BAO widerspricht Prof. Hoppe zur Patientenbeteiligung
Alte Bedenken in neuen Reden:
Durch Wiederholung nicht wahrer würden die alten, schon bei der Einführung der Medikamentenselbstbeteiligung geäußerten und mittlerweile widerlegten Bedenken, eine Selbstbeteiligung erhöhe die Morbidität, so der Vizepräsident des Bundesverbandes für Ambulantes Operieren (BAO) Dr. Wolfgang Rulf, der diese Selbstbeteiligung für sinnvoll hält und stellt Prof. Hoppe zwei rhetorische Fragen: Hat es in den Skandinavischen Ländern oder Frankreich beispielsweise nach Einführung der Praxisgebühren einen Morbiditätsschub gegeben? Wie möchte Herr Hoppe die häufig befindlichkeitsinduzierte Patientenflut in unsere Praxen steuern eingedenk der Tatsache, dass bei der Anzahl der Arzt-Patientenkontakte Deutschland europaweit einsamer Spitzenreiter ist - ohne Vorteil für die Volksgesundheit?
Diese "Befindlichkeitsflut" - die Mär der Anbieterinduktion sei in Nordrhein durch einen "Anti-Hamsterrad-HVM" längst wiederlegt - verbrauche Ressourcen, die für tatsächlich benötigte Leistungen dann nicht mehr zur Verfügung stünden. Ein bisschen weniger Elfenbeinturm und ein bisschen mehr Realitätsbezug durch (Vertrag-)Praxisnähe wünscht Rulf dem Kollegen Klinikpathologen.






