Von 15:00 bis 17:00 Uhr: Sepsis-Stiftung zeigt im öffentlichen YouTube-Livestream, wie Bevölkerung und Gesundheitsberufe In- fektionen vorbeugen, Warnzeichen erkennen und Teil der Rettungs- kette werden können
Berlin, 7. September 2026

Am Sonntag, 13. September 2026, lädt die Sepsis-Stiftung von 15:00 bis 17:00 Uhr anlässlich des World Sepsis Day zur öffentlichen On- line-Gesundheitssprechstunde „Was alle über Sepsis wissen sollten – vorbeugen, Warnzeichen erkennen, richtig handeln“ ein.
Die Teilnahme am YouTube-Livestream ist ohne Anmeldung mög- lich. Fragen können vorab und während der Veranstaltung gestellt werden.
Jeder kann zur Prävention beitragen – jeder kann Teil der Rettungskette sein
Die Veranstaltung richtet sich an Menschen aus der Zivilgesellschaft, von Sepsis und Infektionskrankheiten Betroffene, Angehörige, Lehr- kräfte und Beschäftigte in Kindertageseinrichtungen ebenso wie an Ärztinnen und Ärzte, professionell Pflegende und Mitarbeitende der ambulanten und stationären Versorgung sowie des Rettungsdiens- tes.
Sie alle können dazu beitragen, Infektionen und damit auch Sepsis zu vermeiden. Und sie alle sind Teil der Rettungskette, wenn es da- rum geht, eine Verschlechterung früh wahrzunehmen, Sepsiszeichen zu erkennen und unverzüglich eine Notfallbehandlung
einzuleiten.
Sepsiskompetenz beginnt mit Infektionskompetenz
Empfohlene Impfungen, Hygiene, sachgerechte Wundversorgung und die frühzeitige angemessene Behandlung von Infektionen kön- nen das Risiko einer Sepsis vermindern. In der Gesundheitssprech- stunde erläutern medizinische Fachleute sowie Betroffene und Angehörige, wer besonders gefährdet ist, worauf im Alltag geachtet werden sollte und welche körperlichen, geistigen und psychischen Folgen nach einer Sepsis auftreten können.
Sepsis-Warnzeichen erkennen – bei Warnzeichen 112
Plötzliches schweres Krankheitsgefühl, Verwirrtheit oder Wesensver- änderung, schnelle Atmung, Kreislaufprobleme und ungewöhnlich starke Schmerzen können Warnzeichen sein. Weitere Informationen: https://sepsis-stiftung.de/koennte-es-sepsis-sein. Bei SepsisWarnzei- chen: 112 – wie bei Herzstillstand, Schlaganfall oder Herzinfarkt. Auch Sepsis ist ein dringlicher Notfall.
Betroffene und Angehörige müssen gehört werden
Angehörige erkennen eine akute Verschlechterung häufig früh. Ihre Be- obachtungen können für die Rettungskette entscheidend sein und müssen ernst genommen werden. Die Initiatorin der Sepsis-Vorreiter- region Jülich stellt in der Gesundheitssprechstunde JANNs Regel vor. Sie fordert mit Unterstützung der Sepsis-Stiftung, dass Betroffene und Angehörige bei Sorge um eine akute Verschlechterung im Kranken- haus eine unabhängige ärztliche Zweitmeinung einfordern können.
Warum mehr Sepsiswissen dringend nötig ist
Bereits vor der Pandemie war in Deutschland jährlich von etwa 140.000 sepsisbedingten Todesfällen auszugehen. Internationale Un- terschiede zeigen erhebliches Verbesserungspotenzial. Bei Neugebo- renen lag die sepsisbezogene Sterblichkeit 2021 in Deutschland mit 380 Todesfällen je 100.000 um rund 53 Prozent über dem norwegi- schen Wert von 248. Die Sepsis-Stiftung will durch bessere Prävention, Früherkennung und Versorgung dazu beitragen, jährlich mindestens 10.000 sepsisbedingte Todesfälle zu verhindern.
Teilnahme, Programm und Fragen
Der öffentliche YouTube-Livestream ist ohne vorherige Anmeldung er- reichbar:
https://youtube.com/live/66ZgzQGwW-Y. Fragen können während der Veranstaltung über die Chatfunktion gestellt oder bereits im Vorfeld an presse@sepsis-stiftung.de gesendet werden. Eine individuelle medizi- nische Beratung oder Diagnosestellung ist im Rahmen der öffentlichen Veranstaltung nicht möglich.
Programm, „Sepsis-Dossier Deutschland 2026“ und weitere Informati- onsmaterialien stehen unter https://weltsepsistag2026.de zum Herunterladen bereit.
Die Veranstaltung wird von der Global Sepsis Alliance (GSA) und der European Sepsis Alliance (ESA) ideell unterstützt.
Pressekontakt
Iljana Schmitz | Sepsis-Stiftung | E-Mail: presse@sepsis-stiftung.de | Telefon: +49162 8755 451