19.04.06: BAO-MAO-Aktuelle 17/06

Nachrichten für Ambulante Operateure und Anästhesisten
von Professor Brökelmann



                 ++++ Gesetzliche Krankenversicherung ++++

+++ Referendum: Maulkorb für die Niedergelassenen +++

"Welche körperschaftlich organisierte Interessenvertretung wollen die niedergelassenen Ärzte?" Diese Frage will die Kassenärztliche Bundesvereinigung in einer Meinungsumfrage klären. Das Bundesgesundheitsministerium hält ein solches Referendum für rechtswidrig. Die KBV-Vertreterversammlung hatte am 24 März 2006 ein Referendum unter den Vertragsärzten beschlossen. "Wir stehen zu unseren gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben, aber nur, solange die dafür geltenden Rahmenbedingungen verantwortungsvolles ärztliches Handeln ermöglichen", begründete KBV-Chef Dr. Andreas Köhler den Beschluss. "Wenn der Gesetzgeber uns zwingt, gegen die Interessen unserer Mitglieder zu handeln, müssen wir uns wehren. Wenn es nicht anders geht, auch damit, dass wir das KV-System in Frage stellen". Ein solches Referendum würde KVen und KBV in die Lage versetzen, die Forderungen der Ärzteschaft noch deutlicher in die Politik einzubringen, ist Köhler überzeugt. Der Sprecher der Bundesgesundheitsministerin, Klaus Vater, behauptet, die KBV habe als Körperschaft öffentlichen Rechts kein "allgemeinpolitisches Mandat", sondern müsse allein die Interessen der Vertragäsarzt vertreten. Offensichtlich rechnet das Bundesgesundheitsministerium mit einem Umfrage-Ergebnis, das schlecht zur derzeitigen Politik der Bundesregierung passt. Vorsorglich werden die Ärzte gewarnt, mit dem Ausstieg aus der Kassenversorgung zu liebäugeln. Wer den Wunsch habe, dieses System zu verlassen, müsse sich über die Folgen im Klaren sein, sagte Vater. Die Zahl der Ärzte mit Kassenzulassung würde sicherlich schrumpfen, denn die Kassen würden dann entscheiden, was sie brauchen und was nicht" versuchte er den Ärzten Angst zu machen
Quelle: A&W-Newsletter


+++ Steht Koalition kurz vor einem Reformkonsens? +++
In der großen Koalition bahnt sich ein Konsens im Streit um die Gesundheitsreform an. Für Ärzte könnte das heißen: Honorare in Euro und Cent, ein Ende der Budgetierung, Mindestmengen für Fachärzte, Kassenärztliche Vereinigungen mit eingeschränktem Aufgabenbereich.
Das geht aus einem Interview von Unionsfraktionschef Volker Kauder mit dem "stern" hervor. Eine Abschaffung der KVen schließt Kauder für die hausärztliche Versorgung aus.
Für die fachärztliche Versorgung solle aber geprüft werden, ob nicht Direktverträge zwischen Arzt und Kasse möglich sind. Darüber hinaus will Kauder über Mindestmengen fachärztliche Leistungen an Zentren konzentrieren.
Quelle: Ärzte Zeitung 12.04.2006


+++ Punktwert 4,15 Cent - Berliner Ärzte sehen falsches Signal +++
Einem neuen Honorarverteilungsvertrag ab Juli hat die Vertreterversammlung der KV Berlin nur mit äußerst knapper Mehrheit zugestimmt. Die Zustimmung fiel den Ärzte-Vertretern schwer, weil der Kalkulationspunktwert für die Individualbudgets von 5,11 Cent auf 4,15 Cent gesenkt wird.
Die Ärzte in Berlin befürchten, dass ihre Zustimmung zu dem gesenkten Punktwert als politisches Signal falsch gedeutet wird.
Quelle: Ärzte Zeitung 12.04.2006


+++ Kritische Pressemitteilung zum Thema Gesundheitskarte +++

In dieser kritischen Stellungnahme verwenden wir die Abkürzung eGK als Bezeichnung für die seitens des BMG geplante Version einer chipbasierten elektronischen Gesundheitskarte, die auf Grund der geringen Datenspeicherkapazität auf der Karte in einer zusätzlichen Telematik Architektur mit einem System vernetzter Zentralserver verbunden sein muss. Zu betonen ist, dass wir eine Serie gravierender Problempunkte sehen, die unserer Meinung nach auch durch die Gerichte unseres Landes beantwortet werden müssen.
Quelle: Das Ärztesyndikat http://www.aerzte-syndikat.de/Pressemitteilung%202.pdf


+++ Medi erwägt in fünf Regionen den KV-Ausstieg +++

Der Ärztebund Medi will nach Baden-Württemberg nun in auch in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Bayern den Ausstieg seiner Mitglieder aus dem KV-System vorbereiten.
Dazu will Medi eine Arbeitsgruppe einsetzen, die Szenarien für den Ausstieg entwickeln soll, sagte Medi-Sprecherin Angelina Schütz gestern der "Ärzte Zeitung".
Geklärt werden solle beispielsweise, inwieweit Vertragsärzte bestimmter Fachrichtungen oder aus definierten Regionen ihre Zulassung zurückgeben könnten. In der Arbeitsgruppe sollten auch Vertreter anderer Ärzteorganisationen und Verbände hinzugezogen werden. Einen Zeitplan für die Arbeitsgruppen gebe es bisher nicht.
Ein Ausstieg sei nur umsetzbar, wenn "alle Verbände an einem Strang ziehen und jeder Arzt weiß, was auf ihn zukommt", sagt Medi-Chef Dr. Werner Baumgärtner. In Baden-Württemberg hatten im März etwa 93 Prozent von gut 1000 Medi-Mitgliedern in einer Umfrage dafür votiert, Medi solle den KV-Ausstieg vorbereiten.
Quelle: Ärzte Zeitung 5.04.2006


+++ Belegärzte: Ab 2007 eigenes Kapitel im EBM +++

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Bundesverband der Belegärzte
(BdB) wollen gemeinsam für eine Weiterentwicklung des Belegarztwesens eintreten.
Die Gebührenordnung der niedergelassenen Ärzte, der Einheitliche Bewertungsmaßstab (EBM), soll ab dem 1. Januar 2007 ein eigenständiges Belegarztkapitel enthalten. Im Koalitionsvertrag war vereinbart worden, für die belegärztliche Vergütung im DRG-System eine Regelung zu finden. Dies mit der Begründung, dass sich die im GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) vorgesehene Überwindung der strikten Trennung von ambulanter und stationärer Versorgung „nicht durchgesetzt“ habe.
Die in dem Belegarztkapitel des EBM aufgeführten Leistungen sollen so weit wie möglich pauschaliert werden. Die Leistungsbeschreibungen würden sich abgrenzen von denen ambulanter Operationen und stationsersetzender Eingriffe. Die KBV strebe eine mit den diagnosebezogenen Fallpauschalen für Krankenhäuser kompatible Lösung an. Die Vergütung für diese Leistungen solle nicht länger in Punkten, sondern direkt in Euro erfolgen.
Quelle: Schütze-Brief • Gesundheitspolitischer Info-Dienst, 13. April 2006, Nr. 31/2006 / 9-10


+++ Der neue Lauf des Geldes: Wie Bürgerversicherung und Gesundheitsprämie miteinander gekoppelt werden +++
Wie soll das Gesundheitswesen künftig finanziert werden? SPD und Union hatten dazu zwei unterschiedliche, scheinbar nicht mit einander vereinbare Konzeptionen entwickelt: die Bürgerversicherung und die Gesundheitsprämie. Nur wenige Tage nach der Konstituierung einer 16köpfigen Arbeitsgruppe zeichnet sich in groben Konturen ein Kompromiss ab, der beide Modelle miteinander verbindet. Der intellektuelle Input dazu kam vom wissenschaftlichen Beirat des Bundesfinanzministeriums.
Gesundheitsfonds oder Inkassostelle - das ist die Frage
Das Modell erfüllt eine wichtige Bedingung, die Bundesfinanzminister Peer Steinbrück gestellt hatte: Der Bundeshaushalt ist für die Finanzierung der Gesundheit tabu.
Der erste Schritt: Neu ist, dass die Beiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern nicht mehr unmittelbar an die einzelnen Kassen gezahlt werden, sondern an eine zentrale Inkassostelle. Ferner wird erwogen, dass alle Bürger einen einkommensabhängigen Beitrag - im Gespräch sind drei Prozent aller Einkünfte oder acht Prozent der Einkommensteuerschuld - zur Finanzierung der Kinderkrankenversicherung an diese Inkassostelle zahlen. Der Vorteil: Dieses Geld gerät nicht in die Finger des Finanzministers, bleibt also bei einer Institution des Gesundheitswesens.
Der zweite Schritt: Die Inkassostelle rechnet alle Einnahmen auf gleiche Beträge für alle Versicherten um. Bei einem GKV-Budget von derzeit 145 Milliarden Euro und knapp 70 Millionen Versicherten wäre dies ein Betrag von etwa 170 Euro pro Monat. Bei einer Differenzierung der Beträge für Erwachsene und Kinder sähe dies etwas anders aus.
Der dritte Schritt: Dieser Betrag von 170 Euro pro Monat wird den Versicherten gutgeschrieben. Sie müssen ihn nun dazu verwenden, sich bei einer Krankenkasse ihrer Wahl zu versichern.
Die Kassen ihrerseits kalkulieren nicht mehr Beitragssätze, sondern Prämien - wie beispielsweise in der Schweiz. Es gibt aber keine Differenzierung nach Alter oder Geschlecht. Jede Kasse muss jeden ungeachtet seines Gesundheitszustandes aufnehmen. PKV-Unternehmen müssen dazu einen Standardtarif anbieten.
Der erste Teil des Modells - einkommensabhängige Beiträge und Kinder-Soli, die an die Inkassostelle gezahlt werden - entsprechen dem Bürgerversicherungskonzept. Ebenso die Verpflichtung der PKV, einen Standardtarif mit den Leistungen der gesetzlichen Kassen anzubieten.
Der zweite Teil des Modells, nämlich die Gutschrift eines Pro-Kopf-Betrages für den Versicherten, für den er sich gegen eine Prämie bei einer Krankenkasse versichert, entspricht dem Kopfpauschalen-Konzept der Union.
Was leistet die Inkassostelle? Sie arbeitet Teile des Risikostrukturausgleichs ab: Sie egalisiert unterschiedliche Beiträge, die auf unterschiedlichen Einkommen basieren. Und sie gleicht die unterschiedliche Zahl von beitragsfrei mitversicherten Familienangehörigen aus.
Durch die Gutschrift, die der Versicherte erhält, entsteht mehr Transparenz: er kann feststellen, ob er im Solidarsystem Nettoempfänger oder Nettozahler ist. Sind seine einkommensabhängigen Beiträge an die Inkassostelle höher als die Gutschriften für die gesamte Familie, dann leistet er einen Solidarbeitrag. Ist die Gutschrift höher als der Beitrag, profitiert er von der Solidarität anderer.
Ein zweiter Effekt: Die Prämien der Krankenkassen werden - wie die derzeitigen Beitragssätze - unterschiedlich sein. Ist die Prämie höher als die Gutschrift, käme es zu einer neuen Art von Zuzahlung. Es kann aber auch sein, dass die Prämie unter der Gutschrift liegt - dann erhielte der Versicherte eine Art Bonus. In jedem Fall führt das zu hartem Wettbewerb unter den Kassen wie in den Niederlanden derzeit zu beobachten.
Ein eleganterer Weg, Innovation zu finanzieren
Was bringt dieses Modell für die längerfristige Stabilisierung der Finanzierung? Wenn die Ausgaben für die Medizin stärker steigen als die einkommensabhängigen Einnahmen der Inkassostelle, dann entsteht eine Differenz zwischen Prämie und Gutschrift, die der Versicherte bezahlen muss. Damit ist eine neue Form der Zuzahlung gefunden, die freilich nicht nur Patienten, sondern alle Versicherten bezahlen müssen. Damit werden alle etwa zur Finanzierung medizinischen Fortschritts herangezogen werden - was allemal sozialer ist als das von einigen Ärztegruppierungen vorgeschlagene Festzuschuss-System.
Außerdem: mehr oder bessere Medizin würde nicht über steigende Beitragssätze die verfügbaren Einkommen und die Arbeitskosten belasten - vielmehr müssten die Versicherten überlegen, wie sie ihre Konsumausgaben umschichten.
Wie viel Belastung dabei individuell zumutbar ist, muss politisch entschieden werden: wie viel Prozent Arbeitgeber, Arbeitnehmer und alle Bürger als Kindersoli-Zahler abzugeben haben, wäre Sache des Gesetzgebers.
Quelle: Helmut Laschet. Ärzte Zeitung 13.04.2006


+++ Wettbewerb um Qualität - für Ärzte ist das kein Problem +++

KBV und Fachärzte reagieren gelassen auf Koalitionspläne, die Kassen gereizt.
Direktverhandlungen zwischen Fachärzten und Kassen, wie Unionsfraktionschef Volker Kauder das vorgeschlagen hat, sind für Fachärzte-Präsident Dr. Andreas Rüggeberg kein Tabu. Auch KBV-Chef Dr. Andreas Köhler zeigte sich offen für einen Wettbewerb, wenn es um Qualität geht.
"Auch wir wollen Fachärzten mehr Marktmöglichkeiten einräumen und die Qualität fachärztlicher Leistungen sinnvoll präzisieren", sagte GFB-Chef Rüggeberg der "Ärzte Zeitung".
Überwiegend negativ reagieren die Krankenkassen ebenso wie einzelne SPD-Parlamentarier auf die von Kauder skizzierte Finanzreform.
Quelle: Ärzte Zeitung 13.04.2006


+++ Gesundheitsreform: Politik braucht Realitätsbezug +++
Im Gegensatz zur Rentenversicherung, deren Probleme neben der Beschäftigtensituation ausschließlich von der demographischen Entwicklung bestimmt sind, tritt bei der GKV der medizinische Fortschritt hinzu. Die Auswirkungen des medizinischen Fortschritts auf die Ausgaben der GKV werden als wesentlich gravierender angesehen als die demographische Entwicklung. Dies kann nur bedeuten, dass analog zur GRV, in der die Rente abgesenkt wird, der Leistungsumfang in der GKV reduziert werden muss.
Die Frage lautet aber insbesondere, für welche Leistungen in der GKV die begrenzten Mittel eingesetzt werden sollen. Die Realitäten anzuerkennen heißt anzuerkennen, dass im Leistungskatalog der GKV Einschränkungen unvermeidlich sind. Der Leistungskatalog muss neu bestimmt werden.
Die Gesundheitspolitik wird den Leistungskatalog der GKV neu zu bestimmen haben – und sie wird der Bevölkerung verständlich machen müssen, dass hieran kein Weg vorbeiführt. Und wie in der gesetzlichen Rentenversicherung gewinnt auch im Gesundheitswesen die Eigenvorsorge an Bedeutung, denn es ist absehbar, dass in der Gesundheitsversorgung mit der Reduktion des gesetzlichen Leistungskatalogs der Umfang der privat zu finanzierenden Leistungen zunehmen wird.
Quelle: Fritz Beske Deutsches Ärzteblatt 103, Ausgabe 15 vom 14.04.2006, Seite A-981


+++ Manifest: Kampf der Ärzte gegen Staatsmedizin +++

Quelle: Jost Brökelmann 2006. siehe http://www.mao-bao.de/artikel/2006JB_Kampf_Staatsmedizin.htm


                  ++++ Privatversicherer ++++

+++ PKV wirbt bei Ärzten für neue Gebührenordnung +++

Ärzte und private Krankenversicherer (PKV) sollten gemeinsam ein neues Konzept für die Reform der ärztlichen Gebührenordnung suchen. Das fordert Günter Dibbern, Vorstandsvorsitzender des zweitgrößten PKV-Unternehmens, der Deutschen Krankenversicherung (DKV).
Ein zentraler Streitpunkt ist, dass die PKV für den ambulanten Sektor eine den Fallpauschalen für die Kliniken vergleichbare Vergütungsstruktur schaffen will, die Bundesärztekammer das jedoch ablehnt.
Allen Forderungen, die PKV müsse zur Stützung der GKV einen Solidarbeitrag leisten - etwa über eine Einbeziehung in den Risikostrukturausgleich (RSA) -, erteilte Dibbern eine Absage. Die Beteiligung der Privatversicherer am RSA sei weder notwendig noch machbar.
Der hohe Standard in der Gesundheitsversorgung lasse sich nur aufrechterhalten, "wenn die Politik endlich den schrittweisen Einstieg in mehr Kapitaldeckung wagt", betonte Dibbern.
Quelle: Ärzte Zeitung 12.04.2006

# ++++ Rechtliches ++++
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+++ Ärztliche Behandlungspflicht nicht verfassungskonform +++
PVS-Verband veröffentlicht Gutachten
Quelle: Schütze-Brief 2006. s. http://www.arzt-in-europa.de/pages/2006SB_Behandlungspflicht.html

# ++++ Praxismanagement ++++
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+++ Basisfallwert in NRW-Kliniken beträgt 2687 Euro +++
In Nordrhein-Westfalen gilt für die Krankenhausvergütung ein landesweiter Basisfallwert von 2687,23 Euro. Die Krankenkassen des Landes und die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) haben einen entsprechenden Vorschlag der Schiedsstelle Rheinland angenommen.
Der Basisfallwert ist die Grundlage für die Abrechnung stationärer Leistungen im System der diagnosebezogenen Fallpauschalen.
Quelle: Ärzte Zeitung 12.04.2006
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+++ Klinikärzte lassen nicht locker - die Streikaktionen gehen weiter +++
Auch nach vier Wochen sind Deutschlands Ärzte nicht streikmüde. Das stellten sie gestern unter Beweis. In 26 Städten legten Ärzte an Unikliniken und Landeskrankenhäusern die Arbeit nieder und fast 6000 nahmen an der Großkundgebung in Köln teil.
Mit den Aktionen bekräftigten die Ärzte ihre Forderungen nach einem arztspezifischen Tarifvertrag, 30 Prozent mehr Gehalt und geregelteren Arbeitszeiten.
Unterstützt wurden sie vom Präsidenten der Bundesärztekammer Professor Jörg-Dietrich Hoppe. "Es muss Schluss sein mit den unerträglichen und ungesetzlichen Arbeitszeiten. Die Kollegen melden zu Recht ihren Anspruch auf eine angemessene Vergütung an", sagte Hoppe.
Quelle: Ärzte Zeitung 12.04.2006
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+++ Sana-Gruppe geht mit Qualität in die Offensive +++
Die Sana Kliniken wollen sich angesichts des zunehmenden Wettbewerbs am Krankenhausmarkt in diesem Jahr mit einer Qualitätsoffensive profilieren.
Das hat Dr. Reinhard Schwarz, der Vorsitzende der Geschäftsführung, bei der Vorstellung der Geschäftszahlen für 2005 angekündigt.
Als Bestandteile der Qualitätsoffensive nannte er die Zertifizierung sowie breit angelegte Befragungen von Hausärzten und Fachärzten sowie Patienten. "Wenn wir nachweislich beste Qualität vorweisen, honorieren das unsere Kunden."
Quelle: Ärzte Zeitung 13.04.2006
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+++ Noch keine Alternative zum Papier. Wie archiviert man Wissen für die Ewigkeit? +++
Der Datenträger Papier ist allen digitalen Medien in einer Hinsicht weit überlegen: Bücher und andere Papierdokumente können über Jahrhunderte hinweg auf bewahrt werden. Die auf der Festplatte oder anderen elektronischen Datenträgern gespeicherten Informationen aber versinken möglicherweise schon im Zeitraum einer Generation für immer im digitalen Nirvana. Um dies zu verhindern und das wissenschaftlich-kulturelle Erbe zu erhalten, entwickeln Archivare und Bibliothekare Strategien für die Langzeitarchivierung digitaler Daten.
Quelle: Peter Zschunke. General-Anzeiger 18. März 2006

+++ Qualitätsmanagement Arztpraxis: Worauf achten Ihre Patienten? +++
Quelle: K. Gebuhr 2006. s. http://www.mao-bao.de/artikel/2006KG_Qualitaetsmanagement.htm

+++ Vom Werbeverbot zur Werbefreiheit +++
Quelle: Ingo Pflugmacher 2006. s. http://www.mao-bao.de/artikel/2006IP_Werbefreiheit.htm

+++ Die Homepage im Internet ist ein mächtiges Marketinginstrument, das von vielen Kliniken sträflich vernachlässigt wird +++
Die Zielgruppe im Blick
Quelle: Nicklas Geisendorf 2006. s. http://www.mao-bao.de/artikel/2006NG_Homepage.htm

                     ++++ Europa ++++

+++ Iren wehren sich gegen Notaufnahme-Gebühr +++
Irische Patientenverbände laufen Sturm gegen die aktuellen Pläne von Gesundheitsministerin Mary Harney, eine Gebühr von 60 Euro für jede Selbsteinweisung auf die Unfallstation eines staatlichen Krankenhauses zu erheben.
Die Einführung der Gebühr ist von der Regierung in Dublin bereits beschlossen. Die Gesundheitsministerin verteidigte die Maßnahme mit dem Hinweis, dass Patienten auf diese Art und Weise dazu motiviert würden, zunächst ihren Primärarzt aufzusuchen, anstatt gleich in die Klinik zu gehen.
Quelle: Ärzte Zeitung 13.04.2006


+++ Die holländische Reform - kein passgenaues Muster +++
Wichtige Unterschiede bei Ärztehonorar und Privatkassen
Quelle: Florian Staeck 2006. s. http://www.arzt-in-europa.de/pages/2006FS_ReformNL.html


+++ Gesundheitssystem der Schweiz - Vorbild für Deutschland? +++
Pflichtversicherung mit Kopfpauschale - Hohe Kosten, aber auch hohe Qualität und große Zufriedenheit der Bevölkerung
Quelle: Julia Bathelt 2006. s. http://www.arzt-in-europa.de/pages/2006JB_Schweiz.html


+++ Deutsche Ärztin arbeitet ohne Praxis in Belgien +++
Die Mitglieder der belgischen Ärztevereinigung SOS Médecins Brüssel arbeiten weder in einer Praxis oder Klinik, noch in irgendeiner anderen ärztlichen Einrichtung und sind dennoch täglich rund um die Uhr im Einsatz. Denn: Die Allgemeinärzte machen ausschließlich Hausbesuche. Und dafür benötigen sie lediglich ein Auto, eine mit dem Notwendigsten ausgerüstete Arzttasche sowie die Bereitschaft, ständig wechselnde Arbeitszeiten in Kauf zu nehmen.
Quelle: Petra Spielberg, Ärzte-Zeitung 18. März 2006


+++ EU-Kommissar droht Deutschland mit einer Klage +++
Die EU-Kommission wirft der deutschen Regierung Versäumnisse beim Vorgehen gegen Tabakkonsum vor und droht mit rechtlichen Schritten. Deutschland lasse sich viel Zeit, um rauchfreie Zonen zu schaffen, so Markos Kyprianou, Brüsseler Gesundheitskommissar.
Er forderte, das europäische Werbe- und Sponsorenverbot für Tabak in nationales Recht umzusetzen. Deutschland habe die gesetzte Frist Anfang April verstreichen lassen.
Quelle: Ärzte Zeitung 13.04.2006

                     ++++ Allgemeines ++++

+++ Lebenserwartung doppelt so hoch wie vor 135 Jahren +++
Die Lebenserwartung in Deutschland hat sich in den vergangenen 135 Jahren mehr als verdoppelt.
Ein im Jahr 2004 geborener Junge hat einer neuen Modellrechnung des Statistischen Bundesamtes zufolge eine durchschnittliche Lebenserwartung von 81,7 bis 84,9 Jahren. Mädchen dieses Jahrgangs könnten 87,8 bis 90,4 Jahre alt werden. Jungen des Geburtsjahrgangs 1871 wurden statistisch 39,1 Jahre, Mädchen 42,1 Jahre alt.
Von den Jungen des Geburtsjahrgangs 2004 werden etwa 92 Prozent 65 Jahre alt werden. Bei den Mädchen sind es sogar 96 Prozent. Den 85. Geburtstag erleben danach voraussichtlich noch 80 Prozent der Frauen und 62 Prozent der Männer.
Quelle: Ärzte Zeitung 18.04.2006

                     ++++ Termine / Kongresse ++++

+++ BAO-Kongress Berlin +++
Gemeinsam Stärke zeigen in Berlin - BAO
Samstag, den 27.05.2006, Kaisersaal am Potsdamer Platz
http://www.operieren.de/content/e3247/e7791/index_ger.html


+++ XVI. Symposium 2006 für Ambulante Gynäkologische Chirurgie +++
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologische und Geburtshilfliche Endoskopie und des Velener Arbeitskreises Ambulantes Operieren (VAAO)
19. bis 21. Mai 2006 ELYSEE Hotel Hamburg, Rothenbaumchaussee 10, 20148 Hamburg
http://www.vaao.de/ger_symposium.html

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. Jost Brökelmann, Redakteur BAO-MAO-Aktuell
Bundesverband für Ambulantes Operieren - BAO
Managementgesellschaft Ambulantes Operieren – MAO
Sterntorbrücke 1, D-53111 Bonn
Tel.: 0228-692423, Fax: 0228-631715
E-Mail: baobonn@t-online.de oder maobonn@t-online.de
Internet: http://www.operieren.de oder http://www.mao-bao.de

Chirurgen Magazin + BAO Depesche

Heft 93, Ausgabe 3 – August 2019
Wundbehandlung: Erfolgreiche Therapie chronischer Wunden im interdisziplinären Netzwerk
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Bundeskongress Chirurgie 2020

Bundeskongress Chirurgie vom 07. – 08. Februar 2020 im NürnbergConvention Center. Anmeldung, Programm, Seminare/Kurse
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Helmsauer Gruppe

Persönlicher Kontakt, Vertrauen und Stabilität stehen bei uns an erster Stelle, wenn es um die Betreuung unserer Kunden geht...
+ Kompetenz aus jahrzehntelanger Erfahrung + Spezialisierung auf Ihre Bedürfnisse + Mehrwerte über exklusive Rahmenverträge
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autsch!

autsch! Wenn Politik weh tut Politik drängt ambulante OP-Praxen ins Abseits.
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Partner PKG

Die Deutsche Praxisklinikgesellschaft (PKG) e.V. ist ein Zusammenschluss von Operationszentren, Tages- und Praxiskliniken und medizinischen Versorgungszentren, in denen ambulante und praxisklinische Operationen durchgeführt werden.
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Partner AND

Das AND e.V. als Zusammenschluss regionaler Anästhesie-Netze und –Genossenschaften vertritt auf Bundesebene Interessen der freiberuflich tätigen und niedergelassenen Anästhesisten.
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BVASK

Der Berufsverband für Arthroskopie e. V.
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