenschaften vertritt auf Bundesebene Interessen der freiberuflich tätigen und niedergelassenen Anästhesisten.
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BVASK

Der Berufsverband für Arthroskopie e. V.
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