Editorial

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
es ist soweit: Nach monatelangem Taktieren sitzen Regierung und Opposition in Konklave, um eine gemeinsame Reform des Gesundheitssystems zu fixieren.

Bis Ende Juli sollen die Purpurträger (Ulla Schmidt, Gudrun Schaich-Walch, Klaus Kirschner von der SPD; Horst Seehofer, Annette Widmann-Mauz, Andreas Storm und Wolfgang Zöller von der Union) ein Konzept ausarbeiten, das gemeinsam als Gesetzentwurf in den Bundestag eingebracht werden soll. Die FDP ist mit Dr. Dieter Thomae vertreten, die Grünen entsenden Biggi Bender und Petra Selg, dazu kommen Vertreter aus den Ländern.
Vorteil für uns: Wir haben mit allen intensive Einzelgespräche geführt. Unsere Vorstellungen sind Bestandteil der von der Union eingebrachten Thesen. Es scheint, als wolle man sich tatsächlich auf einen Kompromiss verständigen, denn das Gesetzgebungsverfahren zum GMG ist gestoppt. Aber ist ein Kompromiss überhaupt möglich oder werden wir quälend lange nur schwarzen Rauch sehen? Angesichts der auseinanderklaffenden Vorstellungen ist die Frage erlaubt, ob die Elefantenehe am Ende doch nur ein Mäuslein gebiert. Dann stehen wir in zwei Jahren vor den gleichen Problemen. Wir werden wieder in endlosen Anhörungen herumsitzen und ein Gespräch nach dem nächsten führen.
Man braucht in diesem Geschäft eben einen langen Atem, auch wenn die Basis gerne ihre Häuptlinge der Untätigkeit bezichtigt. Glauben Sie mir, wir haben in "stillen" Gesprächen weit mehr erreicht als durch populistisches Geschrei, auch wenn letzteres bei vielen von Ihnen besser ankommt. Aber es geht nicht um Performance, sondern um Effektivität. Lesen Sie in der Depesche die CDU-Thesen und Sie werden unsere Handschrift erkennen.
Weißen Rauch gibt es aber schon auf unserem ureigensten Feld, dem Ambulanten Operieren. In enger Zusammenarbeit mit der KBV haben wir die DKG an den Verhandlungstisch bekommen, um die Verträge nach § 115 b neu abzuschließen. Diesmal mit der verbindlichen Zusage, ab 1. Juni 2004 Fallpauschalen als Finanzgrundlage einzuführen - wiederum ein Beweis für den Sinn beharrlicher Lobbyarbeit. Für den EBM 2000plus gilt das leider nicht. Hier kommt man langsam zu dem Schluss, ihn in der Pfeife zu rauchen, so sehr ist der ursprüngliche Entwurf zerrupft worden. Wenn wir nicht unter dem Eindruck drohender Einzelverträge zwingend auf die Systematik des EBM 2000plus angewiesen wären, müssten wir den Entwurf eigentlich kippen. Doch vorerst drohen wir nur mit Rückzug.
Hoffen wir also, dass der weiße Rauch an allen Orten sich nicht zu einer Nebelwand verdichtet, die uns die Orientierung nimmt.
Lesen Sie auf den folgenden Seiten, was auf Sie zukommt und orientieren Sie sich auf unserem Kongress in Würzburg, zu dem ich Sie sehr herzlich einlade. In Zeiten, in denen wir auf Hausarzt-Lotsen angewiesen sind, stellen wir Ihnen einen weithin sichtbaren Leuchtturm in ungewisse Gewässer.
Dr. Jörg-Andreas Rüggeberg
BAO-Präsident

Bundeskongress Chirurgie 2018

Bundeskongress Chirurgie vom 23. bis 24. Februar 2018 im NürnbergConvention Center Hauptprogramm/Anmeldung
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Chirurgen Magazin + BAO Depesche

Heft 87, Ausgabe 1 – Februar 2018
Jubiläumskongress Ein nostalgischer Streifzug durch zwei Jahrzehnte Bundeskongress in Nürnberg
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zzz