20.02.06: BAO-MAO-Aktuell 8/06

Nachrichten für Ambulante Operateure und Anästhesisten
von Professor Brökelmann

++++ Gesetzliche Krankenversicherung ++++

+++ Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG) +++
verabschiedet vom Deutschen Bundestag am 17.02.2006
Auszüge:
§ 84 Abs. 4a und 7a SGB V
Die Verantwortung der Vertragsärzte für die Wirtschaftlichkeit ihrer Arzneimittelverordnungen soll durch eine Bonus-Malus-Regelung verstärkt werden. KBV und SpiK vereinbaren je definierter Dosiereinheit für Arzneimittel verordnungsstarker Indikationen durchschnittliche Medikationskosten. In dieser Übereinkunft haben sie die Besonderheiten unterschiedlicher Anwendungsgebiete zu berücksichtigen. KBV und SpiK können auch für andere geeignete Vergleichsgrößen optieren.
Ein Arzt, der die von der KBV und den SpiK festgelegten durchschnittlichen Pharmakotherapiekosten überschreitet, wird in Regress genommen. Er muss bei einer Überschreitung von mehr als 10 bis 20 % der Durchschnittskosten 20 % des Mehrbetrages erstatten, bei einer Überschreitung von mehr als 20 bis 30 % hat der Arzt 30 % der Mehrkosten zu erstatten, bei einer Überschreitung von mehr als 30 % muss er sogar 50 % der Mehrkosten zurückzahlen. Die Regressbeträge werden von der Gesamtvergütung abgezogen. Die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) besitzen einen Ausgleichsanspruch gegen den regresspflichtigen Arzt.
Für Unterschreitungen der Durchschnittskosten vereinbaren KBV und SpiK einen Bonus, der der KV zufließt. Diese schüttet den Bonus an die Vertragsärzte aus, deren Verordnungen die Durchschnittskosten nicht überschritten haben. Die Bonus-Malus-Regelung kommt nur dann zum Zug, wenn die Vertragspartner auf der regionalen Ebene (KV und Landesverbände der Krankenkassen) keine Vereinbarung schließen, die geeignet ist, die Wirtschaftlichkeit der Arzneimittelverordnung zu verbessern. Derartige regionale Vereinbarungen müssen jedoch zwingend eine Malus-Regelung enthalten.
Quelle: Schütze Brief Sonderausgabe Nr. 15/2006 / Seite 1 – 5


+++ Eckpunktepapier vom Tisch? Auch SPD denkt um.
Auszüge aus: Lösungsperspektiven: Grund- und Zusatzleistungen +++

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Eike Hovermann (Mitglied des Gesundheitsausschusses, Red.) hat in seinem Referat auf der Diskussionsveranstaltung „Gesundheitspolitik 2006 – Wird es ein ‚heißer‘ Sommer?“ am 10. Februar in Berlin eine Bestandsaufnahme zur Finanzsituation des Bundes, der Länder und der Sozialsysteme vorgelegt und zugleich sehr interessante Lösungsperspektiven aufgezeigt.
Seine Stellungnahme hatte zunächst besondere Aufmerksamkeit gefunden, als er mitteilte, dass das Eckpunktepapier zur Reform des Vertragsarztrechtes zurückgezogen sei. Das sei ein „ganz normaler Vorgang“, wird der Abgeordnete in dem Online-Nachrichtendienst für Ärzte zitiert. Als Grund nannte er „Inkompatibilitäten“, die innerhalb der Regierungskoalition noch diskutiert werden müssten.
Bei der Darstellung der Finanzsituation bezog sich der Gesundheitsexperte der SPD auf Aussagen von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück:
• Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat zu der Thematik Wachstum durch weitere Schulden daran erinnert, dass derzeit 1,5 Billionen Euro Schulden auf allen staatlichen Ebenen lasten. Also beim Bund, bei den Bundesländern und ihren Kreisen und Kommunen. Mit Pensionsverpflichtungen und anderen unverbrieften Schulden liegt das Gesamtvolumen wohl bei rund 4 Billionen. Die duale Krankenhausfinanzierung als „pars pro toto" (= ein Teil für das Ganze) Beispiel wird hier nachhaltig einbrechen. Das wird Folgen haben für den ambulanten Bereich und die Sicherstellungsfrage.
• 11 Bundesländer haben derzeit keinen verfassungskonformen Haushalt mehr. Das wird nicht nur gemäß NRW-Landesfinanzminister Linssen noch auf Jahre eine Last bleiben.
• Die drei Prozent EU-Verschuldungsgrenze kann nicht beliebig umgangen werden, ebenso nicht Paragraph 115 GG, in dem es um Begrenzungen für Kredite geht.
• Die Mehrwertsteuer wird auch die Kostenentwicklung im Gesundheitsbereich berühren, die Bundeszuschüsse sinken ab und anderes mehr. All dies wird kontinuierlich ausstrahlen auf das GKV-Leistungsgeschehen. Und auf den Beitragsatz.
• Das Wachstum wird – cum grano salis – (wörtlich: mit einem Körnchen Salz, hier: mit gewissen Einschränkungen) in 2006 zwischen 1 bis 1,5 % liegen können, dann eher wieder sinken. Es wird aber keinesfalls in den Alt-Industrieländern auf ein nachhaltiges Wachstum von 2,5 – 3 % für neue Arbeitsplätze und damit neue Beitragszahler steigen.
• Durch die Ausweitung des freien Waren- und Dienstleistungsverkehrs in der sich erweiternden EU – auch im Gesundheitsbereich – wird ein härter werdender Konkurrenzkampf von Leistungsanbietern und Kassen entstehen, der das Überleben mancher Versorgungs- und Versicherungsstrukturen mehr als in Frage stellen wird.
Bei der Darstellung von Lösungsperspektiven sind in dem Referat von Hovermann einige Ansatzpunkte zu erkennen, die so in der öffentlichen Programmatik seiner Partei (SPD) noch nicht zu erkennen waren. Insofern ist das Referat ein Beitrag für die weitere Reformdiskussion. Das sind die wichtigsten Punkte:
• Wir haben derzeit im GKV-Beitragstopf rund 145 Mrd. Euro, das ist im Vergleich mit allen EU-Ländern und z. B. den USA eines der größten Einnahme- wie Ausgabevolumen.
• Eine Steigerung der Einnahmen ist auf Grund der skizzierten Rahmenentwicklungen nicht zu erwarten. Wenn mehr und anderes Geld flösse, wären auch automatisch mehr Nehmer im GKV-Bereich da.
• Zusätzliche oder alleinige Steuerfinanzierungen sind nicht darstellbar. Jedes zusätzliche Geld würde im System versickern.
• Im Rahmen von rd. 145 Mrd. Euro pro Jahr muss eine Grundversorgung so flexibel definiert werden, dass sie an Mehr- oder Mindereinnahmen angepasst werden kann. Ein Puffer sollte ebenso eingebaut sein wie das totale und auch kontrollierbare Verbot von Verschuldungen.
• Alles über 145 Mrd. Euro hinausgehende muss auf Dauer durch Zusatzpakete eigenfinanziert werden unter Wegfall aller Zuzahlungen und sonstiger bisheriger „Eigenfinanzierungen".
• Die Definition der Grundversorgungspakete sollte die Politik nicht leisten und auch nicht beschließen wollen.
• Sie muss entweder über die bisherige Selbstverwaltung oder durch die Kassen erfolgen, zumal zu erwarten steht, dass über kurz oder lang der Status „Körperschaft öffentlichen Rechts“ seitens der EU für die Mitglieder des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) weiter erodiert bzw. wegfällt. Die deshalb sich anbahnende Entwicklung bei den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) hin zu ,,Consultings" ist schon deutlich fühlbar.
• Im Zusammenhang mit der Grundversorgung ist durch Festzuschussregelungen ein sinnvoller Verbund zwischen Grundversorgung und Zusatzpaketen sicherzustellen. Die Private Krankenversicherung (PKV) sollte dabei ihren Platz als selbständiger Mitwettbewerber und Mitfinanzier behalten. Alles andere zöge neben der Tendenz zu einer Einheitskasse überdies jahrelange Streitverfahren über Berufsfreiheit, Eigentumsschutz und anderes vor höchsten Gerichten nach sich.
• Auf diese Weise könnte der Dialog über sinnvolle, effiziente Behandlungen und Kosten aus den Korsettstangen staatlicher Regulierungsvorgaben herausgeholt und verlagert werden in Gespräche zwischen Beitragszahler/Patienten, Kassen und Leistungserbringern. Die Prognose des Sozialexperten für die laufende Reformdiskussion: „Es wird keinen ‚Big Bang‘ in der Gesundheitspolitik geben, keinen großen Schlag, mit dem alle verkrusteten Strukturen und zementiert scheinenden Interessen auf einmal aufgelöst und in ein neues planungssicheres und verlässlicheres System überführt werden können“.
Quelle: Schütze-Brief vom 16. Februar 2006 Nr. 14/2006 / 8-10


+++ Ärzte spenden für Kollegen in Berlin - Anästhesisten setzen Proteste fort +++
Die Ärzte in Berlin setzen ihre Proteste für eine aufwandsgerechte Vergütung beim Ambulanten Operieren fort. Für notleidende Anästhesisten wurde ein Spendenkonto eingerichtet.
Alle Details zum Spendenkonto lesen Sie bitte über den folgenden Link: http://www.laoberlin.de/e142/e6271/e6277/index_ger.html


+++ Wer die KV schwächt, vertreibt die Vertragsärzte +++
KBV-Chef Andreas Köhler hat den Gesetzgeber eindringlich davor gewarnt, die ärztliche Selbstverwaltung immer weiter zu schwächen. Dies geschehe dann, wenn KBV und KVen Ärzten keine Perspektiven mehr für ihre Arbeit bieten könnten.
Köhler warnte davor, dass KVen von innen her ihre Funktionstüchtigkeit verlieren - nämlich dann, wenn Kollegen nicht mehr bereit sind, als Vertragsärzte zu arbeiten.
Wenn Ärzte und sogar KV-Funktionäre ernsthaft überlegten, den Körperschaftsstatus abzuschaffen, dann zeige dies, dass man sich rapide einem Punkt nähere, der die Funktionsfähigkeit des Systems ad absurdum führe.
Quelle: Ärzte Zeitung 14.02.2006


+++ Abrechnungsprüfung wird immer intensiver +++Ärzte sollten sich darauf einstellen, dass die Zahl der Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Abrechnungsbetrug künftig eher steigen wird. Davon gehen Staatsanwälte und Kassenvertreter aus - weil die Kontrollen bei KVen, Kassen und privaten Versicherern immer professioneller werden.
Alle Krankenkassen haben zum Beispiel inzwischen die Vorgaben des Gesetzgebers umgesetzt und Beauftragte ernannt, die sich unter anderem um Betrugsbekämpfung kümmern. Diese Stellen seien kassenübergreifend vernetzt.
Quelle: Ärzte Zeitung 15.02.2006


+++ Kollegen in Berlin planen weitere Protestaktionen +++
Praxisschließungen und Großdemonstration im März
Mehr als die Hälfte der etwa 6000 Arztpraxen in Berlin hatte in der vergangenen Woche zeitweise geschlossen. Die Protestbereitschaft und die Solidarität der Ärzte sei in den vergangenen Jahrzehnten noch nie so groß gewesen wie heute, so Mitlehner. "Dies zeigt, dass die niedergelassenen Ärzte nicht mehr gewillt sind, den von der Politik zu verantwortenden Mangel zu verwalten statt die Patienten bestmöglich zu versorgen", sagte Mitlehner.
Quelle: Ärzte Zeitung 15.02.2006


+++ Hoppe: Staatlich verordnete Rationierung +++
"Die Malus-Regelung widerspricht dem medizinisch Notwendigen zutiefst. Daran ändern auch die jüngsten Anträge zu moderateren Haftungsbedingungen für die Ärzte nicht viel", kommentiert BÄK-Präsident Professor Jörg-Dietrich Hoppe die letzten Korrekturen an dem Spargesetz. Ärzte sollen weiterhin mit Honorareinbußen bestraft werden, wenn sie nach medizinischen Notwendigkeiten und nicht nach staatlichen Vorordnungsvorgaben verschreiben. "Das ist staatlich verordnete Rationierung zu Lasten der Patienten.
Quelle: Ärzte Zeitung 15.02.2006


+++ Prof. Volker Ulrich über die Finanzreform der Krankenversicherung +++
Koautor der Studie "Stärkung der Nachhaltigkeit in der Finanzierung des Versicherungsschutzes der GKV-Versicherten.
Wir müssen über die Verteilung der Mittel zwischen den Generationen reden. Meiner Meinung nach ist das der Hauptsprengsatz für unser System. Wir leben heute zulasten der jungen Leute und zulasten künftiger Generationen. Das ist unseriös.
Wir brauchen eine generationengerechte Finanzierung. Die bestehende intergenerative Umverteilung muss begrenzt werden. Dabei wird es Gewinner und Verlierer geben. Nachhaltigkeit bedeutet vor allem, dass wir etwas tun müssen zugunsten der Jungen und der nachfolgenden Generationen. Den notwendigen Finanzierungsbeitrag müssen die heute lebenden Generationen leisten, also Menschen, die unter den jetzigen Bedingungen eine zu günstige Krankenversicherung haben.
Das derzeitige System bevorteilt übrigens insbesondere die älteren Generationen, die nur einen Bruchteil ihrer Gesundheitskosten selbst finanzieren.
Ich persönlich würde ein risikoorientiertes Kapitaldeckungsverfahren wie das Bayreuther Modell favorisieren. In dem sind die Über-40-Jährigen wie bisher versichert. Die Unter-40-Jährigen wechseln in eine neue GKV, in der sie risikoorientierte Prämien bezahlen. Wer überfordert ist, erhält ein Versicherungsgeld. In diesem Modell gibt es keinerlei intergenerative Umverteilung.
Quelle: KBV Klartext Januar 2006
Die Studie im Internet http://www.kbv.de/7131.html


+++ 90 Prozent der gesetzlich Versicherten glauben, dass ihre Kasse künftig nicht mehr alle Leistungen zahlt +++
Gesetzlich Krankenversicherte in Deutschland schätzen die Aussichten, im Alter medizinisch gut versorgt zu werden, deutlich pessimistischer ein als Privatpatienten. Das ist ein Ergebnis des Gesundheitsmonitors der Bertelsmann Stiftung.
90 Prozent der GKV-Mitglieder (PKV: 62 Prozent) gehen davon aus, dass ihre Krankenkasse in Zukunft nicht mehr alle Leistungen übernimmt. 81 Prozent (PKV: 67 Prozent) stellen sich auf längere Wartezeiten auf Therapien und Operationen ein.
Für die Experten der Bertelsmann Stiftung lässt sich daraus ein Wandel im Anspruchsdenken ableiten. Mehr Menschen befürworteten, dass in der gesetzlichen Krankenversicherung nur eine umfassende Grundsicherung von der Solidargemeinschaft getragen werden solle, heißt es in einer Erklärung der Stiftung. Für individuelle Risiken und Wahlleistungen solle dagegen der Einzelne selber vorsorgen.
Quelle: Ärzte Zeitung 10.01.2006

                    ++++ Praxismanagement++++

+++ OECD prophezeit dramatischen Kostenanstieg +++
Selbst dann, wenn rigorose Sparprogramme gefahren werden, steigen die Kosten für das Gesundheitswesen in den nächsten Jahrzehnten dramatisch an. Zu diesem Schluss kommt die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) in einer eben veröffentlichten Studie. Die Gründe dafür liegen überraschenderweise weniger in der zunehmenden Überalterung der Bevölkerung, sondern vielmehr in der Verteuerung der medizinischen Leistungen, unter anderem durch die immer besser – und teurer – werdenden Behandlungsmethoden. Die OECD-Experten haben zwei Szenarien betrachtet: Wenn es nicht gelingt, die zur Zeit starken Kostensteigerungen in den Griff zu bekommen, dann werden die öffentlichen Gesundheitsausgaben in den nächsten zwei Jahrzehnten um ein Drittel steigen. Bis zum Jahr 2050 werden sie sich sogar fast verdoppeln. In Zahlen: Derzeit werden im OECD-Schnitt 6,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für das öffentliche Gesundheitswesen ausgegeben, 2050 könnten es 12,8 Prozent sein. Aber selbst wenn alle möglichen Sparpotenziale ausgeschöpft werden, wird die Gesundheit dramatisch teurer: Bis 2025 steigen die Ausgaben real um ein Viertel, bis 2050 verteuern sie sich um die Hälfte auf 10,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
Quelle: klinik@news Ausgabe-Nr. 58 vom 14.02.2006


+++ Jede vierte Klinik vor dem Aus +++
Wie die Deutsche Krankenhausgesellschaft DKG am 9. Februar mitteilt, werden in den nächsten 15 Jahren rund ein Viertel von den 2.166 Krankenhäusern schließen. Die DKG bestätigt damit in der Tendenz eine Studie der Strategie und Technologieberatungs-Gesellschaft Booz, Allen, Hamilton. Der wirtschaftliche Druck auf Krankenhäuser werde sich drastisch verschärfen, ein Gros habe bislang noch keine ausreichenden Maßnahmen ergriffen, um im zunehmend harten Wettbewerb das Überleben zu sichern, erklärte die Unternehmensberatung. Allerdings zeigten sich in Management- und Betriebsabläufen vieler Kliniken Ansätze für eine Verbesserung der Marktposition. Dies gelte für medizinische und nichtmedizinische Klinikbereiche. Für die kommenden fünf Jahre erwartet die DKG das Aus für weitere 250 Häuser.
Quelle: klinik@news Ausgabe-Nr. 58 vom 14.02.2006


+++ Krankenhausstatistik 2004 veröffentlicht +++
Das Statistische Bundesamt hat in diesen Tagen die Ergebnisse der Krankenhausstatistik 2004 („Grunddaten der Krankenhäuser“ - Fachserie 12 Reihe 6.1.1 und „Grunddaten der Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen 2004“ - Fachserie 12 Reihe 6.1.2) veröffentlicht. Diese Publikationen können über den Internet-Statistik-Shop des Statistischen Bundesamts (http://www.destatis.de/shop) kostenlos heruntergeladen werden.
Quelle: http://www.dkgev.de/dkgev.php/cat/52/aid/1535/title/Krankenhausstatistik+2004+ver%F6ffentlicht

+++ Der Erfolg beginnt mit der Praxisorganisation +++
"Drei Viertel der Patientenzufriedenheit hängt von Praxisorganisation und Kommunikation ab. Näheres unter http://www.mao-bao.de/artikel/2006BK_Praxisorganisation.htm


+++ Unikliniken bündeln ihre Nachfragemacht +++
Bisher zehn Universitätskliniken haben sich zu einem Einkaufs- und Dienstleistungsverbund zusammengeschlossen. Zuletzt ist das Uniklinikum Dresden der Arbeitsgemeinschaft UNICO beigetreten.
Der Vorstand des Dresdener Klinikums erwartet, durch die von UNICO ausgehandelten Preise bei Herstellern und Händlern von Verbandstoffen, medizinischen Verbrauchsmaterialien sowie von für die Forschung benötigten Produkten mittelfristig mehr als eine halbe Million Euro pro Jahr einzusparen.
Laut Winzer gehören die Universitätskliniken Aachen, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Halle-Wittenberg, Heidelberg, Homburg/Saar, Mainz, Münster und Dresden dem Verbund an.
Vorteile erzielen die Mitglieder von UNICO auch dadurch, dass sie den Markt gemeinsam erkunden, sich gegenseitig über Einkaufsmöglichkeiten, Dienstleistungen und Produktdaten informieren und ihre Mitarbeiter gemeinsam schulen.
Quelle: Ärzte Zeitung 16.02.2006

                   ++++ Europa ++++

+++ Teile der holländischen Reform sind sehr wohl interessant für uns
Politiker und Kassenvertreter sehen in der Gesundheitsreform in Holland kein Vorbild für Deutschland +++

Die ablehnende Haltung der Politiker hat mich überrascht, die der Ärzte- und Kassenfunktionäre hatte ich erwartet, einfach deshalb, weil das holländische System das Ende der Körperschaft bedeutet, und zwar sowohl auf Kassen-, als auch auf Ärzteseite. Dennoch lohnt es sich, die Eckpunkte der niederländischen Gesundheitsreform auf ihre Übertragbarkeit auf das deutsche Gesundheitswesen zu prüfen.
Dass dieses System nicht 1:1 übernommen werden kann, ist völlig klar, allerdings können bezüglich der Finanzierung und der Ausgestaltung des zukünftigen Gesundheitswesens einige Punkte auf Deutschland sehr wohl übertragen werden. Dass die Private Krankenversicherung als einzige kapitalgedeckte Versicherung in Deutschland erhalten werden muss, ist von ärztlicher Seite eigentlich klar; dass Teile der Politik dies abschaffen wollen, spricht für sich.
Aus unserer Sicht ist der Erhalt der PKV in Deutschland möglich und notwendig. Hier müssen wir uns auch zukünftig von Holland unterscheiden. Dagegen sind für die Finanzierung im GKV-Bereich wichtige Teile der holländischen Gesundheitsreform übertragbar. Aus meiner Sicht könnten übernommen werden: der freie Kassenwettbewerb, die einheitliche Bürgerprämie, der feste Zuschuss der Arbeitgeber in einen Pool. Aus dem die beteiligten Krankenkassen morbiditätsorientiert Geld erhalten, die staatliche Definition einer Solidarversorgung und auch die Definition einer Positivliste für Arzneimittel. Über die Grundversorgung hinausgehende Wünsche können über Zusatz-Policen abgedeckt werden, welche sowohl PKV als auch GKV anbieten könnten oder sparsame Kassen bieten diese Zusatzleistungen als Satzungsleistung in ihrem internen Leistungskatalog an.
Quelle: Dr. Werner Baumgärtner, Vorstandsvorsitzender von Medi Deutschland. Ärzte Zeitung vom 14.02.2006


+++ Europaparlament entschärft Dienstleistungsrichtlinie +++
Donnerstag, 16. Februar 2006
Nach monatelangem Tauziehen hat das Europaparlament die heftig umstrittenen Pläne zur Öffnung der Märkte für Dienstleistungen deutlich entschärft. Die Abgeordneten strichen in erster Lesung das so genannte Herkunftslandprinzip aus der Vorlage. Damit soll sichergestellt werden, dass Dienstleister die Gesetze des Landes einhalten, in dem sie tätig sind, und nicht die ihres eigenen Landes. Im Gegenzug sollen die EU-Staaten verpflichtet werden, in anderen Mitgliedsländern zugelassenen Dienstleistern ihren Markt zu öffnen.
Nach dem Willen des Parlament sollen jedoch zahlreiche Bereiche ausgeschlossen werden, etwa Verkehr, audiovisuelle Dienstleistungen, soziale Dienste wie Kinder- oder Altenbetreuung, Sicherheitsdienste, Gesundheit und Glücksspiele. Auch für „Dienstleistungen von allgemeinem wirtschaftlichen Interesse“ soll die Marktöffnung nicht gelten. Was darunter zu verstehen ist, bleibt jedem EU-Staat selbst überlassen.
Quelle: http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=23138


+++ EU-Staaten haben das Sagen im Gesundheitswesen +++
Das Europäische Parlament hat gestern mit klarer Mehrheit für die EU-Dienstleistungsrichtlinie gestimmt. Das Gesundheitswesen ist von der neuen Richtlinie ausgenommen.
Ziel der Richtlinie ist es, den freien Dienstleistungsverkehr im EU-Binnenmarkt erleichtern. Das als Wegbereiter für Sozialdumping kritisierte Herkunftslandprinzip, nach dem Dienstleister bei Tätigkeiten im EU-Ausland nur den Regeln ihres jeweiligen Heimatlandes unterworfen werden sollten, wurde gestrichen.
Quelle: Ärzte Zeitung 17.02.2006


+++ EU-Richtlinie zum Schutz vor Strahlungen +++
In der EU gelten künftig einheitliche Mindeststandards zum Schutz von Arbeitnehmern, die während ihres Jobs künstlichen Strahlungen zum Beispiel durch Laser, Schweißgeräte oder Neonröhren ausgesetzt sind. Dies sieht eine Richtlinie vor, die das Europaparlament (EP) verabschiedet hat.
Quelle: Ärzte Zeitung 17.02.2006

                     ++++ Termine / Kongresse ++++

+++ BAO-Kongress Berlin +++
Gemeinsam Stärke zeigen in Berlin - BAO
Samstag, den 27.05.2006, Kaisersaal am Potsdamer Platz
http://www.operieren.de/content/e3247/e7791/index_ger.html


+++ XVI. Symposium 2006 für Ambulante Gynäkologische Chirurgie +++
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologische und Geburtshilfliche Endoskopie und des Velener Arbeitskreises Ambulantes Operieren (VAAO)
19. bis 21. Mai 2006 ELYSEE Hotel Hamburg, Rothenbaumchaussee 10, 20148 Hamburg
http://www.vaao.de/ger_symposium.html

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. Jost Brökelmann, Redakteur BAO-MAO-Aktuell
Bundesverband für Ambulantes Operieren - BAO
Managementgesellschaft Ambulantes Operieren – MAO
Sterntorbrücke 1, D-53111 Bonn
Tel.: 0228-692423, Fax: 0228-631715
E-Mail: baobonn@t-online.de oder maobonn@t-online.de
Internet: http://www.operieren.de oder http://www.mao-bao.de

Chirurgen Magazin + BAO Depesche

Heft 93, Ausgabe 3 – August 2019
Wundbehandlung: Erfolgreiche Therapie chronischer Wunden im interdisziplinären Netzwerk
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Bundeskongress Chirurgie 2020

Bundeskongress Chirurgie vom 07. – 08. Februar 2020 im NürnbergConvention Center. Anmeldung, Programm, Seminare/Kurse
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Helmsauer Gruppe

Persönlicher Kontakt, Vertrauen und Stabilität stehen bei uns an erster Stelle, wenn es um die Betreuung unserer Kunden geht...
+ Kompetenz aus jahrzehntelanger Erfahrung + Spezialisierung auf Ihre Bedürfnisse + Mehrwerte über exklusive Rahmenverträge
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autsch!

autsch! Wenn Politik weh tut Politik drängt ambulante OP-Praxen ins Abseits.
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Partner PKG

Die Deutsche Praxisklinikgesellschaft (PKG) e.V. ist ein Zusammenschluss von Operationszentren, Tages- und Praxiskliniken und medizinischen Versorgungszentren, in denen ambulante und praxisklinische Operationen durchgeführt werden.
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Partner AND

Das AND e.V. als Zusammenschluss regionaler Anästhesie-Netze und –Genossenschaften vertritt auf Bundesebene Interessen der freiberuflich tätigen und niedergelassenen Anästhesisten.
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BVASK

Der Berufsverband für Arthroskopie e. V.
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