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Kosmetische Operationen HNO

Hier finden Sie:

Als Spezialisten für Hals, Nase und Ohren beschäftigen sich HNO-Ärzte nicht nur mit Krankheiten dieser Körperregionen. Auch bei einer höckerigen Nase, abstehenden Ohren oder einem Doppelkinn können Sie beim HNO-Arzt durchaus in den richtigen Händen sein.
Gerade die Nase als Mittelpunkt des Gesichtes prägt unser Erscheinungsbild stark mit und ist häufig Anlass zur Unzufriedenheit. Die Korrektur der Nasenform (Rhinoplastik) ist daher die am häufigsten gewünschte plastische Operation.
Form und Funktion bilden bei der Nase eine enge Einheit. Daher muss oft nicht nur das äußere Erscheinungsbild der Nase, sondern auch das „Innenleben“ der Nase wie eine verkrümmte Nasenscheidewand mitbehandelt werden, damit die Nase hinterher auch ihre eigentliche Funktion bei Atmung und Geruchswahrnehmung wahrnehmen kann.

Gerade Nasenkorrekturen können daher technisch sehr anspruchsvoll sein und fordern vom Operateur viel Erfahrung. In den meisten Fällen ist aber genau wie beim Anlegen von abstehenden Ohren ein ambulanter Eingriff möglich.

Was geschieht bei diesem Eingriff?

Eine Nase lässt sich nie nach Schema F korrigieren oder wie in einem Katalog als „Wunschnase“ bestellen. Es handelt sich jedes Mal um einen sehr individuellen Eingriff, wobei der Arzt die Möglichkeiten und Grenzen vorher genau mit Ihnen besprechen wird.
Falls dies möglich ist, wird der Zugang vom Inneren der Nase aus gewählt, so dass später keine Narben zu sehen sind. Die Haut wird von Knochen und Knorpel gelöst, um diese dann in die gewünschte Form zu bringen. Dies kann z.B. durch Abtragen eines Höckers oder durch Umformung der Nasenspitze geschehen. Bei einer Sattelnase können kleine Einsenkungen am Nasenrücken durch Einsetzen von Knorpelstücken ausgeglichen werden. Manchmal ist jedoch ein komplizierter Aufbau eines ganz neuen Stützgerüstes für die innere und äußere Nase erforderlich. Zur Begradigung einer schiefen Nase müssen die knöchernen Nasenanteile und die innere Nasenscheidewand gelöst und in die neue Position gebracht werden, danach wird die Nase zwei Wochen geschient. Weitere Möglichkeiten sind die Verschmälerung einer zu breiten Nase, die Nasenscheidewandkorrektur (Septumplastik), die Verkleinerung der Nasenmuscheln, die Verkleinerung einer zu großen Nase und die technisch besonders schwierige Vergrößerung einer zu klein geratenen Nase. Häufig werden die verschiedenen Eingriffe auch kombiniert, um ein optimales Ergebnis zu erhalten.
Bei allen Eingriffen muss auch der Hauttyp beachtet werden. Sehr dicke Haut kann z.B. nach dem Eingriff nicht so gut schrumpfen, wodurch das Ergebnis beeinträchtigt werden kann. Nach dem Eingriff wird die Nase mit einer Art Schaumgummi gefüllt („tamponiert“) und ein Verband und ggf. auch eine Schienung angebracht.

Ein etwas kleinerer Eingriff ist das Anlegen von abstehenden Ohren (sogenannten „Segelohren“). Hierzu wird meist ein Hautschnitt an der Rückseite der Ohren gemacht und der Knorpel durch Schnitte und Nähte in die gewünschte Form und Stellung gebracht. Ein Stärkeverband schützt die Ohren für eine Woche. Anschließend muß nachts und bei bestimmten Sportarten ein Stirnband getragen werden, um Verletzungen oder "Umklappen" des Ohres vorzubeugen.

Wann rät Ihnen der Arzt zu diesem Eingriff?

Ob Sie mit Ihrer Nasenform zufrieden sind oder eine Änderung wünschen, ist natürlich allein Ihre Entscheidung. Der Arzt kann hier nur als Berater fungieren und Ihnen die Möglichkeiten und Grenzen aufzeigen. Wenn die Nasenatmung - z.B. durch eine starke Verkrümmung der Nasenscheidewand - behindert ist, empfiehlt sich eine Korrektur möglicherweise auch aus medizinischen Gründen.
Das gleiche gilt im Prinzip für das Anlegen der Ohren. Von abstehenden Ohren spricht man, wenn der Winkel zum Kopf mehr als 30° beträgt. Bei Kindern kann das Anlegen auffälliger Segelohren vor Eintritt in die Schule empfehlenswert sein, um dem Kind die oft sehr verletzenden Hänseleien zu ersparen.

Welche Betäubungsmethode wird in der Regel angewandt?

Eine Nasenkorrektur wird entweder in Vollnarkose oder in örtlicher Betäubung und gleichzeitigem Dämmerschlaf durch eine Beruhigungsspritze vorgenommen. Die Ohren werden meist in örtlicher Betäubung angelegt, bei kleinen Kindern auch in Vollnarkose.

Wie lange dauert der Eingriff durchschnittlich?

Eine Nasenkorrektur dauert in der Regel ein bis zwei Stunden, bei sehr aufwendigen Eingriffen auch länger. Für die Ohrkorrektur braucht der Arzt etwa eine Stunde, abhängig von der erforderlichen Operationstechnik und dem Ausmaß der notwendigen Korrektur.,

Wer ist eventuell nicht für diesen Eingriff geeignet?

Bei Kindern sollte man mit dem Anlegen der Ohren etwa bis zum fünften Lebensjahr abwarten, da vorher die Ohrform noch nicht komplett ausgebildet sind. Der Narkosearzt wird vorher die Narkosefähigkeit prüfen. Wäre eine Vollnarkose mit einem zu großen Risiko verbunden, muss eventuell noch auf den Eingriff verzichtet oder auf eine örtliche Betäubung ausgewichen werden.
Nasenkorrekturen empfehlen sich bei Jugendlichen erst am Ende der pubertären Wachstumsphase.
Vor dem eigentlichen Eingriff steht immer ein ausführliches Beratungsgespräch, bei dem der Arzt eventuell auch übertriebene und unrealistische Erwartungen etwas dämpft. Bei Personen, die sich von einem plastischen Eingriff eine positive Änderung ihres gesamten Lebens erhoffen, ist unter Umständen etwas Zurückhaltung geboten, da die Enttäuschung hier oft vorprogrammiert ist.
Ist bei Ihnen eine überschießende Narbenbildung oder Störungen der Wundheilung bekannt, sollte von plastischen Operationen abgesehen werden.
Da es sich in der Regel um reine „Schönheitsoperationen“ handelt, sollten Sie zum Zeitpunkt des Eingriffs vollkommen gesund sein, ansonsten muss die Operation verschoben werden.

Wie ist das Risiko einzuschätzen?

In der Hand des erfahrenen Facharztes sind die Korrektur der Nasenform und das Anlegen der Ohren relativ risikoarme Eingriffe.
Trotzdem lassen sich Komplikationen wie bei jedem operativen Eingriff nicht völlig ausschließen. Über sehr seltene Komplikationen wie Hämatombildungen, Wund- und Knorpelinfektionen wird der Arzt Sie vor der Operation umfassend aufklären.

Die ersten zwei Tage nach einer Nasenkorrektur können dumpfe Kopfschmerzen auftreten, die sich meist mit einfachen Schmerzmitteln behandeln lassen. Geringe Blutungen aus der Nase sind an den ersten Tagen nach der Operation normal, genauso wie Blutergüsse im Bereich von Nase und Gesicht.

Niemand kann Ihnen garantieren, dass die Nase nach der Operation wirklich die gewünschte Form hat. Das Ergebnis hängt nicht nur von der Operationstechnik, sondern auch von nicht beeinflussbaren Faktoren wie Schwellungsverhalten, Hautschrumpfung und Narbenbildung ab. So führt z.B. manchmal führt ein vermehrter Narbenzug zum Absinken der Nasenspitze mit einem ungünstigen Nasenprofil. Je nach Schwierigkeit der Operation werden bei 10 bis 30% der Patienten Nachkorrekturen nötig.

Was müssen Sie vor dem Eingriff beachten?

Nehmen Sie wegen anderer Erkrankungen regelmäßig Medikamente ein, sollten Sie den Arzt bzw. Anästhesisten rechtzeitig vorher darüber informieren, da einige Medikamente wie z.B. blutverdünnende Substanzen etwa zwei Wochen vor dem Eingriff abgesetzt werden sollten.
Nikotin- und Alkoholkonsum sollten Sie schon vor dem Eingriff auf ein Minimum reduzieren, damit Sie zum Zeitpunkt der Operation in bester gesundheitlicher Verfassung sind.
In Absprache mit dem Narkosearzt sollten Sie vor dem Eingriff nüchtern bleiben, d.h. nichts essen oder trinken, nicht rauchen und auch keinen Kaugummi kauen.

Was geschieht nach dem Eingriff und was ist zu beachten?

Auch bei der ambulanten Durchführung plastischer Operationen bleiben Sie nach dem Eingriff noch für einige Zeit unter Beobachtung – so lange bis Sie sich fitt für den Heimweg fühlen. Sie sollten am Tag des Eingriffs nicht selbst Auto fahren und sollten sich auch nicht alleine mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg machen. Lassen Sie sich von Angehörigen oder Freunden abholen oder nehmen Sie ein Taxi nach Hause. Nach einer Vollnarkose sollten die Patienten 24 Stunden nicht alleine zu Hause sein. Der Operateur sollte für Sie 24 Stunden erreichbar sein.

Nach einer Nasenkorrektur sollten Sie es einige Tage ruhig angehen lassen und vielleicht die ersten Tage mit aufgerichtetem Oberkörper im Bett verbringen. Wahrscheinlich gibt Ihnen der Arzt Medikamente gegen Schmerzen und Schwellungen mit, die Sie nach Vorschrift einnehmen sollten. Eventuell entstehende Schwellungen sind häufig am 2. – 3. postoperativen Tag am größten, und nehmen danach kontinuierlich ab.
Die Nasentamponade wird meist wenige Tage nach der Operation entfernt, Schienen und Hautnähte nach etwa 10 bis 14 Tage. Auch dann ist der Heilungsprozess aber noch nicht abgeschlossen. Bis das endgültige Resultat beurteilt werden kann, dauert es unter Umständen mehrere Monate.

Die operierte Nase ist in der ersten Zeit noch sehr empfindlich. Aus diesem Grund sollten Sie für 6-8 Wochen möglichst keine Brille tragen, und für 2-3 Monate auf Sport und starke körperliche Anstrengungen verzichten. Vermieden werden muss auch jedes Reiben und Anstoßen der Nase sowie Sauna- und Dampfbadbesuche und eine direkte Sonnenbestrahlung.

Nach dem Anlegen abstehender Ohren müssen Sie (oder Ihr Kind) nach Entfernung der Nähte noch ein Stirnband tragen, um das Operationsergebnis zu sichern. Um einer Knorpelinfektion vorzubeugen, verschreibt der Arzt eventuell Antibiotika, die Sie nach Vorschrift einnehmen sollten. Die Ohren dürfen in den ersten Monaten nicht nach vorne gebogen werden, da das den Erfolg zunichte machen würde .Auch hier sollten Sie anstrengende körperliche Tätigkeiten in den ersten Tagen vermeiden.

Wann findet in der Regel der nächste Arzttermin statt?

Noch am Tag des Eingriffs, wird Ihr Arzt Ihnen mitteilen, wann Sie zur nächsten Kontrolluntersuchung wiederkommen sollen. In Ihrem eigenen Interesse sollten Sie diesen Termin unbedingt einhalten.
Bei Fieber, starken Schmerzen oder Nachblutungen sollten Sie umgehend mit dem Arzt Kontakt aufnehmen. Auch wenn Sie unsicher sind und noch Fragen zum normalen Heilungsverlauf haben, wird Ihnen in der Praxis niemand böse sein, wenn Sie sich telefonisch Rat holen.

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Heft 80, Ausgabe 2 – Mai 2016 Gemeinsames Magazin: Zusammenschluss von Chirurgen Magazin und BAO Depesche
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