06.09.05: MAO-BAO-Aktuell 35/05

Kopie des aktuellen Newsletters:

BAO-MAO-Aktuell; Nr. 35/05, vom 6. September 2005 Nachrichten für Ambulante Operateure und Anästhesisten


+++ Ambulante Herzchirurgie im BAO +++
Die Zahl der niedergelassenen Herzchirurgen nimmt zu, auch im BAO. Leiter der Fachgruppe Herzchirurgie (kommissarisch, bis zur nächsten Mitgliederversammlung) ist Dr. Knut Reichert, Bremen (E-Mail: info@herz-gefaess-praxis.de)
Quelle: Dr. Rüggeberg, Präsident des BAO

                  ++++ Gesetzliche Krankenversicherung ++++

+++ Das deutsche Gesundheitssystem ist weit besser als sein Ruf +++
14-Länder-Vergleich: Deutschland schneidet bei Leistungen, Versorgungsdichte und Ausgabenniveau gut ab / Gutachten zu Gesundheitssystemen
Quelle: Ärzte Zeitung vom 1. Sept. 2005
Kurzfassung siehe http://www.arzt-in-europa.de/

+++ Ulla Schmidt will feste Preise für ärztliche Leistung +++
In einer Bürgerversicherung kann sich Gesundheitsministerin Ulla Schmidt auch fixe Preise für ärztliche Leistungen vorstellen, die dann in einer neuen Gebührenordnung festlegt werden.
"Die Leistungen müssen für alle zu gleichen Bedingungen erbracht werden", sagte Schmidt auf einer Podiumsdiskussion des DGB gestern in Berlin. Wie im Krankenhausbereich sollten dann Gebührensätze für Leistungskomplexe gelten, die um Qualitätszuschläge erweitert werden könnten.
Das Konzept der Bürgerversicherung der SPD läuft auf eine Abschaffung der Privaten Krankenversicherung heutiger Ausprägung hinaus. Nach den Vorstellung der Sozialdemokraten, sollen alle Kassen nach gleichen Wettbewerbsregeln arbeiten: ohne Risikoprüfung, mit Kontrahierungszwang, mit gemeinsamem Finanzausgleich.
Quelle: Ärzte Zeitung vom 31.08.2005


+++ Aufhebung der Altersgrenze gegen Ärztemangel? +++
Ursache für die gesetzliche Regelung, wonach ein Arzt mit Vollendung des 68. Lebensjahres automatisch die Zulassung zur vertragsärztlichen Versorgung verliert, sei die Überversorgung gewesen, so Stewens (Sozialministerin CSU d. Red.). Zwischenzeitlich habe sich die Situation geändert.
Nach Stewens Angaben ist die Höchstaltersgrenze auch nicht mit dem EU-Recht vereinbar. Sie verstoße gegen das in einer Richtlinie normierte Verbot der Altersdiskriminierung.
Danach sei der nationale Gesetzgeber verpflichtet, die Höchstaltersgrenze spätestens bis Ende 2006 zu beseitigen. Geschieht dies nicht, könnten die dann vom altersbedingten Entzug der vertragsärztlichen Zulassung betroffenen Ärzte sogar Schadensersatzansprüche gegen den Staat geltend machen, teilte Stewens mit.
Quelle: Ärzte Zeitung vom 1.09.2005


+++ Diskussionspapier ambulanter Operateure und Anästhesisten zur aktuellen Situation für das ambulante Operieren in Sachsen +++
Uns allen ist die desolate Finanzsituation des Gesundheitswesens und deren Auswirkung auf die ärztliche Versorgung bekannt.
Zusammenfassung:
1. Mit den noch immer nicht abgeschlossenen Verträgen missachten die Verhandlungsparteien die Arbeit der ambulanten Operateure und Anästhesisten. Die nächsten Verträge müssen vor Inkrafttreten abgeschlossen sein, um Situationen wie derzeit auszuschließen.
2. Seitens der KVS und der Kassen sind Instrumente zu schaffen, die unnötige Krankenhauseinweisungen verhindern. Dies könnte über Bonussysteme für Überweiser und/oder Patienten erfolgen. Eine andere Möglichkeit wäre die Einholung einer zweiten Meinung durch einen niedergelassenen Operateur/Anästhesisten. Krankenhausärzte wären unter dem jetzigen Honorierungssystem in einem Interessenkonflikt. Alleinige Informationen an die einweisenden Ärzte halten wir für nicht ausreichend.
3. Sofort im Anschluss an die noch laufenden Vertragsverhandlungen muss mit der Arbeit zur Einführung eines pauschalierten Entgeltsystems für ambulante Operationen und Narkosen begonnen werden. Die Honorierung der Leistungen sollte dabei unter dem Gesichtspunkt der Förderung erfolgen. Die Angleichung der Vergütungssätze bei OPs Kat. 2 von stationär und ambulant birgt ein enormes Potential für innovative Strukturen und die Verzahnung ambulanter und stationärer Bereiche.
4. Bei zukünftigen Vertragsverhandlungen muss neben der adäquaten Bezahlung ärztlicher Leistung, die auch Investitionen in Personal und Technik ermöglicht, die Fragen der Qualitätssicherung und Ausstattung in den Mittelpunkt rücken. Nur über die Festsetzung von Qualitätsstandards und Mindestmengen an OPs kann das derzeit anerkannt hohe Niveau ambulanter Operationen und Narkosen gesichert werden. Andererseits ist eine entsprechende Vergütung Voraussetzung dafür.
Wir fordern von den Krankenkassen, der KVS und den Regierungsvertretern endlich konkrete und effektive Maßnahmen zur Förderung des ambulanten Operierens.
Quelle: GP Walther/Lenart/Tschö, Dresden, 24.08.2005



+++ 50 Jahre Kassenarztrecht +++
Das Ergebnis bestimmte über Jahrzehnte hinweg die Strukturen der ambulanten medizinischen Versorgung, 2005, Thomas Gerst
siehe http://www.mao-bao.de/

                    ++++ Rechtliches ++++

+++ Bundesverfassungsgericht: Risikostrukturausgleich ist mit dem Grundgesetz vereinbar +++
Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat die Normenkontrollanträge verschiedener Bundesländer gegen den Risikostrukturausgleich (RSA) – und hier insbesondere gegen den West-Ost-Finanztransfer – abgelehnt.
Nach Meinung der Verfassungsrichter ist der RSA verfassungsgemäß. Er verwirkliche, so heißt es in der Begründung, den sozialen Ausgleich in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im Einklang mit dem allgemeinen Gleichheitssatz kassenübergreifend und bundesweit.
Quelle: Schütze-Brief Gesundheitspolitischer Info-Dienst 01. September 2005, Nr. 69/2005, 5

                    ++++ Praxismanagement ++++

+++ KV Nordrhein plant Liste mit Praxen, die barrierefrei sind +++
Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNo) sammelt bei ihren Mitgliedern Informationen darüber, ob ihre Praxen behindertengerecht gestaltet sind.
Die Angaben will die KVNo über Online-Arztverzeichnis und den Patienteninformationsdienst Patienten und Behindertenverbände zugänglich machen.
Quelle: Ärzte Zeitung vom 2./3. September 2005


+++ Kooperationen in Teilgemeinschaften – Chance für Hausärzte +++
Teilgemeinschaftspraxen sind mit der Musterberufsordnung möglich geworden, die der Ärztetag 2004 beschlossen hat. Bei dieser Kooperationsform arbeiten mehrere Niedergelassene in einer standortübergreifenden so genannten Berufsausübungsgemeinschaft zusammen, die die Rechtsform einer Partnergesellschaft hat. Jeder der Beteiligten behält seinen eigenständigen Praxissitz, es gibt nur ein gemeinsames gesellschaftsrechtliches Dach, unter dem die Ärzte Teilleistungen anbieten.
Diese Kooperationsform bietet aus Sicht des Ärztebundes Medi für Hausärzte eine Chance.
Medi hat einen Mustervertrag für seine Mitglieder entwickelt und will ab Oktober mit Hilfe von Schulungen das Modell bekannt machen. "Das Konzept macht sich für alle Fachgruppen bezahlt", meint Baumgärtner. Präventions- und IGeL-Angebote böten sich für diese Kooperationsform besonders an.
Quelle: Ärzte Zeitung vom 2./3. September 2005


+++ Der Patient als verständiger Verbraucher – eine neues Leitbild erleichtert Ärzten die Werbung +++
So steht es in der Berufsordnung:
Sachliche Information ist gestattet
Musterberufsordnung, Paragraph 27, erlaubte Information und berufswidrige Werbung:
(1) Zweck der nachstehenden Vorschriften der Berufsordnung ist die Gewährleistung des Patientenschutzes durch sachgerechte und angemessene Information und Vermeidung einer dem Selbstverständnis der Ärztin oder des Arztes zuwiderlaufenden Kommerzialisierung des Arztberufes.
(2) Auf dieser Grundlage sind Ärztinnen und Ärzte sachliche berufsbezogene Informationen gestattet.
(3) Berufswidrige Werbung ist Ärztinnen und Ärzten untersagt. Berufswidrig ist insbesondere eine anpreisende, irreführende oder vergleichende Werbung. Ärztinnen und Ärzte dürfen eine solche Werbung durch andere weder veranlassen noch dulden.
Werbeverbote aufgrund anderer gesetzlicher Bestimmungen bleiben unberührt (…)
Quelle: http://www.baek.de, Ärzte Zeitung vom 2./3. September 2005


+++ Schattenseiten der Medizin +++
Eine kritische Beleuchtung des SPIEGELs
Systematisch werden Rücken-, Herz- oder Kniepatienten nutzlosen Verfahren ausgesetzt. Viele Therapieversuche beruhen auf Trugschlüssen oder finanziellen Interessen. Deutlich wird dies, wenn Ärzte zu Patienten werden. Sie lassen sich seltener behandeln als der Rest der Bevölkerung.
Wer verspürt nicht zuweilen ein Zwicken und Stechen im Knie? Die verschleißbedingte Kniearthrose ist ein Volksleiden, hunderttausende Bundesbürger werden deswegen jedes Jahr operiert.
Niemand bestreitet den Nutzen der Medizin; niemand verkennt ihre großartigen Fortschritte, beispielsweise in der Transplantations- oder der Unfallchirurgie.
Gerade wenn es nicht um Leben und Tod geht, sind Diagnosen, Arzneimittelgaben und chirurgische Eingriffe vielfach gar keine medizinischen Notwendigkeiten. Sie beruhen vielmehr auf Irrtümern, Trugschlüssen – und finanziellen Interessen.
Ein Rollenwechsel vom Heiler zum Händler lässt sich gegenwärtig deutlich am Geschäft mit den so genannten individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) ablesen. Das sind in aller Regel völlig überflüssige Prozeduren, die man beim Arzt aus eigener Tasche bezahlen soll.
Etliche Studien, darunter eine der amerikanischen Behörde für Technikbewertung, haben erkannt: Nur etwa 20 Prozent der gebräuchlichen Heilmittel besitzen eine abgesicherte Wirkung.
Gerade die Chirurgie ist ein Einfallstor für sinnlose Verfahren. Das Schneiden und Sägen an Fleisch und Knochen sei wissenschaftlich schlecht begründet, berichteten Mitarbeiter des Studienzentrums der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie in Heidelberg: "Derzeit sind für weniger als 15 Prozente aller Fragen in der Chirurgie Studien verfügbar.
Ob ein Mensch operiert wird, hängt wesentlich davon ab, wo er wohnt.
Für das Gros der Rückenkranken ist die beste Therapie womöglich denkbar einfach: gar nichts tun.
Eine Umfrage unter 220 Neurochirurgen und Orthopäden, die in England zu einem Wirbelsäulen-Kongress zusammengekommen waren, ergab: Keiner der Ärzte im Saal hatte sich wegen Rückenschmerzen je operieren lassen.
Die Heidelberger Ärzte rufen ihre niedergelassenen Kollegen auf, den Leitsatz des großen Chirurgen Theodor Billroth zu beherzigen: Operiere nur das, was du selbst an dir machen lassen würdest.
Das Ergebnis: Mit Ausnahme der Blinddarmentnahme waren Menschen der Gesamtbevölkerung durchweg häufiger unters Messer geraten als die Ärzte und deren Familienmitglieder. Bei Mandelentfernungen sind es für den normalen Bürger 46 Prozent mehr Operationen, bei Leistenbrüchen 53 Prozent mehr Eingriffe und bei Gallenblasenentfernungen sogar 84 Prozent mehr Operationen. Alles in allem lag die Häufigkeit der Eingriffe bei medizinischen Laien durchschnittlich um 33 Prozent höher. Das lässt vermuten: Ein Drittel dieser so geflissentlich ausgeführten Operationen sind reiner Überfluss.
In Deutschland, befürchtet der Allgemeine Patienten-Verband in Marburg, werden jedes Jahr etwa 1000.000 Menschen falsch behandelt, 25.000 von ihnen sterben demnach einen iatrogenen ("durch den Arzt verursachten") Tod. Der geringere Teil geht zurück auf Kunstfehler, der größere Teil passiert als Konsequenz überflüssiger und ungerechtfertigter Prozeduren.
Quelle: Der Spiegel 35/2005, 132-143


+++ Qualitätsmanagement-System QEP ist im Norden ein echter Renner +++
Weiterbildungsangebote der KV sind in Schleswig-Holstein für dieses Jahr ausgebucht
Quelle: Ärzte Zeitung vom 31.08.2005

          ++++ Europa ++++

+++ Rich countries everywhere are struggling to finance health care 2005 +++
THE NHS Aug 18th 2005
see http://www.arzt-in-europa.de/

                  ++++ Allgemeines ++++

+++ Charité droht Insolvenz +++
Wie die Tageszeitung „Die Welt“ berichtet, droht der Uniklinik Charité in zwei Jahren die Zahlungsunfähigkeit. Nach neuesten Prognosen wird bis zum Jahre 2010 ein Defizit von 266 Millionen Euro erwartet. „Das Riesendefizit des landeseigenen Betriebs ist auch ein Risiko für den Senat und die Berliner“.
„Um das Finanzdebakel abzuwenden, will das Klinik-Management vor allem beim Personal sparen. 130 Millionen Euro sollen dort gekürzt werden. 2.450 Vollstellen sollen wegfallen, darunter 410 Ärzteposten, 464 Pflegestellen, 625 Stellen aus dem medizinisch-technischen Dienst und 503 Verwaltungsjobs.“ Auch bei den Immobilien soll abgespeckt werden. „Fast ein Drittel von 635 000 Quadratmetern Nutzfläche soll abgestoßen werden. Um die Finanzlage der Uniklinik zu verbessern, sind auch Partnerschaften vorgesehen. Am Steglitzer Campus Benjamin Franklin ist eine Kooperation mit dem privaten Klinikbetreiber Helios Kliniken GmbH geplant.“ Zudem ist eine Privatisierung des gesamten Bereichs Facility Management vorgesehen.
Quelle: Klinik@news Ausgabe Nr. 44 vom 1.09.2005


+++ "Wir sind alt, müde und satt" +++
Der Sozialwissenschaftler Meinhard Miegel, 66, über den wirklichkeitsfremden Wahlkampf der Parteien, den drohenden ökonomischen Abstieg des Westens und die Würde von Schuhputzern
Miegel: Was derzeit in vielen frühindustrialisierten Ländern zu beobachten ist, ist keineswegs nur eine vorübergehende Flaute, sondern der Beginn einer neuen Epoche. Wir befinden uns auf dem Scheitelpunkt einer Entwicklung, die vor ungefähr 500 Jahren in Europa begonnen hat. Sie nahm ihren Anfang mit der Entdeckung Amerikas, wurde beschleunigt durch die Reformation und den frühen Kapitalismus, setzte sich fort in einer zunehmend effizienten Manufakturenwirtschaft und mündete in der Industrialisierung. Aufgrund dieser Entwicklung können heute die Menschen im Westen pro Kopf im Durchschnitt das 17fache dessen verbrauchen, was der übrigen Menschheit zur Verfügung steht. Ein solcher Vorsprung ist auf Dauer nicht zu halten. Das Hauptfeld wird uns wieder einfangen.
Schon jetzt ist die Hälfte der Bevölkerung älter als 43 Jahre. Bei den Völkern, die gegen uns antreten, liegt dieses Alter bei unter 30 Jahren. In nicht sehr ferner Zukunft wird fast jeder zweite Erwachsene in Deutschland das 60. Lebensjahr überschritten haben. Viele Menschen sind extrem sicherheitsorientiert, anspruchsvoll und verweichlicht. Sie haben altengemäße Interessen und Bedürfnisse. Eine solche Gesellschaft hält keine Vorsprünge vor dem Rest der Welt.
Auch viele Heranwachsende und jüngere Menschen haben weder die Qualifikation noch Motivation, anderen Völkern wirtschaftlich turmhoch überlegen zu sein. Sie sind verspielt und möchten, bitte schön, bis zum 35. Lebensjahr Kind bleiben können.
Spiegel: Gerade die 30-Jährigen unterscheiden sich von der 68er-Gerneration. Sie sind strebsam, ehrgeizig, leistungsorientiert.
Miegel: Ich stimme Ihnen uneingeschränkt zu. Solche jungen Menschen gibt es in großer Zahl. Die Frage ist nur, wie hoch der Anteil derer ist, die sich nicht so verhalten. Nach allem, was wir wissen, ist er bedenklich hoch. Das heißt, die Strebsamen müssen künftig nicht nur immer mehr alte Menschen schultern, sondern zugleich auch noch viele junge, die nicht mithalten können oder wollen.
Seit 25 Jahren haben wir keine wirklichen Wohlstandssteigerungen mehr.
Die Wachstumsraten, die China heute aufweist, sind nicht von Dauer. Aber die gesellschaftlichen Probleme dieser Länder sind die Probleme Pubertierender. Es sind Halbstarke im eigentlichen umfassenden Sinn dieses Wortes. Wir hingegen sind alt, satt und müde. Ich war häufig in so genannten Entwicklungsländern und dort an Universitäten. Der Biss den viele dort haben, der unbedingte Wille, nach oben zu kommen, die Fähigkeit, Nackenschläge wegzustecken – das alles findet sich in den westlichen Gesellschaften nur noch selten. Die wollen das Erreichte bewahren und genießen.
Spiegel: Was lernen wir daraus?
Miegel: Nicht zuletzt, dass wir Einkommenseinbußen erleiden werden, die es solidarisch zu verteilen gilt. Bisher wurden solche Einbußen auf eine Minderheit abgewälzt. Ihre Erwerbseinkommen sanken auf null. Die anderen blieben von dieser Entwicklung weitgehend unberührt.
Amerikaner und Briten verhalten sich anders. Sie lassen es zu, dass die Erwerbseinkommen großer Teile der Bevölkerung auf ein Niveau absinken, das wir in Deutschland nicht mehr als angemessen betrachten.
Spiegel: Wie lassen sich denn in einer freien Gesellschaft Lohnsenkungen für alle organisieren?
Miegel: In Großbritannien und den USA werden sie möglichst breit gestreut.
Wir sind uns an allen Ecken und Kanten selbst zu teuer. Als Dienstleister, Handwerker oder was auch immer. Eine solche Volkswirtschaft kann nicht funktionieren. Die Bedingungen, unter denen wir wirtschaften, sind beinahe paranoid.
Quelle: Der Spiegel 35/2005, 64-66


+++ Ich rate Ärzten in solch einem Fall: in dubio pro vita! +++
Kürzlich ist in Landau eine Zeugin Jehovas verblutet, weil sie eine Bluttransfusion verweigert hatte. Die behandelnden Ärzte blieben untätig, weil sie sich sonst der vorsätzlichen Körperverletzung schuldig gemacht hätten (ÄZ 150, 26./27. August). Der Münchener Richter a. D. Professor Gerhard Schlund rät Ärzten, notfalls stets für das Leben zu entscheiden.
Quelle: Prof. Gerhard H. Schlund, Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht a. D., München. Ärzte Zeitung vom 2./3. September 2005


+++ Medi-Messlatte zur Bundestagswahl +++
Siehe: http://www.mediberlin.de/pdf/medi_flyer_wahl2005_innen.pdf


+++ Hartmannbund-Prüfsteine zur Wahl +++
Siehe: http://194.172.36.141/wahl/2005-08Wahlpruefsteine.pdf


Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. Jost Brökelmann
Bundesverband für Ambulantes Operieren - BAO
Managementgesellschaft Ambulantes Operieren – MAO
Sterntorbrücke 1, D-53111 Bonn
Tel.: 0228-692423
Fax: 0228-631715
E-Mail: baobonn@t-online.de oder maobonn@t-online.de
Internet: http://www.operieren.de oder http://www.mao-bao.de

Chirurgen Magazin + BAO Depesche

Heft 104 | Ausgabe 2 – Mai 2022
Dermatochirurgie: Deutlich facettenreicher als nur ‚Muttermale spindeln‘…
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Partner PKG

Die Deutsche Praxisklinikgesellschaft (PKG) e.V. ist ein Zusammenschluss von Operationszentren, Tages- und Praxiskliniken und medizinischen Versorgungszentren, in denen ambulante und praxisklinische Operationen durchgeführt werden.
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Partner AND

Das AND e.V. als Zusammenschluss regionaler Anästhesie-Netze und –Genossenschaften vertritt auf Bundesebene Interessen der freiberuflich tätigen und niedergelassenen Anästhesisten.
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Partner DGH

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie
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BVASK

Der Berufsverband für Arthroskopie e. V.
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