10.12.05: LAO Mecklenburg-Vorpommern
Berufsverband der Deutschen Chirurgen,
Landesverband Mecklenburg-Vorpommern
Ambulante Operationen nur noch als Notfall
Rostock, den 10.12.2005: Die ambulanten Operateure und Anästhesisten
in Mecklenburg-Vorpommern werden ambulante Operationen nur noch
zur unmittelbaren Notfallversorgung durchführen. Grund sei die
chronische Unterfinanzierung der ambulanten Versorgung, mit der eine
kostendeckende Vergütung dieser mit hohen Betriebskosten
verbundenen Leistungen nicht mehr möglich sei. „Die Entwicklung im
Ambulanten Operieren hat mittlerweile zu einer krassen Unterdeckung
der tatsächlich entstehenden Kosten geführt, mit dem Ergebnis, dass die
Operateure nicht nur kein Honorar erwirtschaften, sondern sogar Geld
mitbringen müssen, um die Patienten der gesetzlichen Krankenkassen
operieren zu können,“ erklärten Frau Dr. Ingrid Jahn, Chirurgin aus
Wolgast und Dr. Ulrich Braune, Chirurg in Schwerin als Vorsitzende der
chirurgischen Fachverbände in Mecklenburg-Vorpommern in Anwesenheit
des Vorstandsmitgliedes der Kassenärztlichen Vereinigung MV, Dr.
Dietrich Thierfelder. Die so entstehenden Wartelisten seien letztlich auf
die politisch induzierte Mangelversorgung zurückzuführen und das
Resultat einer verdeckten Rationierung durch die Gesetzgebung der
letzten Jahre.






