Geheimniskrämerei um Kopfpauschalen

Die Krankenkassen zahlen zur Finanzierung der ambulanten ärztlichen Leistungen sehr unterschiedliche Kopfpauschalen an die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen).

Deren Höhe ist in den letzten Wochen unter zwei Aspekten in den Mittelpunkt des Interesses gerückt: Die KV Nordrhein hatte sich geweigert, die Höhe der Kopfpauschalen der Krankenkassen offen zu legen. Der Vorsitzende der KV Hamburg, Dr. Michael Späth, empfindet die Weigerung des nordrheinischen KV-Chefs Dr. Leonhard Hansen als Skandal: "Welchen vernünftigen Grund kann es geben, den eigenen KV-Vertretern die Informationen darüber vorzuenthalten, wie unterschiedlich die Krankenkassen ärztliche Leistungen honorieren?", fragt Späth.
Unterdessen hatte sich in Berlin hat sich ein Vertragsarzt geweigert, gegen Ende des Quartals noch Patienten der Primärkassen zu behandeln, weil angeblich sein Budget bei diesen Krankenkassen erschöpft war. "Aus Kapazitätsgründen sind in diesem Quartal keine Röntgenuntersuchungen für Patienten der Primärkassen AOK, BKK, IKK, Knappschaft möglich", stand auf einem Schild an der Eingangstür der Praxis. Die Pauschale, die ihm diese Kassen für die Behandlung ihrer Versicherten zahlten, sei schon lange ausgeschöpft, sagte der 43-Jährige Radiologe gegenüber der "Berliner Zeitung". "In diesem Quartal habe ich das Budget bereits jetzt um 25.000 Euro überzogen." Die Kassenärztliche Vereinigung Berlin und die AOK kündigte daraufhin disziplinarische Maßnahmen bis hin zum Zulassungsentzug an. Der Radiologe verstoße gegen seine vertragsärztlichen Pflichten, weil er die medizinische Versorgung gewährleisten müsse und nicht berechtigt sei, Patienten bestimmter Kassenarten auszuschließen, begründete AOK-Sprecherin Gabriele Rähse.
Die KV Hamburg veröffentlicht schon seit 2003 die Höhe der Kopfpauschalen der einzelnen Krankenkassen unter www.billigwirdteuer.de. Damit will sie zeigen, dass die Kassen enorm unterschiedlich für die Leistungen niedergelassener Ärzte bezahlen. Die KV hat damit nach eigener Auskunft auch eine Entwicklung in Gang gesetzt, "die dazu geführt hat, dass die Billigkassen in Hamburg Marktanteile zugunsten der Versorgerkassen im Ersatzkassenbereich verloren haben".
Wir zeigen hier die "TOP 10" in der Rangfolge aus dem Bereich der KV Hamburg (Kopfpauschale je Quartal im Jahresdurchschnitt) für das 1. Quartal 2004 (siehe Tabelle):

Kopfpauschale je Quartal im Jahresdurchschnitt für das 1. Quartal 2004
1 Deutsche Angestellten Krankenkasse 151,79 Euro
2 BKK Ford 145,06 Euro
3 Hamburg-Münchener Ersatzkasse 145,04 Euro
4 BKK Rhein-Neckar 144,04 Euro
5 BKK G + H 142,49 Euro
6 Barmer Ersatzkasse 141,51 Euro
7 BKK Iveco 140,98 Euro
8 BKK Freudenberg 140,51 Euro
9 BKK Opel 137,01 Euro
10 Techniker Krankenkasse 136,84 Euro

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zzz