11.11.2011: BAO-Newsletter

BAO-Newsletter; Nr. 11/11, vom 11. November 2011
Nachrichten für Ambulante Operateure und Anästhesisten

Inhalt:
Mitteilungen des Präsidiums
In eigener Sache
Kommentierte Nachrichten
Nachrichten
Termine

Mitteilungen des Präsidiums

Im Jahr 2012 feiert der BAO in Nürnberg bei seiner nächsten Tagung sein 20jähriges Bestehen. Das sind:

… 20 Jahre des Werbens für das Ambulante Operieren, das jetzt allgemein anerkannt ist und worin Deutschland dennoch international weit hinterher hinkt

… 20 Jahre Kampf für eine angemessene Vergütung mit etlichen Erfolgen und zahlreichen Enttäuschungen

… 20 Jahre anregende Treffen, mit kollegialem Austausch und gegenseitigem Mut machen

Feiern Sie mit uns in Nürnberg!
Treffen Sie alte Weggefährten wieder!
Nehmen Sie neue Anregungen auf und lassen Sie sich neuen Mut machen!

Wir freuen uns auf Sie!

BAO-Jahrestagung vom 2.-4. März 2012 in Nürnberg zusammen mit der Tagung der Chirurgen.
vorläufiges Programm s. http://www.operieren.de/content/e3472/e7507/e29521/

Jörg Hennefründ

In eigener Sache
Am 15.10.2011 hat sich das erweiterte Präsidium des BAO in Hannover getroffen. Dabei kam u.a. die Notwendigkeit der Neugewinnung von Mitgliedern zur Sprache. Wie dies im Einzelnen umzusetzen sein könnte, dazu möchten wir Ihren Rat im Rahmen einer Internet-basierten Umfrage einholen.
Um ggf. unnötigen Aufwand mit der Erstellung einer solchen Umfrage zu vermeiden, möchten wir Sie zunächst um ein Trend-Statement bitten.

Gehen Sie dazu bitte auf die Internetseite des BAO unter http://www.operieren.de/content/e142/e3373/e6484/e29627/
Dort werden Sie für den geschützten Mitgliederbereich nach Ihren Zugangsdaten (Benutzername, Passwort) gefragt.
Bitte beachten Sie die Groß- und Kleinschreibung.

Dort können Sie dann Ihre Meinung abgeben.
Vielen Dank!

Kommentierte Nachrichten

Das Anbieten kostenloser Untersuchungen ist unzulässig (Arzt & Wirtschaft Newsletter 14.10.2011)
Das Landgericht (LG) Stade hat das Anbieten kostenloser Leistungen als unzulässige, weil unlautere Handlung bewertet (Az. 8 O 23/11). Damit versuche der anbietende Arzt, sich gegenüber ordnungsgemäß nach Gebührenordnung abrechnenden Mitbewerbern einen ungerechtfertigten Vorteil zu verschaffen (Paragraph 3, Abs. 1 Gesetz gegen den Unlauteren Wettbewerb – UWG).
Kommentar: Das BVerfG hat vor Kurzem (01.06.2011 - 1 BvR 233/10) festgestellt, dass allein die Methode, eine Verlosung zu nutzen, um Aufmerksamkeit und Interesse zu wecken und hierdurch neue Patienten für eine (Zahn)Arztpraxis zu gewinnen, als solche noch nicht berufswidrig ist. Es müssen Gemeinwohlbelange, die durch ein solches Vorgehen verletzt werden könnten, ersichtlich sein.
Auch soweit z. B. Zahnbürsten und Patientenratgeber als Preise angeboten wurden, sei nicht anzunehmen, dass die Weitergabe dieser Produkte Gemeinwohlinteressen beeinträchtigen könnte. Gleiches gilt für die professionelle Zahnreinigung, die mangels anderer Hinweise als nützliche und die Zahngesundheit fördernde Leistung, deren Erbringung für den Patienten mit keinen nennenswerten gesundheitlichen Risiken verbunden ist, zu bewerten sein dürfte. Nicht abschließend konnte durch das BVerfG dagegen beurteilt (aufgrund der fehlenden Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanzen) werden, ob der Gutschein für das "Bleaching" es rechtfertigt, die Verlosung insgesamt als berufswidrig einzustufen.
R.G.

Zahl der Operationen in Kliniken um vier Prozent gestiegen (Ärzteblatt 12.10.2011)
Das Statistische Bundesamt teilte mit, dass im Jahre 2010 14,9 Millionen Operationen vorgenommen wurden, das sind vier Prozent mehr als in 2009. Zu den häufigsten Eingriffen gehörten Operationen an Darm und Hüftgelenken.
Kommentar: Was bei dieser Operationsstatistik fehlt, sind Angaben, wie viele Patienten eine Appendektomie, eine Abrasio uteri oder eine Leistenbruchoperation usw. erhielten, und das bezogen auf 100.00 Einwohner. Eine solche Krankenhausfall-bezogene Statistik wird international gefordert, fehlt aber in Deutschland. Die jetzige OP-Statistik spiegelt nur die sich verbessernden Abrechnungspraktiken in Kliniken wieder.
J. B.

Datenlage zu OP-Häufigkeiten noch zu gering (Ärzteblatt 27.10.2011)
Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU), die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie (DGOOC) und der Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) stellen fest, dass aussagefähige Daten zu OP-Häufigkeiten in Deutschland fehlen. Deshalb könnte die Frage, ob insbesondere deutsche Orthopäden und Unfallchirurgen im Vergleich zu ihren Kollegen aus Nachbarländern zu häufig operieren, nicht beantwortet werden. Die Berufsverbände begrüßen, dass nach dem neuen Versorgungsstrukturgesetz entsprechende Routinedaten zur Verfügung gestellt werden sollen.
Kommentar: Der BAO bemängelt seit vielen Jahren, dass in Deutschland keine aussagefähigen Daten zur Leistungsfähigkeit unseres Gesundheitswesens erhoben werden. Stattdessen sind nur die Kosten bekannt. Selbst zentrale Standarddaten über die Häufigkeit von Operationen, die unsere internationale Gesellschaft (IAAS) aus allen Ländern erhebt, können von Deutschland nicht geliefert werden. Es ist blamabel! Aber es hat System: So können Kassen und Politiker immer wieder unbelegte Behauptungen gegen die Ärzteschaft streuen und damit Stimmung und Politik machen, ohne von Fakten belästigt zu werden.
J. H.

Nachrichten (zusammengefasst von Jost Brökelmann)

Termine bitte vormerken!

Gesetzliche Krankenversicherung

Niedergelassene Chirurgen fordern Pflicht zur Zweitmeinung (Ärzteblatt 17.10.2011)
Nach Ansicht von Dr. Haack, Vorsitzender des Berufsverbandes Niedergelassener Chirurgen (BNC), können viele der 14,9 Millionen Operationen in deutschen Krankenhäusern auch ambulant erfolgen. Dieses träfe zum Beispiel auf die 281.177 arthroskopischen Operationen zu, die auf Platz 2 in der OP-Statistik für 2010 - veröffentlicht vom statistischen Bundesamt - stehen. Die gleiche Leistung werde im Krankenhaus besser vergütet als in der niedergelassenen OP-Praxis, so Haack. Er forderte, dass bei planbaren Eingriffen vor einer Klinikeinweisung die Zweitmeinung eines ambulanten Operateurs vorgeschrieben wird.

Ärzte fordern mehr Transparenz bei ambulanter Op (Ärzte Zeitung 4.10.2011)
Die KVNo Vertreterversammlung hat die Forderung der ambulanten Operateure in Nordrhein unterstützt, dass die KV den Namen des Patienten, die operativen Prozeduren und die EBM-Ziffern bei der Abrechnung auflistet. Nur eine solche Transparenz ermögliche es den Vertragsärzten zu prüfen, ob die KVNo korrekt abgerechnet hätte. Trotz datenschutzrechtlicher Bedenken der KVNo verabschiedete die VV eine entsprechende Resolution.

Patienten zeigen sich nach ambulanter Op sehr zufrieden (Ärzte Zeitung 6.10.2011)
In einer Studie der Managementgesellschaft medicalnetworks im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) wurden knapp 3.800 Patienten zu ihrer Zufriedenheit mit ihrer ambulanten Operation befragt. Mehr als 90 Prozent der Befragten bewerteten den Eingriff mit sehr gut bis gut. Nach der stationären Behandlung im Krankenhaus zeigten sich nur 80 Prozent der Befragten zufrieden.

Kassen fürchten Kostenexplosion durch Spezialärzte (Ärzte Zeitung 4.10.2011)
Johann-Magnus von Stackelberg, Vizechef des Kassenverbands, fürchtet, dass in dem neuen Gesetz zur spezialärztlichen Versorgung jeder Arzt "auf ewig und ohne jede Beschränkung in diesem Bereich tätig werden kann". Er fordert, dass die Kassen den Bereich per Vertrag mit Ärzten oder Kliniken steuern können. "Beim ambulanten Operieren gebe es heute schon nicht nur medizinisch begründete Leistungen von Ärzten und Klinikambulanzen. Auch dies müsse besser geregelt werden", so Stackelberg.

NAV plädiert für Spezialarztsektor (Ärzte Zeitung 13.10.2011)
Bei der Fortführung des bestehenden Zwei-Sektoren-Systems werden nach Ansicht des NAV-Virchowbundes ausschließlich die Krankenhäuser profitieren, indem sie in den ambulanten Bereich expandieren. Deswegen fordert der NAV-Virchowbund die schnelle Einführung der ambulanten spezialärztlichen Versorgung, damit teure Doppelstrukturen in den Krankenhäusern vermieden werden.

Chirurgen und Internisten fordern Facharztstatus für spezialärztliche Versorgung (Ärzteblatt 19.10.2011)
Der Berufsverband der Deutschen Internisten (BDI) und der Berufsverband der Deutschen Chirurgen (BDC) fordern, dass für die neue spezialärztliche Versorgungsebene ein besonderer Facharztstatus eingerichtet wird. Diese spezial(fach)ärztliche Ebene solle aber nicht durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgelegt werden, sondern in dreiseitigen Verhandlungen der Beteiligten, das heißt der Deutschen Krankenhausgesellschaft, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der Krankenkassen. Nach Ansicht von BDI und BDC ist das Verfahren im G-BA schwerfällig und intransparent.

SPD: Privatabrechnungen mit EBM gleichstellen (Ärzte Zeitung 17.10.2011)
Die SPD fordert eine Bürgerversicherung, die aus Versichertenbeiträgen, Arbeitgeberbeiträgen und Steuermitteln finanziert wird. Die Bürgerversicherung soll so vorbereitet werden, dass sie nach dem angestrebten Machtwechsel 2013 sofort umgesetzt werden kann.
Ein wichtiger Punkt sei die Angleichung der kassen- und der privatärztlichen Arzthonorare, denn laut SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles soll das Ziel sein: "Künftig soll die Krankheit darüber entscheiden, wie und wie schnell jemand behandelt wird und nicht die Frage der Versicherung".

Rechtsform für Krankenkassen: Vorstellungen des TK-Vorstandsvorsitzenden (Schütze-Brief 27.10.2011)
Der Vorstandsvorsitzende der Techniker Krankenkasse (TK), Prof. Dr. Norbert Klusen, hat sich für eine gemeinsame gesetzlich-private Krankenversicherung mit einem einheitlichen Versicherungsmarkt ausgesprochen. Klusen kann sich eine grundlegende Änderung der Rechtsform der gesetzlichen Krankenkassen vorstellen. Sie könnten z. B. gemeinnützige GmbHs wie in der Schweiz werden oder Genossenschaften oder Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit, bei denen die Krankenversicherung letztlich den Versicherten gehört.
Für die PKV-Unternehmen sieht Klusen die Möglichkeit, dass sie wieder Player im Gesundheitswesen werden statt nur Payer. Für Ärzte Kliniken und Pharmaindustrie würde es sich nicht rentieren, mit den kleinen privaten Versicherern spezielle Verträge abzuschließen. Die TK habe dagegen 8 Millionen Mitglieder und sei damit fast so groß wie alle privaten Anbieter zusammen genommen.
Nach Ansicht von Klusen ist es nicht mehr zeitgemäß, das ein Polizist oder ein Verwaltungsbeamter direkt zum Chefarzt gehen kann und ein GKV-Versicherter nicht. Dieses sei eine Ungleichbehandlung, die nicht länger erklärbar sei.

Grüne: Aufgaben unter Ärzten, Pflegern und Co. neu verteilen (Ärzte Zeitung 6.10.2011)
Die Bundestagfraktion von Bündnis 90/Die Grünen wollen die Gesundheitsversorgung radikal ändern. Sie streben nicht nur eine Delegation ärztlicher Aufgaben, sondern auch eine "grundsätzliche Neuformulierung heilkundlicher Aufgaben innerhalb der ärztlichen und nichtärztlichen Gesundheitsberufe an". So sollen unter anderem Angehörige nichtärztlicher Gesundheitsberufe auch die Verordnungskompetenz für bestimmte Leistungen erhalten. "Ärztenetze, Gesundheitsverbünde, Kommunen und Patientenorganisationen" sollen Träger eines MVZ werden können. Die Leitung eines MVZ soll nicht nur Ärzten, sondern auch Psychotherapeuten und qualifizierten Pflegekräften erlaubt werden.

DIMDI veröffentlicht neue ICD-10-GM-Version (Ärzte Zeitung 12.10.2011)
Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) hat die neueste Fassung der Internationalen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, German Modification (ICD-10-GM Version 2012) im Internet veröffentlicht. http://www.dimdi.de/static/de/klassi/index.htm

Leistungskatalog: Kernleistungen und Wahlleistungen (Schütze-Brief 17.10.2011)
Die Uro-GmbH Nordrhein hat – ähnlich wie verschiedene andere Fachorganisationen in Nordrhein-Westfalen – einen Leistungskatalog entwickelt, der zwischen Kernleistungen und Wahlleistungen unterscheidet.
Definition Kernleistung: Alle Leistungen des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes (EBM) bei akut und chronisch Erkrankten mit Behandlungsindikation sowie bei objektiv oder subjektiv symptomatischen Patienten. Alle Leistungen gemäß den Krebs-Früherkennungs-Richtlinien.
Definition Wahlleistungen: Alles, was darüber hinausgeht und Leistungen, die nicht Bestandteil des EBM sind.
In dem "Urologischen Leistungskatalog gem. § 12 Abs. 1 SGB V" heißt es weiter: "Das vom Vertragsarzt zu der Versorgung von GKV-Versicherten zur Verfügung zu stellende Zeitkonto beträgt 20 Stunden pro Woche". Der Rest der Sprechstundenzeiten sollte Wahl- und Privatleistungen vorbehalten sein.

Privatversicherer

Muss der Ehepartner die Arztrechnung zahlen? (Ärzte Zeitung 11.10.2011)
Bei privatärztlicher Leistung oder IGeL müssen grundsätzlich die Leistungsempfänger und Auftraggeber zahlen. Wenn aber – besonders in hausärztlichen und gynäkologischen Praxen – Patientinnen angeben, ihr Ehepartner würde die Kosten tragen und deshalb solle die Rechnung auf dessen Namen lauten, wie ist dann die rechtliche Situation? Wie ist es, wenn die Paare getrennt leben?
Die Lösung ist, eine Honorarvereinbarung nach Paragraph 2 GOÄ mit dem Ehegatten als Kostenschuldner schriftlich abzuschließen. Die Vereinbarung sollte auch enthalten, um welche Leistungen es sich handelt.
Solche Honorarvereinbarung können auch mit Lebenspartnern, Eltern, Großeltern usw. abgeschlossen werden.

Rechtliches

Anonyme Arztbewertungen in Internetportalen zulässig (Arzt & Wirtschaft 6.10.2011)
Das Oberlandesgericht (OLG) Hamm hält auch anonym im Internet geübte Kritik an Ärzten für zulässig (Urteil vom 08. 08.2011, Az.: I-3 U 196/10). Arzt & Wirtschaft empfiehlt die entsprechenden Internetportale zu überprüfen und unsachliche Kritik an dem Arzt und seinen Leistungen abzumahnen. Gegen sachliche Kritik können Sie sich grundsätzlich nicht wehren.

Praxismanagement

Päuschen im OP machen Chirurgen leistungsfähiger (Ärzte Zeitung 7.10.2011)
Laut einer Studie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) sind die Chirurgen gerade bei länger dauernden Operationen leistungsfähiger, wenn sie kurze Pausen einlegen.
Bei der Studie legte ein OP-Team alle 25 Minuten eine fünfminütige Auszeit ein. In der Kontrollgruppe operierten die Chirurgen durch. Die Studie ergab, dass Chirurgen, die fünfminütige Pausen einlegen, deutlich weniger Stresshormone ausschütteten, eine ausgeglichene Herzfrequenz hätten und zudem ihre Fehleranfälligkeit dreimal geringer sei als in der Kontrollgruppe, die durchoperierte. Durch die Kurzpausen verlängerte sich die Operationszeit insgesamt nicht.

Ärzte behandeln nur - den Papierkram machen andere (Ärzte Zeitung 12.10.2011)
In Stralsund und Greifswald delegieren Mitglieder zweier Ärztegemeinschaften fast jede Aufgabe außerhalb der Medizin an eine eigene Verwaltungsgesellschaft.
In Stralsund kauften die Ärzte der ehemaligen Stralsunder Poliklinik "Am Strelasund" das Gebäude und bildeten einen Immobilienfonds. Heute sind sie 50 Mitglieder. Fast jeder zweite niedergelassene Arzt in Stralsund gehört der Ärztegemeinschaft an. Gesellschafter der GmbH sind fünf Ärzten und ein Geschäftsführer.
Die Leistungen der Verwaltungsgesellschaft sind vielseitig:
- Kernleistungen: Buchhaltung, Lohnabrechnung, GOÄ-Abrechnung, Inkasso und Finanzierungs- und Versicherungsvergleiche
- Service: Gemeinsamer Einkauf von Praxisbedarf und Büroartikeln, Organisation und Durchführung von Praxisrenovierungen und -umbauten, Hausmeisterdienst, Reinigung, Wäschedienst, zentrale Information (Telefon und Post) etc.
- Rechtsberatung: Beratung und Erstellung von Arbeitsverträgen, Beratung zum KV-Recht und zur Abrechnung etc.
- Verträge und Kommunikation: Vertragspartner für Krankenkassen (es besteht ein Vertrag zum ambulanten Operieren mit der Techniker Krankenkasse), zentrale Bereitstellung der IT-Vernetzung.
- Spezieller Service: Praxisnachfolge suchen.
Die Mitglieder der Ärztegemeinschaft zahlen eine Umlage von durchschnittlich etwa 5.000 Euro im Jahr.
Ähnliche Ärztegemeinschaften bestehen in Greifswald und Neubrandenburg.

Auch ein Mac braucht Virenschutz (Ärzte Zeitung 11.10.2011)
Laut der Fachzeitschrift "c't" sind 85 verschiedene Viren für den Mac bekannt. Die neuesten Versionen des MAC-Betriebssystems (Version 10.6 und 10.7) haben schon einen rudimentären Schutz vor Angriffen. Durch ein separates Antivirenprogramm sowie verschiedene Einstellungen kann der Mac sicherer gemacht werden.
Näheres: http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/praxis_edv/default.aspx?sid=673664

Europa

Schweizer Gesundheitssystem: Gut, aber teuer und ineffizient (Ärzteblatt 17.10.2011)
Ein Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschreibt das Schweizer Gesundheitswesen als teuer, ineffizient und zu wenig transparent. Der Bericht schlägt u.a. vor, dass die Vertragsfreiheit zwischen Versicherern und Leistungserbringern zugelassen wird. Mit Gesundheitsausgaben von 11,4 Prozent des Bruttoinlandprodukts liegt die Schweiz an siebter Stelle der von der OECD analysierten Länder.

Allgemeines

USA: Häufige Operationen vor dem Lebensende (Ärzteblatt 6.10.2011)
Laut Medicare Daten wird jeder sechste US-Amerikaner noch im letzten Monat vor dem Tod operiert. Im letzten Lebensjahr ist es sogar jeder Dritte (Ashish Jha et all. Lancet 2011; doi: 10.1016/S0140-6736(11)61268-3). Dieses könnte auf eine Überversorgung vieler Patienten, die angesichts der Prognose des Patienten vielfach nicht zu rechtfertigen ist, hinweisen. Die Operationsrate korrelierte mit der Zahl der Akutbetten in den Krankenhäusern und mit der Zahl der Chirurgen. Dies könnte bedeuten, dass ein hohes Angebot an chirurgischen Dienstleistungen eine höhere Inanspruchnahme nach sich zieht.

US-Studie: Ambulanter Herzkatheter sicher (Ärzteblatt 5.10.2011)
Eine Auswertung von 107.018 Patienten der Medicare-Krankenversicherung zeigt, dass eine Entlassung nach einer elektiven perkutanen koronaren Intervention (PCI) noch am Tage der Untersuchung sicher ist. Nur 1,25 Prozent der Patienten wurden noch am gleichen Tag entlassen. Von denen starb nur ein einziger in den ersten zwei Tagen nach der PCI. Auch die Re-Hospitalisierungsrate war nach ambulant und stationär durchgeführter PCI nicht signifikant verschieden (JAMA 2011; 306: 1461-1467).
Die Autoren ziehen aus den Studienergebnissen den Schluss, dass die überwiegende Mehrheit der Patienten mit erkennbar niedrigem Risiko noch am gleichen Tag entlassen werden könnten.

Soziale Gerechtigkeit in OECD-Staaten sehr unterschiedlich (Ärzteblatt 28.10.2011)
In einer Studie der Bertelsmann-Stiftung wurden in 31 OECD-Staaten die Politikfelder Armutsvermeidung, Bildungszugang, Arbeitsmarkt, sozialer Zusammenhalt und Nicht-Diskriminierung, Gesundheit sowie Generationengerechtigkeit verglichen. Vorbildlich schnitten die nordeuropäischen Ländern ab. Am anderen Ende stehen die USA, Griechenland, Chile, Mexiko und Türkei. Deutschland landete auf Platz 14.

Zivilisationskrankheiten bremsen Wirtschaftswachstum (Ärzteblatt 5.10.2011)
Der Global Status Report der WHO ist der erste Bericht weltweit über die Häufigkeit nicht übertragbarer Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Leiden, chronische Atemwegserkrankungen, Diabetes und Krebs (http://www.who.int/chp/ncd_global_status_report/en/index.html). Nach dem WHO-Bericht machen diese Erkrankungen 77 Prozent der Krankheitslast aus und sind Ursache für 86 Prozent aller Todesfälle.
Armin Fidler berichtet auf dem European Health Forum Gastein (EHFG), dass eine Zunahme der Häufigkeit nicht übertragbarer Erkrankungen um 10 Prozent zu einem Minus im Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent führt. Nach einer Studie der Weltbank helfen bei Lebensstil-Erkrankungen wirksame Präventionsmaßnahmen. Bei Diabetes z. B. würde ein Präventionspaket mit Fokus auf Ernährungsberatung und Bewegung für jeden investierten Dollar das Doppelte oder Dreifache an Behandlungskosten einsparen.

Die Maße für den perfekten Busen (Ärzte Zeitung 20.10.2011)
Dr. Patrick Mallucci, Schönheitschirurg vom University College Hospital in London, glaubt, die ultimative Form für perfekte Brüste gefunden zu haben: Bezogen auf eine horizontale Linie zwischen den Brustwarzen sollten 45 Prozent der Brustmasse darüber und 55 Prozent darunter liegen. Die Mamille sollte in einem Winkel von 20 Grad nach oben stehen. Der Busen sollte oberhalb der Warze flach, nach unten hin kurvig geformt sein.

US-Kinderärzte: TV und Videos hemmen Entwicklung von Kleinkindern (Ärzte Zeitung 18.10.2011)
Die American Academy of Pediatrics (AAP) hat eine Erklärung veröffentlicht, die sich auf 50 Studien zu den Auswirkungen von Fernsehen und Videos auf Kinder unter zwei Jahren beziehen.
Fazit: TV-Programme und Videos fördern Kleinkinder nicht, sie können sogar die Sprachentwicklung hemmen.
Nach dem Bericht werden heute schon 90 Prozent der Kleinkinder vor ihrem zweiten Geburtstag mit elektronischen Medien bei Laune gehalten. Jedes dritte Kind ab drei Jahren habe einen Fernseher im Zimmer.

Jeder fünfte Berliner lebt von Sozialleistungen (Ärzte Zeitung 18.10.2011)
Im Jahre 2009 haben in Deutschland 9,5 Prozent der Bevölkerung Hilfen zum Lebensunterhalt bezogen. In der Hauptstadt Berlin war diese Quote mehr als doppelt so hoch, nämlich 19,5 Prozent, so das Amt für Statistik Berlin Brandenburg. In Bayern waren nur 4,9 Prozent und in Baden-Württemberg 5,4 Prozent Bezieher von Transferleistungen.

Termine

bitte vormerken!

Jahrestagung des BAO 2012 unter dem Motto 20 Jahre BAO!
2. – 4.03.2012 in Nürnberg
http://www.operieren.de/content/e3472/e7507/e29521/

Dr. Jörg Hennefründ, Prof. Dr. Jost Brökelmann, Redakteure BAO-Newsletter
Bundesverband für Ambulantes Operieren e.V. – BAO
Präsident Dr. med. Axel Neumann
Vereinsregister: Amtsgericht Bonn VR 6346
Sterntorbrücke 1, D-53111 Bonn
Tel.: 0228-692423, Fax: 0228-631715
E-Mail: baobonn@t-online.de
Internet: http://www.operieren.de

Helmsauer & Kollegen...
Der Spezialist für das Gesundheitswesen
Persönlicher Kontakt, Vertrauen und Stabilität stehen bei uns an erster Stelle, wenn es um die Beratung im Bereich der Versicherung, Betriebswirtschaft sowie der Abrechnung geht.
http://www.helmsauer-gruppe.de/

Bundeskongress Chirurgie 2018

Bundeskongress Chirurgie vom 23. bis 24. Februar 2018 im NürnbergConvention Center Hauptprogramm/Anmeldung
weiter

Chirurgen Magazin + BAO Depesche

Heft 87, Ausgabe 1 – Februar 2018
Jubiläumskongress Ein nostalgischer Streifzug durch zwei Jahrzehnte Bundeskongress in Nürnberg
weiter

Helmsauer Gruppe

Persönlicher Kontakt, Vertrauen und Stabilität stehen bei uns an erster Stelle, wenn es um die Betreuung unserer Kunden geht...

+ Kompetenz aus jahrzehntelanger Erfahrung

+ Spezialisierung auf Ihre Bedürfnisse

+ Mehrwerte über exklusive Rahmenverträge
weiter

autsch!

autsch! Wenn Politik weh tut Politik drängt ambulante OP-Praxen ins Abseits.
weiter

Partner PKG

Die Deutsche Praxisklinikgesellschaft (PKG) e.V. ist ein Zusammenschluss von Operationszentren, Tages- und Praxiskliniken und medizinischen Versorgungszentren, in denen ambulante und praxisklinische Operationen durchgeführt werden.
weiter

Partner AND

Das AND e.V. als Zusammenschluss regionaler Anästhesie-Netze und –Genossenschaften vertritt auf Bundesebene Interessen der freiberuflich tätigen und niedergelassenen Anästhesisten.
weiter

BVASK

Der Berufsverband für Arthroskopie e. V.
weiter
zzz