Berlin, 2. April 2026 – Vor dem Hintergrund aktueller Sparvorschläge der Finanzkommission Gesundheit warnt der Spitzenverband Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) eindringlich vor einer zusätzlichen finanziellen Belastung der fachärztlichen Versorgung.
Die niedergelassenen Fachärztinnen und Fachärzte leisten seit Jahren einen erheblichen, strukturell verankerten Beitrag zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Allein durch die fortgesetzte Budgetierung werden jährlich rund 2,3 Milliarden Euro eingespart. Hinzu kommen Einsparungen von etwa 400 Millionen Euro pro Jahr infolge der Streichung der Neupatientenregelung im Rahmen des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) im Jahr 2023.
Damit beträgt der jährliche Sparbeitrag der fachärztlichen Versorgung insgesamt 2,7 Milliarden Euro.
„Wenn die Politik fordert, dass alle Beteiligten im Gesundheitswesen ihren Beitrag zur Konsolidierung der GKV leisten und die Lasten fair verteilt werden sollen, dann muss dieser bereits erbrachte Sparbeitrag der Fachärztinnen und Fachärzte zwingend berücksichtigt werden“, erklärt Dr. med. Dirk Heinrich, Vorstandsvorsitzender des SpiFa. „Die Fachärzteschaft erbringt seit Jahren einen überproportionalen Beitrag zur finanziellen Stabilisierung des Systems und das unter Bedingungen fortgesetzter Budgetierung, während andere Versorgungsbereiche entbudgetiert wurden. Damit ist der geforderte Sparbeitrag für die kommenden Jahre faktisch bereits geleistet.“
Vor diesem Hintergrund fordert der SpiFa, niedergelassene Fachärztinnen und Fachärzte von weiteren Sparmaßnahmen – insbesondere ab dem Jahr 2027 – auszunehmen.
„Wer ernsthaft von einer gleichmäßigen Lastenverteilung spricht, kann die Fachärzteschaft nicht erneut zur Kasse bitten. Der Beitrag von jährlich 2,7 Milliarden Euro muss vollständig angerechnet werden. Für zusätzliche Sparrunden bei den Fachärzten fehlt jede sachliche Grundlage“, erklärt Dr. Heinrich abschließend.
Der SpiFa betont, dass weitere finanzielle Einschnitte die ambulante fachärztliche Versorgung gefährden und langfristig zu Versorgungsengpässen führen können.
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