27.04.06: BAO-MAO-Aktuell 18/06

Wochen-Nachrichten für Ambulante Operateure und Anästhesisten
von Professor Brökelmann


                     ++++ Gesetzliche Krankenversicherung ++++

+++ Dritter Nationaler Protesttag am 19.5.2006: Berlin, Köln, Stuttgart +++
Große Zentralkundgebung in Berlin
Wie am 14. März beim zweiten Nationalen Protesttag sollen
- alle Praxen in Deutschland bis auf Vertretungen für Notfälle geschlossen bleiben,
- möglichst viele Ärztinnen und Ärzte an der Zentralkundgebung in Berlin teilnehmen,
- diejenigen Kolleginnen und Kollegen, die nicht nach Berlin kommen können, an den dezentralen Kundgebungen in Köln und Stuttgart teilnehmen.
Insbesondere bei den dezentralen Kundgebungen soll der Schwerpunkt auf der Teilnahme einer möglichst großen Zahl von Patienten liegen.
Die Organisation der Zentraldemo in Berlin liegt bei einer Projektgruppe, die organisatorisch beim Hartmannbund angesiedelt ist.
Die Organisation der dezentralen Demo in Köln erfolgt durch die Freie Ärzteschaft in Kooperation mit Hartmannbund, NAV-Virchow-Bund und Hausärzteverband.
Die dezentrale Demo in Stuttgart liegt bei MEDI Deutschland in Kooperation mit den anderen Verbänden.
Quelle: http://www.protesttag.de


+++ Neues Vertragsarztrecht wird verschoben +++
Einen Referentenentwurf für das neue Vertragsarztrechtsänderungsgesetz (VÄG) hat das Bundesgesundheitsministerium vorgelegt. Es soll die Arbeit der niedergelassenen Ärzte flexibler gestalten und folgt in weiten Teilen den Beschlüssen des 107. Deutschen Ärztetages 2004. Das Gesetz sieht unter anderem vor, die Honorarbudgets durch eine morbiditätsbezogene Vergütung zu ersetzen, was bereits 2007 erfolgen sollte und nun jedoch erst zum 1.1.2009 vorgesehen ist. Dies führte zu heftigen Protesten seitens der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. „Einen Aufschub von einem Jahr können wir zustimmen, nicht aber einer Verschiebung um zwei Jahre“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Das Gesetz sieht im übrigen auch vor, dass sich Vertragsärzte innerhalb und außerhalb der Grenzer ihre KVen in Berufsausübungsgemeinschaften zusammenschließen können. Praxisinhabern soll zudem erlaubt werden, Ärzte – auch fachübergreifend – einzustellen. Ebenso soll die Gründung weiterer Praxissitze an anderen Orten gestattet werden. Während die Zulassungsverordnung bisher nur den „Vollzeit-Kassenarzt“ kennt, will das VÄG künftig auch ein Teilzulassen ermöglichen.
Quelle: Newsletter klinik@news vom 26.4.2006


+++ Ärger um Akupunktur-Entscheidung des Bundesausschusses +++

KBV-Vize Weigeldt hält Wirksamkeit nicht für zweifelsfrei belegt / Kassen- und Patientenvertreter verteidigen Zulassung als Kassenleistung
Die Vertreter der Vertragsärzte im Bundesausschuss haben die Entscheidung, Akupunktur als Kassenleistung bei der Behandlung von Patienten mit Rücken- und Knieschmerzen zuzulassen, massiv kritisiert. "Die Ergebnisse von Modellversuchen rechtfertigen nicht diesen Beschluss", erklärte KBV-Vize Ulrich Weigeldt gestern in Berlin.
Quelle: Ärzte Zeitung 20.04.2006


+++ Beschlüsse des GBA nicht verbindlich? +++
Dass die Beschlüsse des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) für die Versicherten in der GKV verbindlich sein sollen, das hält die Vorsitzende Richterin am Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Ruth Schimmelpfeng-Schütte, nicht mit der Verfassung für vereinbar.
Mit seinen Beschlüssen übe der GBA Staatsgewalt aus, die nicht den Demokratiegrundsätzen entspreche, schreibt die Richterin in der Zeitschrift "Medizinrecht". Ähnlich wie das Parlament müsse auch der GBA als funktionale Selbstverwaltung diejenigen repräsentieren, die von seinen Entscheidungen berührt werden.
Die gesetzlich Versicherten "als in erster Linie Betroffene" hätten aber keinerlei Entscheidungsbefugnis in dem Ausschuss. Die Beschlüsse des GBA könnten deshalb nur als Empfehlungen angesehen werden, so Ruth Schimmelpfeng-Schütte
Quelle: Ärzte Zeitung 24.04.2006


+++ DAK: Fonds-Modelle sozial ungerecht, bürokratisch und ineffizient +++

Heftige Kritik übte der Vorsitzende des Verwaltungsrates der deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK), Hans Bender, an den Fonds-Modellen, die im Zusammenhang mit der Gesundheitsreform diskutiert werden.
Ein Gesundheitsfonds, in den künftig alle Mitglieder einzahlen sollten, löse das Finanzproblem der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nicht. Wenn die Sozialversicherungsprämien in einen staatlichen Fonds eingezahlt und an die Kassen verteilt würden, gäbe es neue und größere Probleme. Eine staatliche Behörde würde entstehen, die Bürokratie steigen statt abnehmen, so Bender.
Es bestehe die Gefahr, dass das Gesundheitswesen dann am staatlichen Tropf hänge und abhängig sei vom Finanzminister und mit anderen Haushaltsfeldern konkurriere. Vor dem Hintergrund der Haushaltssituation des Bundes und der Länder drohe eine Gesundheitsversorgung nach Haushaltslage.
Quelle: Schütze-Brief • Gesundheitspolitischer Info-Dienst, 24. April 2006, Nr. 33/2006, 5


+++ Gesundheitsreform: 11 Verbände gegen Schwächung der PKV +++

In einer „Initiative pro PKV“ haben sich 11 Ärzteorganisationen und Bundesverbände mit einem Plädoyer zugunsten der Beibehaltung der privaten Krankenversicherung (PKV) zu Wort gemeldet.
Der Appell der vier großen Ärzteorganisationen und sieben Bundesverbände richtet sich an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel.
Zu den Unterzeichnern gehören: Bundesärztekammer (BÄK), Bundeszahnärztekammer (BZÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV), Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), Bundesverband der Freien Berufe (BFB), Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI), dbb beamtenbund und tarifunion (dbb), Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE), Verband der privaten Krankenversicherung (PKV), Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH).
Quelle: Schütze-Brief • Gesundheitspolitischer Info-Dienst, 24. April 2006, Nr. 33/2006, 7-8

                     ++++ Privatversicherer ++++

+++ Stellen Sie monatlich Ihre Privatrechnungen! +++

Stellen sie Ihren Privatpatienten quartalsweise die Rechnung? Diese Gewohnheit sollten Sie ablegen. Betriebswirtschaftlich gesehen können Sie es sich als Praxischef nicht mehr leisten, sechs bis acht Wochen auf notwendige Liquidität zu verzichten – nur weil in der Vertragsarzt-Abrechnung ebenso verfahren wird. Deshalb empfiehlt es sich, je nach Häufigkeit der Patientenkontakte und dem Umfang der Leistung sofort nach jeder Leistung eine Rechnung zu stellen, zumindest aber nach einem Monat sollten Sie Ihre Außenstände einfordern. Schließlich ist der Behandlungsfall in der GOÄ ja auch eindeutig als "Monatsfall" definiert.
Quelle: WirtschaftsTip, April 2006, 4


+++ Ziffer 34 – so wehren Sie Kürzungen ab +++
Wer die Ziffer 34 GOÄ ansetzt, sollte dies gut begründen können, denn Krankenversicherungen und Beihilfestellen streichen die Ziffer gern. Die Sachbearbeiter argumentieren oft, dass die Ziffer 34 nur gerechtfertigt sei, wenn es sich um die Erörterung einer lebensbedrohenden Krankheit handele. Eine solche Interpretation ist falsch und Sie müssen sich diese nicht bieten lassen. In der Legende setzt die Abrechnung der mindestens 20minütigen Erörterung voraus, dass es sich entweder um eine nachhaltig lebensverändernde oder eine lebensbedrohende Erkrankung handeln muss. Es reicht also, wenn die entsprechende Erkrankung dazu führt, dass der Patient seine Lebensgewohnheiten umstellen muss.
Quelle. WirtschaftsTip, April 2006, 5

                     ++++ Rechtliches ++++

+++ Arbeitsrichter kippen Klausel in Arbeitsvertrag +++
Eine Klausel im Arbeitsvertrag, nach der die Zahlungen von Sonderleistungen "freiwillig und jederzeit widerruflich" sind, ist nach Ansicht des Landesarbeitsgerichts (LAG) Brandenburg unwirksam. Der Arbeitnehmer habe deshalb einen Anspruch auf diese Zuwendungen.
Das LAG hat eine Klausel gekippt, die so in vielen Arbeitsverträgen zu finden ist: Sonderleistungen wie etwa Weihnachtsgeld werden als freiwillig bezeichnet, der Arbeitgeber behält sich das Recht vor, die Zahlungen jederzeit wieder einzustellen. Und dazu wird noch ein Rechtsanspruch des Arbeitnehmers auf die Gratifikation ausgeschlossen.
Das LAG hält Klauseln mit einem solchen Inhalt jedoch für unklar und deshalb für unwirksam. Ein Widerruf der Sonderzahlung mache nur dann Sinn, wenn überhaupt ein Rechtsanspruch bestehe. Der werde jedoch ausgeschlossen. Außerdem sei ein Widerrufsvorbehalt nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts ausgeschlossen, wenn er nicht erkennen lasse, aus welchem Grund er künftig ausgeübt werde.
Die Revision zum Bundesarbeitsgericht wurde zugelassen.
Urteil des Landesarbeitsgerichts Brandenburg, Az.: 9 Sa 141/05
Quelle: Ärzte Zeitung 24.04.2006

                ++++ Praxismanagement ++++


+++ Kompakte Kürzel für den Ziffernsalat +++

Ärgern Sie sich über fünfstellige Ziffern im EBM? Vielen Kollegen ergeht es ebenso. Denn fünfstellige Ziffern sind schwer zu merken und daher eine permanente Fehlerquelle: Zum Glück können Sie mit einer guten Praxissoftware etwas dagegen unternehmen. So können Sie für wichtige Ziffern ein Kürzel vergeben – etwa "o" für Ordinationskomplex oder "e" für Erörterung – und solche Kürzel zu einer Leistungskette verbinden. Kollegen, die mit solchen oder ähnlichen Methoden arbeiten, sagen, dass ihnen die Abrechnungsarbeit deutlich leichter fällt.
WirtschaftsTip, April 2006, 5
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+++ Bis zu 1.800 Euro weniger Steuern +++
Bis zu 1.800 Euro können Sie seit diesem Jahr für haushaltsnahe Dienstleistungen von Ihrer Steuerschuld abziehen. Unter haushaltsnahe Dienstleistungen fallen nicht nur einfache Tätigkeiten wie die Gartenpflege. Dazu gehören auch die Betreuung pflegebedürftiger Personen im Haushalt sowie komplizierte handwerkliche Arbeiten – etwa beim Einbau von Parkett. Für jede dieser drei Tätigkeitsarten können Sie maximal 20 Prozent der anfallenden Arbeitskosten, aber höchstens 600 Euro, von Ihrer Steuerschuld abziehen – insgesamt also maximal 1.800 Euro. Auf den Rechnungen müssen Arbeitskosten und Mehrwertsteuer ausgewiesen sein. Sie müssen belegen können, dass Sie das Geld überwiesen haben.
Quelle: WirtschaftsTip, April 2006, 8
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+++ Qualitätsberichte von Kliniken oft unverständlich +++
Qualitätsberichte von Kliniken sind nach einer Studie der Frankfurter Fachhochschule (FH) wenig aussagekräftig.
"Sie erlauben dem Leser keinen Vergleich von Häusern und Abteilungen", stellt Professor Thomas Busse von der FH nach der Auswertung von mehr als 1100 Qualitätsberichten von Krankenhäusern zur Allgemeinchirurgie fest. Für die Erstellung der Berichte, die meist im Internet zu finden seien, fehlten "Indikatoren, an denen die Glaubwürdigkeit einzelner Angaben gemessen werden kann", zitierte die FH am Montag aus Busses Ergebnissen.
"Wenn jemand etwa für eine bevorstehende Operation ein Krankenhaus sucht, ist der einzige Indikator - nämlich die geleistete Anzahl des jeweiligen Eingriffs - nicht unbedingt ein Zeichen für Qualität", schreibt der Spezialist für das Management von Pflege- und Gesundheitseinrichtungen.
Quelle: Ärzte Zeitung 25.04.2006
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+++ Krankenhäuser: Neue Vereinbarung zur Qualitätssicherung +++
Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat im Bundesanzeiger Nr. 74 (S. 2968), (19.4.) den Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Neufassung der Vereinbarung zur Qualitätssicherung in den Krankenhäusern vom 21. März 2006 veröffentlicht. Die Vereinbarung ist somit am 20. April 2006 in Kraft getreten.
Quelle: Schütze-Brief • Gesundheitspolitischer Info-Dienst, 24. April 2006, Nr. 33/2006, 14-15
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+++ Krankenhaus: Aktualisierte Statistik +++
Vor dem Hintergrund der Krankenhausstatistik 2004 stellt die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) eine aktualisierte Zusammenstellung, mit dem Stand vom 19. April 2006, in Form von Folien für folgende Bereiche zur Verfügung:
• Krankenhausstatistik,
• Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen,
• Versorgungsformen (Integrierte Versorgung, Ambulante Operationen),
• GKV-/PKV-Zahlen.
Die Zahlen stehen in Form von 20 Folien auf der Internetseite der DKG http://www.dkgev.de zur Verfügung.
Quelle: Schütze-Brief • Gesundheitspolitischer Info-Dienst, 24. April 2006, Nr. 33/2006, 15
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+++ Klinische Studien: Erheblicher wirtschaftlicher Gewinn
Eine Studie in den USA hat ergeben, dass sich die Kosten für klinische Studien bezahlt machen und einen hohen wirtschaftlichen Nutzen brächten.
Quelle: Schütze-Brief • Gesundheitspolitischer Info-Dienst, 24. April 2006, Nr. 33/2006, 15
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+++ Forschungsprojekt „Schönheitsoperationen“: Daten , Probleme, Rechtsfragen +++
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, vertreten durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, hat der Münchner GP Forschungsgruppe nach einer Wettbewerbsausschreibung den Auftrag erteilt, umfassende Daten zur Anzahl und Art von ästhetischen und kosmetischen Operationen in Deutschland zu sammeln. Hintergrund dieses Auftrages ist zum einen die schwache Datenlage in diesem Bereich, wie sie auch in der Kleinen Anfrage der CDU/CSU-Fraktion im Jahr 2003 deutlich wurde. Damals konnte die Bundesregierung auf zahlreiche Fragen in dieser Anfrage keine fundierte Antwort geben, da detaillierte Leistungsstatistiken nicht vorlagen. Zum anderen ist es die Sorge, dass sich zunehmend mehr Frauen und Männer in unwägbare Finanzierungsmodelle stürzen, um sich zu verschönern. Zum dritten kommt die starke Ausdifferenzierung der Anbieter hinzu, die von Plastischen Chirurgen über Dermatologen, HNO-Ärzten, Gynäkologen bis hin zu Mund-Kiefer-Chirurgen reicht, die außerdem in einer Vielzahl von Fachgesellschaften organisiert sind. In diesem in weiten Teilen intransparenten Markt ist im Interesse der Patienten/innen, die ästhetische und kosmetische Operationen in Anspruch nehmen, das Erzielen einer besseren Anbietertransparenz von wichtigem öffentlichem Interesse.
In der jetzt angelaufenen ersten Phase des Forschungsprojektes hat sich deshalb die GP Forschungsgruppe bemüht, ein möglichst vollständiges Verzeichnis aller Anbieter aus den unterschiedlichen Fachgesellschaften zu erstellen. Dies ist zum Teil mit Unterstützung von Fachgesellschaften erfolgt, zum Teil aus öffentlich zugänglichen Informationsquellen (z.B. Webseiten, Gelbe Bücher etc.) geschehen. Mittlerweile umfasst der Thesaurus der GP Forschungsgruppe über 2000 Adressen von ästhetisch operierenden Ärzten und in diesem Bereich tätigen Kliniken und Einrichtungen. Im März/April dieses Jahres ist allen Ärzten aus dieser Adressliste ein Erhebungsbogen übersandt worden, in dem statistische Daten zu 28 Behandlungsformen erhoben werden. Ärzte, die ästhetische Operationen durchführen und von der GP Forschungsgruppe keinen Erhebungsbogen erhalten haben, werden gebeten, sich bei der GP Forschungsgruppe melden. Sie erhalten dann umgehend den Erhebungsbogen zum Ausfüllen.
Diese Untersuchung wird sicherlich zur Versachlichung der teilweise sehr kontrovers geführten Diskussionen zwischen den einzelnen Fachdisziplinen führen. Es wäre zu deshalb zu wünschen, dass sich die ästhetisch operierenden Ärzte in breitem Umfang an der Untersuchung beteiligen. Die an die GP Forschungsgruppe übermittelten Daten und Informationen werden nur in anonymisierter Form weiterverarbeitet, so dass der Datenschutz voll gewahrt bleibt.
Das Forschungsprojekt beschäftigt sich jedoch nicht nur mit der quantitativen Seite der „Schönheitsoperationen“ sondern will auch durch eine umfangreich angelegte Befragung von Patienten und Patientinnen in Erfahrung bringen, welches die Motivationen, Erfahrungen, Zufriedenheit und möglicherweise Komplikationen aus der Sicht der Patienten/innen waren. Die Rekrutierung der Patienten(/innen für diese Befragung soll zum einen über die Ärzte erfolgen, die die Eingriffe und Behandlungen durchgeführt haben, zum anderen über freie Meldungen von Patienten/innen bei der GP Forschungsgruppe. Eine vergleichbare Untersuchung ist in Deutschland noch nicht durchgeführt worden, deshalb unterstützen auch mehrere Fachgesellschaften das Forschungsprojekt der GP Forschungsgruppe, das auch von einem medizinwissenschaftlichen Beirat begleitet wird.
Weitere Informationen zu dem Projekt können über den Projektleiter Dr. Dieter Korczak eingeholt werden. (GP Forschungsgruppe, Tel.: 089-54344960, http://www.gp-f.com)

# ++++ Europa ++++
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+++ EU-Politiker für mehr Schutz vor Nadelstichen +++
Der Sozialausschuss des Europaparlaments (EP) hat einen Bericht verabschiedet, in dem die EU-weite Einführung von Nadeln mit Sicherheitsschutz gefordert wird.
In der Europäischen Union (EU) verletzen sich jährlich mehr als eine Million Ärzte, Pfleger oder Reinigungskräfte in Krankenhäusern, Arztpraxen und im Rettungsdienst mit benutzten Injektionsnadeln, heißt es in dem Bericht. Infektionen mit Hepatitis-Viren oder HIV können die Folge sein.
Quelle: Ärzte Zeitung 24.04.2006
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+++ Koloskopie-Check in Österreich nicht auf Kassenkosten +++
Die Vorsorge-Koloskopie gibt es in Österreich weiterhin nicht auf Krankenschein. Der Versuch einer flächendeckenden Einführung der Darmspiegelung ist gescheitert, teilte die Österreichische Ärztekammer in Wien mit.
Quelle: Ärzte Zeitung 20.04.2006

# ++++ Allgemeines ++++
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+++ Grüne wollen NS-Rassengesetz annullieren lassen +++
Bündnis 90/Die Grünen wollen das nationalsozialistische "Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" für nichtig erklären lassen.
Auf Grundlage des "Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" wurden nach neuen Forschungen bis Mai 1945 mindestens 400.000 Menschen zwangssterilisiert; an den Folgen des Eingriffs starben mehrere tausend Menschen, mehrheitlich Frauen.
Quelle: Ärzte Zeitung 24.04.2006
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+++ Japanische Forscher finden ältestes Eis der Welt +++
Japanische Forscher haben nach eigenen Angaben das älteste Eis der Erde entdeckt. Das am Südpol aus 3029 Metern Tiefe herausgebohrte Eis sei etwa eine Million Jahre alt.
Das teilte ein Sprecher des nationalen Polarforschungs- Instituts mit. Die Eisprobe habe einen Durchmesser von 9,4 und eine Länge von etwa 50 Zentimetern.
Da das durch Schneefall entstandene Eis Partikel der damaligen Atmosphäre enthält, erhoffen sich die Forscher Hinweise auf die langfristigen Veränderungen der Umwelt und des Klimas auf der Erde.
Quelle: http://www.web.de 20.04.06
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+++ 80 000 US-Bürger pro Jahr verletzt beim Rasenmähen +++
Fast 80.000 US-Bürger landen jedes Jahr im Krankenhaus, weil sie sich beim Rasenmähen verletzt haben. Und die Zahl steigt, heißt es in der Onlineausgabe der "Annals of Emergency Medicine" von gestern.
Die Untersuchung von Forschern der Johns Hopkins Universität in Baltimore gilt als die erste, die Daten über die gesundheitlichen Gefahren des Rasenmähens in allen Teilen der USA zusammentrug.
Quelle: Ärzte Zeitung 20.04.2006

# ++++ Termine / Kongresse ++++
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+++ BAO-Kongress Berlin +++
Gemeinsam Stärke zeigen in Berlin - BAO
Samstag, den 27.05.2006, Kaisersaal am Potsdamer Platz
http://www.operieren.de/content/e3247/e7791/index_ger.html
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+++ XVI. Symposium 2006 für Ambulante Gynäkologische Chirurgie +++
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologische und Geburtshilfliche Endoskopie und des Velener Arbeitskreises Ambulantes Operieren (VAAO)
19. bis 21. Mai 2006 ELYSEE Hotel Hamburg, Rothenbaumchaussee 10, 20148 Hamburg
http://www.vaao.de/ger_symposium.html

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. Jost Brökelmann, Redakteur BAO-MAO-Aktuell
Bundesverband für Ambulantes Operieren e.V. – BAO
Vereinsregister VR 6346
Präsident Dr. med. Jörg-A. Rüggeberg
Managementgesellschaft Ambulantes Operieren – MAO
Sterntorbrücke 1, D-53111 Bonn
Tel.: 0228-692423, Fax: 0228-631715
E-Mail: baobonn@t-online.de oder maobonn@t-online.de
Internet: http://www.operieren.de oder http://www.mao-bao.de

Chirurgen Magazin + BAO Depesche

Heft 93, Ausgabe 3 – August 2019
Wundbehandlung: Erfolgreiche Therapie chronischer Wunden im interdisziplinären Netzwerk
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Bundeskongress Chirurgie 2020

Bundeskongress Chirurgie vom 07. – 08. Februar 2020 im NürnbergConvention Center. Anmeldung, Programm, Seminare/Kurse
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Helmsauer Gruppe

Persönlicher Kontakt, Vertrauen und Stabilität stehen bei uns an erster Stelle, wenn es um die Betreuung unserer Kunden geht...
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autsch!

autsch! Wenn Politik weh tut Politik drängt ambulante OP-Praxen ins Abseits.
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Partner PKG

Die Deutsche Praxisklinikgesellschaft (PKG) e.V. ist ein Zusammenschluss von Operationszentren, Tages- und Praxiskliniken und medizinischen Versorgungszentren, in denen ambulante und praxisklinische Operationen durchgeführt werden.
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Partner AND

Das AND e.V. als Zusammenschluss regionaler Anästhesie-Netze und –Genossenschaften vertritt auf Bundesebene Interessen der freiberuflich tätigen und niedergelassenen Anästhesisten.
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BVASK

Der Berufsverband für Arthroskopie e. V.
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